Williams verrät neues Detail zur B-Version: Chassis wird Basis für 2027
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Williams arbeitet weiter mit Hochdruck an seiner angekündigten B-Version für die Saison 2026. Neu ist allerdings ein entscheidendes Detail: Das neue Chassis soll nicht nur ein In-Season-Update sein, sondern gleichzeitig die technische Basis für die Saison 2027 bilden. Teamchef James Vowles spricht von einem bewussten Übergang in das nächste Jahr. LAT Images Derzeit fährt Williams nur im hinteren Mittelfeld
Nach dem misslungenen Start in die Saison 2026 hatte Williams bereits angekündigt, im Laufe des Jahres ein komplett neues Chassis einzusetzen. Der aktuelle FW48 blieb hinter den Erwartungen zurück – das Auto war zu schwer, verspätet fertig und erfüllte die eigenen Performance-Ziele nicht. Nun erklärt Vowles, dass das Projekt deutlich größer gedacht ist als ein reines Performance-Upgrade. “Das wichtigste Projekt, an dem wir arbeiten, ist das neue Chassis, das noch in diesem Jahr kommen wird und gleichzeitig ins nächste Jahr übernommen wird”, sagt Vowles. “Es ist praktisch ein Übergangspunkt.” Kein gewöhnliches Upgrade, sondern eine Brücke zu 2027 Der Fokus liegt dabei laut Vowles gar nicht in erster Linie auf dem Chassis selbst. Viel wichtiger sei die Art und Weise, wie Williams das Auto entwickelt und produziert. “Die Herausforderung war Innovation”, erklärt der Teamchef. Das neue Chassis werde mit einer komplett neuen Herangehensweise entwickelt – eine Methode, die Williams bislang noch nie angewendet habe.
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Das Projekt soll gleich mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: weniger Gewicht, geringere Kosten und schnellere Produktionsprozesse. Für Vowles ist das ein Beispiel dafür, wie Williams trotz der schwierigen sportlichen Lage weiterhin in die Zukunft investiert. “Es ist ein Projekt auf Spitzenniveau, das zeigen soll, dass wir diese Innovationsgrenzen weiter verschieben, obwohl wir auf der Strecke nicht dort stehen, wo wir stehen wollen.” Die B-Version wird deshalb zwar noch in der laufenden Saison eingesetzt, der eigentliche Nutzen liegt aber bereits in der Vorbereitung auf 2027. B-Spec: Warum Williams keine Wunder erwartet Ganz ohne Leistungsgewinn soll das neue Chassis allerdings nicht bleiben. Vowles bestätigt, dass Williams mit der B-Version noch einmal zusätzliche Performance findet. Die Erwartungen hält er jedoch bewusst klein. “Wir haben noch ein bisschen Performance hinzuzufügen, aber sie wird keinen entscheidenden Unterschied machen.” Der Grund ist einfach: Williams hat zu viel Rückstand auf die Konkurrenz aufgebaut. Das Team sieht keine realistische Möglichkeit mehr, den Abstand mit einem einzelnen Upgrade entscheidend zu verkürzen. “Wenn wir uns das Feld aktuell anschauen, sind wir einfach zu weit weg.” Video wird geladen…
Deshalb fließt inzwischen ein Großteil der Ressourcen bereits in die kommende Saison. Für Williams soll das neue Chassis genau dort den Grundstein legen. Chassis wird modular aufgebaut Vowles verrät außerdem, dass das neue Konzept bewusst modular entwickelt wird. Dadurch soll Williams bestimmte Bereiche des Autos einfacher anpassen und weiterentwickeln können. “Es bereitet uns gut auf das nächste Jahr vor”, sagt der Teamchef.
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Zwischen den Autos von 2026 und 2027 lässt sich aufgrund des stabilen Reglements ohnehin mehr übernehmen, als viele vermuten würden. Das Chassis spiele für die Aerodynamikplattform inzwischen eine etwas andere Rolle als noch vor einigen Jahren. “Es steckt einiges an Modularität darin”, erklärt Vowles. Damit will Williams verhindern, dass die Arbeit an der B-Version nach wenigen Rennen bereits wieder wertlos wird. Stattdessen soll das Projekt direkt in das Auto für 2027 übergehen. Piers Thynne soll Williams schneller machen Parallel zum technischen Umbau treibt Williams auch den personellen Wandel weiter voran. Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei Piers Thynne, der nach mehreren erfolgreichen Jahren bei McLaren nach Grove gewechselt ist. Vowles schwärmt vom Neuzugang. “Piers ist fantastisch. Er weiß, wie ein Weltmeisterteam aussieht.”
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Thynne war an zwei Konstrukteurs-Weltmeisterschaften mit McLaren beteiligt und bringt Erfahrung aus dem gesamten Entwicklungsprozess mit – von der ersten Fahrzeugidee bis zur fertigen Produktion. Offiziell verantwortet er die Produktion als eine Art COO des Formel-1-Teams. Tatsächlich sei seine Aufgabe aber deutlich größer. “Er hilft uns dabei, unsere Prozesse deutlich schneller zu machen.” Williams modernisiert jahrzehntealte Strukturen Für Vowles ist genau das der eigentliche Schlüssel zur Zukunft. Das Budgetlimit habe zwar für mehr Chancengleichheit gesorgt, gleichzeitig aber jahrzehntelange Unterinvestitionen bei kleineren Teams sichtbar gemacht. “Wir sind hinterher, daran gibt es keinen Zweifel”, sagt der Williams-Teamchef.
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Deshalb gehe es nicht nur um ein neues Auto, sondern um neue Abläufe, Systeme und Strukturen innerhalb der gesamten Organisation. Thynne soll diesen Wandel beschleunigen und Williams zu einer moderneren Entwicklungsorganisation machen.
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