Bottas platzt der Kragen: Rauswurf-Gerüchte sind “kompletter Bullshit”
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Valtteri Bottas hat deutlich auf die zuletzt kursierenden Spekulationen über seine Zukunft bei Cadillac reagiert. Nachdem der Finne nach einem enttäuschenden Saisonstart und insbesondere nach dem Monaco-Wochenende mit angeblichen Ausstiegs- beziehungsweise Rauswurfgerüchten konfrontiert worden war, macht er nun unmissverständlich klar, was er von den entsprechenden Berichten hält. Sutton Images Valtteri Bottas rechnet mit den Medien in Monaco ab
Zwar sei er in seiner langen Formel-1-Karriere bereits mehrfach mit ähnlichen Spekulationen konfrontiert worden, diesmal ärgerte ihn vor allem die Art und Weise, wie die Geschichte entstanden sei. “Das gehört zum Sport. Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit solchen Gerüchten konfrontiert werde”, erklärt Bottas. Allerdings sei es “ein bisschen schade, dass sich jemand einfach kompletten Bullshit ausdenkt”. Der Cadillac-Pilot betont zugleich, dass die Schlagzeilen intern keinerlei Auswirkungen gehabt hätten. Seine Situation innerhalb des Teams sei klar definiert, und die Verantwortlichen würden weiterhin voll hinter ihm stehen.
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“Ich kenne meine Situation, das Team kennt meine Situation. Sie unterstützen mich zu 100 Prozent. Deshalb war es für mich am Ende in Ordnung”, stellt der Finne klar. Klicks statt Fakten? Auf die Frage, welches Motiv hinter den Gerüchten stecken könnte, hat Bottas eine klare Vermutung. Für ihn gehe es dabei vor allem um Aufmerksamkeit. “Schlagzeilen, Klicks – das ist meine Theorie”, sagt er. Die Aussagen lassen erkennen, dass Bottas die Diskussionen zwar wahrgenommen hat, ihnen aber keine größere Bedeutung beimisst. Viel wichtiger dürfte für den 36-Jährigen derzeit die sportliche Situation sein. Denn während Teamkollege Sergio Perez zuletzt regelmäßig das Maximum aus dem Cadillac-Paket herausholte, erlebte Bottas insbesondere in Montreal ein schwieriges Wochenende. Nach dem Kanada-Grand-Prix hatte sich deshalb die Frage gestellt, warum der Leistungsunterschied innerhalb des Teams zeitweise so groß ausfiel. Nun hat Bottas erstmals konkrete Hinweise darauf gegeben, was hinter seinem Rückstand steckte. Video wird geladen…
“Wir haben uns das vergangene Woche noch einmal gemeinsam mit dem Team angeschaut”, berichtet er. Zwar stehe noch eine weitere Nachbesprechung an, doch die Ingenieure hätten bereits mehrere Ursachen identifiziert. “Wir konnten Probleme sowohl auf der Seite der Power-Unit als auch beim Fahrzeugaufbau erkennen”, verrät Bottas. Mehr Details wollte der Finne nicht nennen. Entscheidend sei jedoch, dass man die Ursachen inzwischen nachvollziehen könne. “Wir können die Gründe sehen, und das ist gut.” Probleme am Auto bestätigt Somit macht Bottas deutlich, dass die Schwierigkeiten nicht allein auf seine Fahrweise zurückzuführen gewesen seien. Vielmehr habe es konkrete Probleme an seinem Fahrzeug gegeben.
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Das Team müsse nun weiter daran arbeiten, die Qualität der Abläufe zu verbessern. Dabei gehe es insbesondere um den Zusammenbau des Autos und die Installation verschiedener Komponenten. “Wir müssen weiter an der Qualität arbeiten, daran, wie wir das Auto aufbauen, wie wir alle Teile montieren und solche Dinge”, erklärt er. Auf die direkte Nachfrage, ob die festgestellten Probleme inzwischen behoben seien, zeigt sich Bottas optimistisch. “Ich bin zuversichtlich. Ich denke, wir verstehen jetzt, was schiefgelaufen ist.”
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Noch deutlicher wird seine Antwort, als er gefragt wird, ob sein Fahrzeug in Montreal tatsächlich nicht auf dem gleichen Niveau wie das von Perez funktioniert habe. “Richtig”, bestätigt Bottas knapp. “Ja.” Damit liefert der Finne eine Erklärung für die auffälligen Leistungsunterschiede innerhalb des Teams und entkräftet zumindest teilweise die Kritik an seinen bisherigen Saisonleistungen. Lernprozess bei Cadillac läuft weiter Bottas ordnet die Probleme zugleich in den größeren Kontext eines jungen Teams ein. Cadillac befindet sich in seiner Premierensaison und musste viele Prozesse erstmals unter realen Rennbedingungen etablieren. Nach Aussage des Finnen betrifft das unter anderem verschiedene Simulations- und Abstimmungswerkzeuge, die erst seit wenigen Monaten im Einsatz sind.
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“Beim Testen, in Melbourne und auch später haben wir einige dieser Werkzeuge zum ersten Mal verwendet”, erklärt Bottas. Dazu gehörten Set-up-Tools und verschiedene Prozesse rund um den Fahrzeugaufbau. Vor diesem Hintergrund sei es nicht überraschend, dass die Mannschaft aktuell noch mit gewissen Schwankungen zu kämpfen habe. “Es ist irgendwie zu erwarten, dass uns im Moment noch etwas Konstanz fehlt.” Dicker Rückschlag für Russell: Kostet Kanada-Aus die WM? I Rennen F1 Montreal 2026 Video wird geladen…
Gleichzeitig sieht Bottas klare Fortschritte. Das Team verstehe die Schwachstellen inzwischen deutlich besser und könne gezielt daran arbeiten. “Zumindest für mich haben wir an diesem Wochenende diese Dinge wirklich verstanden, und wir können sie verbessern.” Hoffnung durch neue Upgrades Zusätzlichen Optimismus schöpft Bottas aus den technischen Weiterentwicklungen, die Cadillac in den kommenden Wochen an die Strecke bringen will. Bereits an diesem Wochenende kommt unter anderem ein neuer Heckflügel zum Einsatz. Der Finne hofft, dass die Updates dem Team weitere wichtige Zehntelsekunden bringen können.
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“Natürlich erwarte ich, dass wir an diesem Wochenende in allen Bereichen einen weiteren Schritt machen”, sagt er. Die Entwicklungsrichtung stimmt ihn grundsätzlich positiv. Besonders wichtig sei, dass Cadillac trotz der schwierigen Ausgangslage kontinuierlich neue Teile produziere. “Es ist großartig zu sehen, dass praktisch bei jedem Rennen neue Teile kommen”, erklärt Bottas. Dabei gehe es nicht nur um aerodynamische Komponenten, sondern auch um mechanische Verbesserungen. Gerade angesichts der aktuellen Position im Feld sei dieser Entwicklungsschub dringend notwendig.
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“Im Moment befinden wir uns sehr weit hinten. Da müssen wir rauskommen.” Der Weg dorthin sei klar: bessere Prozesse beim Fahrzeugaufbau, mehr Konstanz im operativen Bereich und ein kontinuierlicher Strom neuer Updates. “Genau das brauchen wir”, betont Bottas. “Deshalb ist es gut zu sehen, dass neue Teile kommen.”
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