Williams-Fahrer frustriert: “Kann eigentlich gar nicht fahren”
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Williams hat beim Ungarn-Grand-Prix ein enttäuschendes Rennwochenende erlebt. Carlos Sainz und Alexander Albon blieben chancenlos im Kampf um die Punkteränge. Während Carlos Sainz erhielt nach einer Kollision mit Oscar Piastri eine Zeitstrafe und Albon verwies auf die grundlegenden Schwächen des FW48, die auf dem Hungaroring besonders deutlich zum Vorschein kamen. circuitpics.de Alexander Albon “vom Winde verweht” in Ungarn
Sainz war nach eigener Einschätzung zunächst auf einem guten Weg. Der Spanier hielt Anschluss an die Haas-Piloten und konnte sogar einen von ihnen per Undercut überholen: “Ich hatte bis zur Berührung mit Oscar ein wirklich gutes Rennen. Wir konnten mit den Haas mithalten und einen sogar per Undercut überholen. Wir haben mit beiden Haas gekämpft, obwohl sie gestern noch eine halbe Sekunde schneller waren”. Die Kollision mit Piastri markierte jedoch den Wendepunkt seines Rennens. “Danach kam die Fünf-Sekunden-Strafe und am Ende noch ein aus meiner Sicht unnötiger Boxenstopp. Wir lagen vor Bearman und Alex, nur um anschließend hinter ihnen wieder auf die Strecke zu kommen und als 18. ins Ziel zu fahren. Ich muss erst verstehen, warum wir diese Entscheidung getroffen haben, denn sie wirkt etwas seltsam”, so der Spanier direkt nach dem Rennen.
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Trotz der Strafe kann Sainz jedoch auch Positives aus Ungarn mitnehmen: “Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt ein gutes Rennen. Selbst mit der Fünf-Sekunden-Strafe lagen wir noch vor Bearman und unser Renntempo war ordentlich. Trotzdem sind wir noch weit von dem entfernt, wo wir sein wollen.” Kollision mit Piastri sorgt für Frust In seiner offiziellen Teammitteilung erklärt Sainz, dass diese Situation durch fehlende Informationen über blaue Flaggen zusätzlich erschwert worden war. Sutton Images Sainz im direkten Schlagabtausch mit Oliver Bearman
“Ich hatte heute ein starkes Rennen und konnte mit den Haas kämpfen, obwohl sie gestern noch eine halbe Sekunde schneller waren. Während des gesamten Rennens gab es Probleme bei den Informationen zu den blauen Flaggen. Im Duell mit Fernando tauchte Oscar plötzlich in meinem toten Winkel auf und leider kam es zur Berührung.” Die anschließende Strafe sowie ein Double Stack während der virtuellen Safety-Car-Phase kosteten ihn weitere Positionen. Mit Blick auf die bisherige Saison zeigt sich Sainz dennoch zufrieden mit seiner eigenen Leistung: “Ich bin glücklich mit der Konstanz und dem Tempo, das ich trotz unserer Schwierigkeiten jedes Wochenende aus dem Auto heraushole. Für die zweite Saisonhälfte wartet allerdings noch viel Arbeit auf uns.” Albon: “Ich kann das Auto kaum fahren” Auch Teamkollege Albon spricht nach dem Rennen offen über die Probleme des Williams. Vor allem die wechselnden Windverhältnisse hätten das Fahren extrem schwierig gemacht. “Das zieht sich schon durch das ganze Wochenende. Das Auto reagiert extrem auf den Wind. Ehrlich gesagt ist es frustrierend, weil ich das Auto kaum richtig fahren kann. Das Team bekommt nicht das Maximum von mir, weil ich so viel unter dem Limit bleiben muss.”
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Der Thailänder beschreibt ein sehr schmales Arbeitsfenster. Nur wenige Runden habe er überhaupt einen Rhythmus gefunden: “Es gab vielleicht sechs Runden im Rennen, in denen sich der Wind beruhigt hat und ich endlich einen Rhythmus gefunden habe. Dann frischte der Wind wieder auf und alles begann von vorn. Es fühlt sich an, als würde man Fehler machen, dabei bremst man an denselben Punkten und macht dieselben Dinge. Es fehlt einfach die Konstanz.” Hoffnung auf Besserung erst 2026 Auf die geplanten Weiterentwicklungen angesprochen, dämpft Albon die Erwartungen. Zwar kenne Williams die Schwächen des Autos, kurzfristig seien diese aber kaum zu beheben: “Wir kennen die Schwächen des Autos und wissen, in welche Richtung wir arbeiten müssen. Die Arbeit im Werk ist der größte Einsatz, den ich in meiner Zeit bei Williams erlebt habe, um diese grundlegenden Probleme des Autos zu beseitigen.”
Dass das geplante Update in Baku bereits die Wende bringt, glaubt er allerdings nicht. “Ich bezweifle, dass die Probleme bis Baku gelöst sein werden. Viele dieser Entwicklungen wurden schon vor langer Zeit geplant. Ein großer Teil unserer Arbeit fließt inzwischen bereits in das Auto für das nächste Jahr. Wir müssen sicherstellen, dass der nächste Williams diese Eigenschaften nicht mehr hat.”
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Auch den Rückstand auf die Konkurrenz bewertet Albon als besorgniserregend: “Alles, was dieses Wochenende passiert ist, habe ich erwartet. Ich hätte nur nicht gedacht, dass uns so viel Rundenzeit fehlt. Selbst auf Haas waren es an diesem Wochenende etwa eine halbe Sekunde. Das sind keine kleinen Unterschiede.” Budapest: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Zugleich lobt er die Fortschritte von Aston Martin: “Man muss Aston Martin Respekt zollen. Ich glaube nicht, dass unser Baku-Update auf dem Niveau dessen sein wird, was sie ans Auto gebracht haben.” Vowles: Auto muss endlich Fortschritte machen Teamchef James Vowles räumt ein, dass Williams bereits vor dem Wochenende mit einem schwierigen Auftritt gerechnet hatte.
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“Wir wussten, dass diese Strecke all unsere Schwächen offenlegen würde. Da wir viele Entwicklungen auf den Winter und Baku ausgerichtet haben, war klar, dass wir gegenüber der Konkurrenz zurückfallen würden. Trotzdem macht das den heutigen Tag nicht leichter. Es ist frustrierend zu sehen, dass unsere Autos mit der Balance kämpfen und nicht schnell genug sind.” Zugleich nimmt Vowles sein Team bei der Kollision von Sainz mit Piastri in die Verantwortung. “Bei Carlos hätten wir einen besseren Job machen müssen, ihn vor Piastri zu warnen. Wir wollen niemals in den Kampf an der Spitze eingreifen und müssen sicherstellen, dass uns das künftig nicht mehr passiert.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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Positives findet aber auch der Teamchef. Er hebt die Boxenstopps hervor, da Williams den bisher schnellsten Reifenwechsel der Saison zu verantworten hat. Zudem verweist er auf die Fortschritte bei Kommunikation, Aerodynamik und Strategie. Entscheidend sei nun jedoch, dass sich diese Entwicklung endlich auch in der Performance des Autos auf der Strecke widerspiegelt.
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