Alessandro Zanardi im Alter von 59 Jahren verstorben
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Die Motorsportwelt trauert um Alessandro “Alex” Zanardi. Wie seine Familie über die sozialen Kanäle seines Projekts Obiettivo3 am heutigen Tag bestätigte, ist der ehemalige Formel-1-Pilot, CART-Champion und mehrmalige Paralympics-Sieger am 1. Mai im Alter von 59 Jahren verstorben. Der Tod erfolgte knapp sechs Jahre nach seinem schweren Unfall mit dem Handbike in der Toskana. Marco Piraccini/Archivio Marco Piraccini/Mondadori via Getty Ima Alessandro Zanardi ist im Atler von 59 Jahren verstorben
“Mit tiefer Trauer gibt die Familie das Ableben von Alessandro Zanardi bekannt, das sich gestern Abend, am 1. Mai, plötzlich ereignet hat”, heißt es in der offiziellen Mitteilung der Familie. “Alex ist friedlich im Kreise seiner Lieben eingeschlafen. Die Familie dankt allen, die in dieser Zeit ihre Unterstützung zeigen, und bittet um Respekt für ihre Trauer und Privatsphäre. Details zur Beisetzung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.” Zanardi wurde 1966 in Bologna geboren und wuchs in Castel Maggiore auf. Seine Karriere folgte dem klassischen Weg über den Kartsport, in den er mit 14 Jahren einstieg. Nach Erfolgen in der italienischen Formel 3 und der Formel 3000 gab er 1991 beim Großen Preis von Spanien sein Debüt in der Formel 1 für Jordan und belegte den neunten Platz. In den folgenden Jahren startete er zudem für Minardi sowie Lotus. Die Zäsur am Lausitzring 2001 Seinen endgültigen Status als internationaler Superstar zementierte er jedoch in den Vereinigten Staaten. Ab 1995 trat er für das Team von Chip Ganassi in der CART-Serie an. Mit zwei Meistertiteln und seinem unverwechselbaren Fahrstil wurde er zum Publikumsliebling in Amerika.
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Am 15. September 2001 änderte sich Zanardis Leben grundlegend. Bei einem Rennen auf dem Lausitzring verlor er beim Verlassen der Boxengasse die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug von Alex Tagliani konnte nicht mehr ausweichen und traf Zanardis Boliden seitlich. Zanardi verlor bei dem Aufprall beide Beine und schwebte aufgrund des massiven Blutverlusts in Lebensgefahr. BMW Im Handbike erzielte Alessandro Zanardi zahlreiche Erfolge
Trotz einer Nottaufe durch den IndyCar-Geistlichen im Berliner Krankenhaus kämpfte sich Zanardi zurück. Nach 15 Operationen und sechs Wochen im Krankenhaus begann er seine Rehabilitation. Seinen Humor verlor er dabei nie. Bei der Verleihung der “Caschi d’Oro” von Autosprint, als er nur wenige Wochen nach dem Unfall aus seinem Rollstuhl aufstand, scherzte er auf der Bühne: “Ich war schon lange nicht mehr so emotional. Ich bin so bewegt, dass meine Beine zittern.” Zweite Karriere und der Unfall in der Toskana Zanardi kehrte nicht nur in den Motorsport zurück, wo er unter anderem in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) für BMW startete, sondern begann eine zweite Weltkarriere im Handbike. Er gewann die Marathons von New York und Rom sowie insgesamt vier Goldmedaillen bei den Paralympischen Spielen in London und Rio de Janeiro. Am 19. Juni 2020 ereignete sich jedoch ein weiterer schwerer Schicksalsschlag. Während einer Etappe des Staffelrennens “Obiettivo 3” in der Toskana verlor Zanardi die Kontrolle über sein Handbike und kollidierte mit einem entgegenkommenden Lkw. Nach zahlreichen Operationen in Siena und Padua sowie Aufenthalten in Rehabilitationseinrichtungen in Ravenna kehrte er im September 2022 dauerhaft nach Hause zurück. Seitdem wurde es still um seinen Gesundheitszustand, bis nun die Nachricht von seinem Ableben die Sportwelt erschütterte.
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Alex Zanardi hinterlässt ein Erbe, das weit über den Sport hinausgeht. Er galt als Sinnbild für Resilienz und Lebensfreude, der durch seine Taten und seinen unerschütterlichen Mut Menschen weltweit inspirierte.
Formel1.de
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