Hülkenberg dämpft Hoffnungen: Audi in Spa wohl “etwas weiter weg”

Hülkenberg dämpft Hoffnungen: Audi in Spa wohl “etwas weiter weg”

 

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Für Audi verlief der Trainingsfreitag beim Großen Preis von Belgien durchaus produktiv – dennoch geht Nico Hülkenberg mit gedämpften Erwartungen in den weiteren Verlauf des Wochenendes. Der Deutsche sieht sein Team auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Spa-Francorchamps derzeit etwas weiter von den Top 10 entfernt als zuletzt.  LAT Images Nico Hülkenberg in der Audi-Box in Belgien

Zudem erhielt er eine Verwarnung der Rennkommissare wegen eines Verstoßes unter Doppel-Gelb. Obwohl sich die nackten Zeitenlisten nicht unbedingt vielversprechend lesen, sieht Hülkenberg durchaus Potenzial im R26. Im Fokus des ersten Trainingstages standen vor allem verschiedene Abstimmungsvarianten, aus denen das Team nun die richtigen Schlüsse ziehen muss. “Es war ein interessanter Tag”, fasst Hülkenberg zusammen. “Wir haben mit beiden Autos unterschiedliche Dinge ausprobiert und die Programme zwischen den Sessions deutlich aufgeteilt. Daraus haben wir einige interessante Erkenntnisse gewonnen, die wir jetzt über Nacht auswerten müssen.” Audi testet unterschiedliche Set-ups Wie das Team bestätigt, verfolgten Hülkenberg und Teamkollege Gabriel Bortoleto im ersten und zweiten Freien Training unterschiedliche Testprogramme. Dabei wurden verschiedene Aerodynamik-Konfigurationen und Reifenmischungen ausprobiert, um möglichst viele Daten für das weitere Wochenende zu sammeln.
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Hülkenberg belegte dabei Rang zwölf im ersten Training und fiel im zweiten auf Platz 17 zurück. Bortoleto überzeugte dagegen mit den Positionen zehn und 13. Für den Deutschen spiegeln die Platzierungen allerdings nur bedingt die tatsächliche Leistungsfähigkeit wider. “Jetzt müssen wir alles analysieren und für morgen das bestmögliche Auto auf die Strecke bringen.” Besonders Spa stelle die Ingenieure traditionell vor einen schwierigen Kompromiss. “Sektor 1 und Sektor 3 sind klassische Topspeed-Sektoren, während Sektor 2 vor allem Grip verlangt.” Genau dieser Balanceakt mache das Wochenende für Audi schwieriger als zuletzt. “Ich denke, dass es dieses Wochenende etwas anspruchsvoller wird. Die Top 10 sind wahrscheinlich ein Stück weiter entfernt als bei den vergangenen Rennen.” Hülkenberg: “Es wird morgen ein Stretch” Trotz der eher vorsichtigen Einschätzung will Hülkenberg die Hoffnung auf ein gutes Qualifying nicht aufgeben. Ein Teil der Rückstände sei schließlich auch darauf zurückzuführen, dass Audi bewusst unterschiedliche Abstimmungsrichtungen getestet habe. “Teilweise ja”, antwortet er auf die Frage, ob die Platzierungen die tatsächliche Konkurrenzfähigkeit widerspiegeln. “Wir haben heute eben noch experimentiert und verschiedene Dinge ausprobiert.” Verstappen vor Red Bull-Aus? Diese Teams kommen 2027 infrage! Video wird geladen… Max Verstappen und Red Bull stehen in der Formel 1 vor einer entscheidenden Zukunftsfrage. Wie geht es 2027 weiter?

Gerade dafür seien Freitage schließlich da. “Freitag ist ein Lerntag. Wir haben einige interessante Dinge herausgefunden, die wir jetzt über Nacht verarbeiten müssen.” Der 38-Jährige sieht deshalb durchaus Positives. “Es ist nicht alles schlecht.”
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Dennoch erwartet er am Samstag eine schwierige Aufgabe. “Es wird morgen definitiv ein Stretch.” Große Experimente soll es allerdings nicht mehr geben. “Nein, eigentlich nicht. Dafür war heute da. Jetzt wird es ernster.” Audi lobt produktiven Trainingsfreitag Auch das Team zog trotz der Platzierungen ein positives Zwischenfazit. Der erste Trainingstag sei vor allem dem Sammeln möglichst vieler Informationen gewidmet gewesen, nachdem die neue Fahrzeuggeneration erstmals in Spa-Francorchamps unterwegs war.
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Die wechselhaften Bedingungen hätten das Programm zusätzlich erschwert, dennoch konnten beide Fahrer ihre geplanten Testprogramme ohne Unterbrechungen absolvieren. Mit der umfangreichen Datensammlung richtet sich der Fokus nun vollständig auf die Analyse über Nacht, um das Auto für Qualifying und Rennen optimal abzustimmen. Auch Gabriel Bortoleto zeigte sich mit dem Freitag zufrieden. “Es war ein normaler, produktiver Freitag. Wir haben in beiden Trainings viele Daten gesammelt.” Der Brasilianer sieht allerdings ebenfalls noch Verbesserungspotenzial. “Es gibt noch viel zu lernen und noch einiges zu verbessern. Heute Abend werden wir alle Daten durchgehen und herausfinden, wo wir noch Performance finden können, damit sowohl das Auto als auch ich morgen im Qualifying in der bestmöglichen Ausgangslage sind.” Verwarnung nach Doppel-Gelb Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte allerdings eine Entscheidung der Rennkommissare gegen Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot erhielt nach dem ersten Freien Training eine Verwarnung, weil er in einem Doppel-Gelb-Sektor nicht ausreichend Geschwindigkeit reduziert hatte.
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Die Untersuchung ergab allerdings, dass die Doppel-Gelb-Phase erst aktiviert wurde, nachdem Hülkenberg bereits in den betreffenden Streckenabschnitt eingefahren und das havarierte Auto bereits passiert hatte. Der Deutsche erklärte gegenüber den Stewards, weder gelbe Flaggen noch die entsprechenden Leuchttafeln gesehen zu haben. Erst als auf seinem Lenkrad eine Warnanzeige erschien und anschließend das grüne Signal am Ende des Sektors sichtbar wurde, habe er erkannt, dass sich die Strecke zumindest unter Gelb befand.
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Daraufhin nahm Hülkenberg zwar das Gas zurück, doch nach Ansicht der Rennkommissare genügte diese Reaktion nicht den Anforderungen, die in einem Doppel-Gelb-Sektor gelten. Meistgelesen in unserem Netzwerk Belgien GP
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Gleichzeitig erkannten die Stewards die außergewöhnlichen Umstände an. Aufgrund der schnellen Richtungswechsel in den Kurven fünf und sechs habe Hülkenberg nur sehr wenig Zeit gehabt, die blinkende Warnanzeige auf seinem Lenkrad – sie kennzeichnet Doppel-Gelb – korrekt zu identifizieren.

 
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