Barcelona als Schlüsselrennen: Ist Antonelli jetzt “die klare Nummer 1”?

Barcelona als Schlüsselrennen: Ist Antonelli jetzt “die klare Nummer 1”?

 

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Das Formel-1-Rennen in Barcelona 2016 war ein Schlüsselereignis im damaligen WM-Duell zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Exakt zehn Jahre später könnte der Grand Prix in Spanien erneut eine entscheidende Rolle im WM-Kampf zwischen zwei Mercedes-Piloten gespielt haben.  LAT Images Kimi Antonelli war auch in Barcelona wieder schneller als George Russell

Zumindest erklärt Experte Ralf Schumacher, dass das Rennen am Sonntag der Moment gewesen sein könnte, in dem sich Kimi Antonelli endgültig als interne Nummer 1 bei den Silberpfeilen etabliert hat. Denn der Italiener war auch in Barcelona wieder schneller als Teamkollege George Russell. Antonelli, der im Qualifying noch drei Zehntel hinter Russell gelandet war, habe am Sonntag “wieder mal gezeigt, dass er der Schnellere ist”, so Schumacher bei Sky. Und der sechsmalige Grand-Prix-Sieger glaubt, dass diese Niederlage für Russell Folgen haben wird.
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Zwar sah Antonelli die Zielflagge wegen eines Defekts am Ende nicht, kurz zuvor hatte er Russell allerdings auf der Strecke überholt. Teamchef Toto Wolff deutete später an, dass Mercedes vielleicht direkt eine Stallorder pro Antonelli hätte aussprechen sollen. Ab sofort “Vorfahrt” für Antonelli bei Mercedes? Stattdessen habe man durch mehrere interne Duelle auf der Strecke “wahrscheinlich fünf oder sechs Sekunden verloren”, so Wolff. So kam Rennsieger Lewis Hamilton nach seinem Stopp unter dem virtuellen Safety-Car vor den beiden Mercedes-Fahrern wieder auf die Strecke. In Zukunft müsse man daher “vielleicht manchmal den Schnelleren ziehen lassen”, so Wolff. Für Schumacher steht nach dieser Aussage fest, dass Antonelli ab sofort intern “die Vorfahrt bekommen” wird. “Und das wird eine bittere Pille für George”, betont der Experte. Lewis Hamilton hätte auch ohne VSC gewonnen! Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Barcelona-Catalunya analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.

Antonelli sei bei Mercedes jetzt “die klare Nummer 1, daran gibt es nichts zu rütteln”, so Schumacher, der vermutet: “George Russell muss sich jetzt unterordnen.” Denn in der Weltmeisterschaft ist Lewis Hamilton inzwischen bis auf 41 Punkte an Antonelli herangerückt. Sollte Ferrari tatsächlich noch in den WM-Kampf eingreifen, muss sich Mercedes dann also irgendwann auf einen Fahrer festlegen? Laut Schumacher spricht zumindest alles dafür, dass Antonelli Russell bei den Silberpfeilen intern inzwischen klar den Rang abgelaufen hat. Für den Briten sei es eine “Klatsche” gewesen, “zum Schluss überholt zu werden”, so Schumacher, der prophezeit: “Das wird ihn auch innerlich brechen.” Denn nach dem Qualifying und der Poleposition hatte Russell noch erklärt: “Ich fühlte mich wieder wie mein altes Ich.” Antonelli auch in Barcelona wieder schneller als Russell Am Sonntag kippte das Kräfteverhältnis dann aber wieder in Richtung Antonelli. “Und die Erkenntnis war wichtiger als heute anzukommen”, betont Schumacher. Denn durch Antonellis Ausfall holte Russell in der WM zwar 18 Punkte auf seinen Teamkollegen auf.
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Laut Schumacher spielt das aber keine große Rolle. Wichtiger sei, dass der 19-Jährige erneut “deutlich schneller” als Russell gewesen sei. “Man hat das Rennen verloren, weil man auf George Rücksicht genommen hat”, ist sich Schumacher sicher. Barcelona: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Das sieht auch Ex-Mercedes-Pilot Nico Rosberg so. “Mercedes hat zu viel Rücksicht auf George genommen”, sagt der Weltmeister von 2016 bei Sky und erklärt, dass es auch zu seiner Zeit schon so gewesen sei, dass der Sieg für das Team immer an oberster Stelle gestanden habe.
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“Das ist eine ganz klare Regel, egal in welcher Rennsituation”, betont er und erklärt aus eigener Erfahrung: “Wenn das Team riskiert, den Sieg zu verlieren, dann muss man zusammen für den Sieg fahren. Das war auch in unserer Zeit so.” “Das hätte eigentlich Mercedes heute früher machen können und sollen”, kritisiert Rosberg in diesem Zusammenhang. Oder anders gesagt: Russell hätte direkt Platz für Antonelli machen sollen. “Aber nachher ist man immer schlauer”, weiß Rosberg. Rosberg bremst: Antonelli noch nicht die Nummer 1 Anders als Schumacher findet er es aber noch “zu früh”, Antonelli jetzt bereits zur Nummer 1 zu erklären. “So weit sind wir noch nicht. Kimi ist halt schneller”, erklärt Rosberg. Doch grundsätzlich gebe es bei Mercedes “keine Nummer 1 oder Nummer 2”, betont er.
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Trotzdem weiß auch Rosberg, dass die Luft für Russell langsam dünn wird. “Für mich ist [der Sonntag] schon immer ein bisschen die Schwäche von George gewesen. Im Qualifying kann er so gut wie jeder sein – so gut wie ein Verstappen, egal wer”, so Rosberg. Im Rennen dagegen sei er sich nicht sicher, “ob da nicht ein bisschen was fehlt”, grübelt er. “Und Kimi scheint sehr stark zu sein im Rennen. Müssen wir jetzt schauen, wie sich das entwickelt dieses Jahr”, so Rosberg, für den Antonelli in Barcelona “einfach stärker” war. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Und das ist natürlich für George ein Riesenrückschlag wieder gewesen am Ende des Rennens”, weiß auch er.

 
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