Bodenwellen in Austin: Situation gerät “außer Kontrolle” laut Verstappen
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Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat vor dem Grand Prix der USA 2026 in Austin (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) die vielen Bodenwellen am Circuit of The Americas kritisiert und die Situation als “inakzeptabel” beschrieben. Getty Images (bearbeitet) Fotomontage: Max Verstappen vor einem abgeschliffenen Bodenwellen-Abschnitt in Austin
Verstappen sagte: “Diese Bodenwellen sind nicht normal. Es ist wirklich schlimm. Wir weisen schon seit Jahren darauf hin, dass die Situation langsam außer Kontrolle gerät.” Das liegt nicht etwa an Untätigkeit seitens der Streckenbetreiber: Der Circuit of The Americas wurde erst 2024 komplett neu asphaltiert. Seither haben zusätzlich einzelne Abschnitte einen neuen Belag erhalten – für dieses Jahr die Bereiche von Kurve 9 bis Kurve 11 und von Kurve 12 bis Kurve 19.
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Geholfen hat es nur bedingt: “Nach dem, was ich bei der Langstrecken-WM gesehen habe, war die Strecke [immer noch] extrem holprig”, sagte Verstappen. Die Rennserie gastierte erst vor wenigen Wochen in Austin. Deshalb hält sich die Vorfreude von Verstappen in Grenzen: “Ich freue mich ehrlich gesagt nicht gerade darauf.” Er habe nichts gegen den Austragungsort an sich, betonte Verstappen: “Ich liebe diese Strecke, ich liebe diesen Ort. Das Streckenlayout gehört zu den besten überhaupt, und ich würde sagen, dass es auch einer der besten Austragungsorte und eine der besten Städte ist, in denen wir fahren. Aber für mich sind diese Bodenwellen inakzeptabel.” Warum Austin trotz neuem Asphalt so viele Bodenwellen hat Die Streckenbetreiber sind sich über die Problematik im Klaren: Die Ursache für die vielen Bodenwellen liegt im lehmhaltigen Boden, der sich je nach Wetterlage ausdehnt und wieder zusammenzieht. Dadurch entstehen Bodenwellen auf dem Streckenbelag – vor allem in den Bremszonen, wo die Rennautos den Belag besonders strapazieren. Immer wieder wurden daher Teile der Strecke abgeschliffen. “Damit klebt man aber eigentlich nur ein Pflaster auf ein viel größeres Problem”, sagte Verstappen. Er fordert drastischere Maßnahmen: “Man muss die Strecke komplett aufreißen. Das kostet viel Geld und Zeit, aber es ist die einzige Möglichkeit, die Bodenwellen loszuwerden.” Was die FIA für Formel-1-Strecken vorschreibt Zumal der Automobil-Weltverband (FIA) strenge Vorschriften macht, wie WM-Titelverteidiger Lando Norris erklärt: “Wenn man heute eine neue Rennstrecke baut, gibt es Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Die zulässigen Toleranzen sind dabei ziemlich gering.” Bei einer für die Formel 1 erforderlichen Grad-1-Einstufung durch die FIA wird der Belag mit einer vier Meter langen Richtlatte geprüft; dabei gilt eine Toleranz von plus/minus drei Millimetern. Dazu sagte Norris: “Diese Strecke erfüllt die heutigen Vorgaben bei Weitem nicht, aber es ist eben eine alte Strecke und keine neue.” Verstappen berichtet von Belastungen von mehr als 9 g Denn die Belastung für die Formel-1-Fahrer ist enorm: “Es gibt viele Orte, an denen ich vor dem Fahren Kopfschmerztabletten nehmen muss, einfach weil die Strecke so holprig ist und man mit dem Kopf wegen der Bodenwellen ziemlich heftig gegen die Kopfstützen schlägt. Das ist definitiv nicht angenehm. Max hat definitiv recht.”
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Verstappen wurde noch konkreter: 2025 hätten in manchen Streckenbereichen “5 bis 6 g” auf seinen Körper eingewirkt. “Ich hatte aber auch einige Schläge, bei denen die vertikale Belastung meiner Wirbelsäule bei mehr als 9 g lag. Das macht wirklich keinen Spaß. Und je älter man wird, umso mehr denkt man darüber nach. Der untere Bereich meiner Wirbelsäule sieht nicht besonders gut aus.” Formel-1-Quiz
Mit welchem Team wurde Max Verstappen in der Saison 2021 Weltmeister?
Red Bull Osella Manor-Marussia McLaren Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Berufsrisiko? Nur zum Teil, sagte Verstappen. Er erklärte: “Ich weiß, dass das zum Rennsport gehört und dass so etwas Teil des Sports sein kann.”
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“Aber es sind natürlich auch zusätzliche Schäden, die durch die Autos entstanden sind, mit denen wir in den vergangenen Jahren gefahren sind. Und wenn wir es weiterhin für akzeptabel halten, unter solchen Bedingungen zu fahren, dann wird man noch viel stärker darunter leiden.” “Die Leute können natürlich sagen: ‘Ja, aber es gibt andere Sportarten, die dem Körper noch größere Schäden zufügen.’ Das stimmt sicherlich. Aber genau deshalb betreibe ich diese Sportarten nicht. Es ist also wirklich nicht angenehm.” Russell sieht Bodenwellen als Teil des Rennsports Mercedes-Fahrer George Russell bewertet die Bodenwellen etwas anders. Für ihn “gehört [es] einfach zum Rennsport dazu”, dass die Fahrbahn manchmal “holprig” ist.
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Er sagte: “Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Formel-1-Strecken wahrscheinlich alle paar Jahre neu asphaltiert werden müssten, damit die Bedingungen etwas gleichmäßiger sind. Denn inzwischen kommen wir auf Strecken, auf denen sich der Asphalt löst und auseinanderbricht. Das verursacht mehr Probleme, als dass es hilft.” “Wir fahren schließlich kein IndyCar oder Formel-2-Auto, bei denen die Bodenfreiheit relativ groß ist. Unsere Bodenfreiheit beträgt am Ende der Geraden zehn Millimeter, also einen Zentimeter. Deshalb spürt man wirklich jede noch so kleine Bodenwelle.” Hinzu komme die mit der Einführung der 18-Zoll-Räder verkleinerte Reifenflanke. Das habe das Problem verschärft, sagte Russell: “Dadurch ist ein großer Teil der Federwirkung des Reifens verloren gegangen. Der Reifen hat früher wie ein Dämpfer gewirkt, und diese Wirkung haben wir heute gewissermaßen nicht mehr.”
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Doch die Bodenwellen sind geblieben. Und sie stören die Fahrer in Austin mehr denn je.
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