Williams: “Perfektionist” Russell hat Antonelli psychologisch etwas voraus

Williams: “Perfektionist” Russell hat Antonelli psychologisch etwas voraus

 

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Der Große Preis von Österreich 2026 war eines jener Rennen, bei denen auch der Zweit- oder Drittplatzierte hätte gewinnen können. Doch der Sieger – Mercedes-Pilot George Russell – war derjenige, der dem Druck im entscheidenden Moment am besten standhielt.  Getty Images AsiaPac George Russell begann seine Formel-1-Karriere bei Williams

Er liegt in der Weltmeisterschaft zwar weiterhin hinter Teamkollege Kimi Antonelli, verbesserte sich jedoch auf Rang zwei und verkürzte den Abstand an einem Tag, an dem Antonelli eine unsaubere erste Kurve in einen unruhigen ersten Stint münden ließ. Der Italiener war offenbar noch gezeichnet von einem Fehler im Qualifying, als er seine letzte Runde abbrach, die ihn in die erste Startreihe gebracht hätte.
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Russells Fähigkeit, unter Druck abzuliefern und jede noch so kleine Möglichkeit zu erkennen, sich einen Vorteil gegenüber seinen Rivalen zu verschaffen, sind laut seiner früheren Teamchefin Claire Williams die entscheidenden Faktoren, die ihm helfen werden, den Rückstand auf seinen Teamkollegen weiter zu verkürzen. “Aus meiner Erfahrung mit George denke ich, dass er absolut in der Lage ist, diesen psychologischen Kampf zu gewinnen, wenn es darum geht, eine Weltmeisterschaft zu holen – insbesondere im Duell mit dem eigenen Teamkollegen, der zwangsläufig der härteste Gegner ist, weil man das gleiche Material hat”, sagt sie. “George ist sehr selbstreflektiert, und er ist gut darin, sich jeden einzelnen Tag hinzusetzen und sich zu fragen: ‘Was muss ich tun, um meinen Teamkollegen zu übertreffen? Wie kann ich diesen Kampf gewinnen?'” Williams: “Psychologischer Kampf” entscheidet am Ende “In solchen Meisterschaften, in denen Teamkollegen gegeneinander fahren – ähnlich wie damals Lewis [Hamilton] und Nico [Rosberg], als Nico sich durchsetzte – ist es der psychologische Kampf, der den Ausschlag gibt”, erklärt sie. “Und ich glaube, George hat derzeit allein aufgrund seines Alters und seiner Erfahrung vielleicht einen Reifevorsprung gegenüber Kimi. Genau dort wird er den Unterschied machen”, vermutet Williams. Spielberg: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Russell war Teil des Mercedes-Juniorprogramms, als er nach seinem Titelgewinn in seiner Rookie-Saison in der Formel 2 im Jahr 2018 zu Williams in die Formel 1 wechselte, das damals noch im Besitz und unter Leitung der Familie Williams war. Obwohl der Deal dem finanziell angeschlagenen Team vergünstigte Mercedes-Motoren verschaffte, blieb die Lage angespannt und das Auto von 2019 war nicht konkurrenzfähig. Die Pandemie im darauffolgenden Jahr brachte Williams an den Rand der Insolvenz, und das Team wurde erst durch den Verkauf an den neuen Eigentümer Dorilton Capital gerettet. Währenddessen fuhr Russell am Ende des Feldes, während Mercedes und Hamilton zwei weitere Weltmeisterschaften gewannen. Russells “harte” Jahre bei Williams Obwohl Russell weiterhin auf ein Cockpit bei Mercedes hoffte, ergab sich diese Chance erst Ende 2021, als sich das Team entschied, Valtteri Bottas als Teamkollegen von Hamilton zu ersetzen. Unglücklicherweise fiel Russells Aufstieg ins Werksteam mit einer Regeländerung zusammen, mit der Mercedes zunächst überhaupt nicht zurechtkam.
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Williams verrät: “Als George noch bei Williams war und unbedingt aus seinem Vertrag herauswollte, während er sah, wie Mercedes alles gewann, habe ich ihm immer gesagt: Diese Jahre mögen hart sein und du bist vielleicht gerade unglücklich, aber sie werden dir langfristig helfen.” “Sie schaffen eine starke Grundlage und eine Widerstandsfähigkeit, auf die du später in deiner Formel-1-Karriere zurückgreifen kannst”, so Williams, die verrät: “Er nimmt das alles sehr ernst. Und ich bin mir nicht sicher, ob man es unbedingt überanalysiert nennen kann, denn in der Formel 1 muss vieles analysiert werden.” Neben der Spur: Antonelli-Fehler lassen Russell feiern I Rennen F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…  

“Ich denke, George ist einfach gründlich – und ein Perfektionist”, berichtet sie und erklärt: “Das kann in der Situation, in der er sich dieses Jahr befindet, nur ein Vorteil sein.”
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“Er erzählte früher oft eine Geschichte aus seiner Kart-Zeit mit seinem Vater, als er noch sehr jung war. Damals nannten ihn viele ‘Opa’, weil er sich für sein Alter außergewöhnlich reif verhielt”, berichtet Williams. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Und ich glaube, genau diese Reife hat ihm auch diesen Perfektionismus gegeben. Das ist George: Er will alles bis zur Perfektion machen.”

 
Formel1.de 

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