Wolff verblüfft von Antonelli: “Wir waren selbst überrascht”
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Kimi Antonelli hat beim Grand Prix von Monaco ein weiteres Ausrufezeichen im Formel-1-Titelkampf gesetzt. Besonders beeindruckt zeigte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff von der Geschwindigkeit seines Schützlings im Rennen. circuitpics.de Toto Wolff feierte mit Kimi Antonelli gemeinsam auf dem Podest
Vor dem Safety-Car-Einsatz nach dem Unfall von Lance Stroll hatte Antonelli auf dem ikonischen Stadtkurs bereits einen Vorsprung von rund 30 Sekunden herausgefahren. “Wir waren selbst überrascht von diesem Tempo”, gesteht Wolff. “Die Rundenzeiten, die er gefahren ist, lagen zwei Sekunden vor den McLaren und deutlich mehr als eine Sekunde vor Ferrari. Und das Runde für Runde wie ein Uhrwerk.”
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“Warum das auf einer Strecke möglich war, die wir vor dem Wochenende eigentlich nicht als unsere Stärke angesehen hätten, weiß ich nicht.” Denn Mercedes war vor dem Wochenende davon ausgegangen, insbesondere von Ferrari auf den engen Straßen von Monaco stark unter Druck gesetzt zu werden. Doch die Konkurrenz konnte Antonelli weder im Qualifying noch Rennen ernsthaft gefährden. Cool bei spätem Restart: Wer soll Kimi Antonelli aufhalten? | Rennen F1 Monte Carlo 2026 Video wird geladen…
Der Mercedes-Pilot gewann nicht nur sein fünftes Rennen in Folge, sondern sicherte sich erstmals in seiner Karriere einen Grand Slam. Von der Pole gestartet, führte der Italiener jede einzelne Runde an und fuhr zudem die schnellste Rennrunde des Rennens. In der Fahrerwertung baute er seinen Vorsprung auf 66 Punkte aus. Gleichzeitig stellte er einen neuen Rekord auf: Mit 19 Jahren, neun Monaten und 13 Tagen ist Antonelli nun der jüngste Fahrer der Formel-1-Geschichte, dem ein Grand Slam gelang. Den bisherigen Bestwert von Max Verstappen unterbot er um fast vier Jahre. Qualifying-Runde sorgt für Staunen Für Wolff kam die Dominanz seines Fahrers im Rennen zwar überraschend, die starke Form hatte sich jedoch bereits im Qualifying angedeutet. Dort sicherte sich Antonelli seine vierte Poleposition in der Formel 1. Gerade in Monaco eine besondere Leistung. “Hier muss man noch mehr als auf vielen anderen Strecken vollkommen mit dem Auto verschmelzen und absolut im Flow sein”, weiß der Mercedes-Teamchef und ergänzt: “Deshalb ist es auf Georges Seite auch so schwierig: Wenn man dieses Vertrauen verliert, ist es hier sehr schwer, schnell zu sein.” “Bei Kimi haben wir schon im Q2 gesehen, dass er sehr stark war. Als wir dann ins letzte Qualifying-Segment gingen, dachte ich: Das wird unmöglich.” Vor allem die Runden von Charles Leclerc und Max Verstappen hatten Eindruck hinterlassen.
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“Als ich Charles Leclerc durch die Schwimmbad-Passage fliegen sah, war das das Schnellste, was ich dort je von einem Auto gesehen habe – am absoluten Limit und querstehend. Und dann hat Max Verstappen das sogar noch übertroffen”, staunt Wolff. Doch Antonelli legte in den entscheidenden Momenten noch einmal nach: “Wir haben Kimis Runde verfolgt, wir hatten die Live-GPS-Daten, und es sah so aus, als würde er es nicht schaffen. Doch dann machte er plötzlich in den letzten beiden Kurven den Unterschied, holte sich die Poleposition und als wir uns später die Onboard-Aufnahmen ansahen, war das einfach unglaublich. Diese Runde war unglaublich.” Russell gerät ins Hintertreffen Mit dem Sieg in Monaco festigte Antonelli seine Position an der Spitze der WM. Gegenüber Teamkollege George Russell beträgt sein Vorsprung sogar 68 Zähler.
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Dabei galt Russell vor Saisonbeginn als der wahrscheinlich stärkste interne Herausforderer im Titelkampf. In den vergangenen Wochen wurde der Brite jedoch mehrfach vom Pech verfolgt. In Monaco war ihn eine Durchfahrtsstrafe zurück, nachdem sein Team eine zuvor verhängte Strafe nicht ordnungsgemäß abgesessen hatte. Trotz des inzwischen deutlichen Rückstands glaubt Wolff weiterhin an Russells Qualitäten. “Manchmal ist das Glück auf deiner Seite, manchmal eben nicht”, weiß der Mercedes-Teamchef. “Es hat nichts damit zu tun, dass man plötzlich nicht mehr fahren kann. Es geht darum, ein Auto zu haben, mit dem man sich wohlfühlt und dem man vertraut, sodass man schnell sein kann. Das ist die Realität.” Wolff betont zudem, dass die Leistungsschwankungen nicht auf fahrerische Defizite zurückzuführen seien. “In der Formel 1 geht es um Physik, nicht um Mystik.”
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“Man verlernt nicht plötzlich das Autofahren, und man wird auch nicht über Nacht zu einem Wunderfahrer. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen um seine Leistungen, denn wir wissen, dass er einer der Besten ist”, stärkt er Russell den Rücken.
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