Ayao Komatsu: Lieber rote Flagge statt Rennende hinter dem Safety-Car
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Sollte die Formel 1 auf ein Rennende hinter dem Safety-Car verzichten und stattdessen durch eine rote Flagge dafür sorgen, dass die Fans ein spannendes Finale erhalten? Dieser Ansicht ist zumindest Haas-Teamchef Ayao Komatsu, der ein neutralisiertes Rennende wie in Silverstone vor zwei Wochen unbefriedigend findet. LAT Images Ein Rennende hinter dem Safety-Car kann für Fans frustrierend sein
In Großbritannien war nach einem Abflug von Max Verstappen kurz vor Schluss das Safety-Car auf die Strecke geschickt worden. Ferrari hatte Lewis Hamilton für frische Reifen an die Box geholt, Mercedes George Russell hinter ihm aber draußen gelassen, sodass dieser an Hamilton vorbei auf Rang zwei kam. Weil das Rennen nicht noch einmal freigegeben wurde, kam Russell schließlich vor Hamilton ins Ziel. Den Fans wurde durch die Neutralisation aber eine unterhaltsame Schlussphase verwehrt, was Komatsu schade findet.
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Seiner Meinung nach wäre eine Rennunterbrechung die sinnvollere Variante. “Zumindest hätten wir noch ein Rennen über drei oder vier Runden haben können. Das ist weitaus besser, als hinter dem Safety-Car ins Ziel zu fahren”, sagt der Japaner vor dem Formel-1-Rennen in Belgien. Sieg für die Seele: Leclerc kontert Häme und Kritik I Rennen F1 Silverstone 2026 Video wird geladen…
Ein weiteres Problem in Silverstone: Weil sich erst noch Fahrer zurückrunden mussten, konnte das Rennen nicht rechtzeitig freigegeben werden. “Das dauert meiner Meinung nach viel zu lange”, kritisiert Komatsu diesen Vorgang, der auch beim kontroversen Finale 2021 in Abu Dhabi im Mittelpunkt stand, als Rennleiter Michael Masi das Rennen direkt wieder freigab. Er hätte sich gewünscht, wenn man auf das Zurückrunden verzichtet hätte. “Wenn man das Safety-Car zu diesem Zeitpunkt nutzt, um die Autos sich zurückrunden zu lassen, verliert man garantiert noch ein oder zwei Runden”, sagt er. “Also ich weiß nicht.” “Ich behaupte nicht, dass ich recht habe. Aber ich persönlich denke, wenn wir in dieser Situation in Silverstone sofort nach dem Vorfall die rote Flagge gezeigt hätten, hätten die Zuschauer zumindest vielleicht zwei Runden – ich weiß es nicht mehr genau – oder ein paar Runden echtes Rennen gehabt”, so der Haas-Teamchef. Im Grunde würde das bedeuten, dass man ab einer gewissen verbleibenden Rundenzahl automatisch eine rote Flagge statt des Safety-Cars herausholen müsste. Die Frage dürfte dann sein: Wo zieht man die Grenze? “Normalerweise startet man das Rennen nicht mehr neu, wenn nur noch vier Runden verbleiben. Selbst fünf Runden sind, sagen wir mal, ziemlich grenzwertig”, meint Komatsu und findet, dass man bei dieser Frage in der Schlussphase Pro und Contra abwägen müsste: “Was ist der Nachteil, wenn wir statt des Safety-Cars die rote Flagge zeigen?” Diese Rennen wurden in der Formel 1 hinter dem Safety-Car beendet
Der Nachteil wäre wohl, dass es bei einem Neustart Gewinner und Verlierer geben würde, die es im Normalfall nicht gegeben hätte. Auf der anderen Seite dürfen aber alle Piloten bei einer roten Flagge die Reifen wechseln, was wiederum für einen Ausgleich sorgt.
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Komatsu betont, dass es so auch eine der kontroversesten Situationen der vergangenen Jahre nicht gegeben hätte: eben Abu Dhabi 2021. “Denn wenn man die rote Flagge zeigt, würden alle die Reifen wechseln.” Heißt: Lewis Hamilton wäre nicht auf alten Reifen wehrlos gegen Max Verstappen gewesen, sondern hätte die gleichen Reifen gehabt. Meistgelesen in unserem Netzwerk Belgien GP
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“Das ist also wahrscheinlich ein fairer Weg. Und man bietet den Zuschauern Rennsport”, sagt Komatsu.
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