Colapinto-Sponsor Mercado Libre kritisiert FIA nach Zandvoort-Strafen

Colapinto-Sponsor Mercado Libre kritisiert FIA nach Zandvoort-Strafen

 

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Franco Colapinto und sein Hauptsponsor Mercado Libre haben die Entscheidungen der FIA-Rennkommissare beim Großen Preis der Niederlande scharf kritisiert. Der Alpine-Pilot kassierte in Zandvoort gleich zwei Strafen und verlor dadurch seine Chancen auf WM-Punkte. Auch Esteban Ocon äußerte Unverständnis über eine Entscheidung der Rennleitung.  Speedpictures Franco Colapinto und sein Sponsor Mercado Libre kritisieren FIA nach Zandvoort-Grand-Prix

Colapinto war bereits in der ersten Runde des Rennens in einer aussichtsreichen Position. Der Argentinier hatte mehrere Konkurrenten überholt, als sich wenige Meter vor ihm der schwere Unfall von Max Verstappen ereignete. Kurz darauf wurden gelbe Flaggen geschwenkt. Während Colapinto gerade dabei war, Yuki Tsunoda zu überholen, nahm er die gelbe Flagge nach eigener Aussage erst sehr spät wahr. Ein Abbremsen mitten auf der nassen und überhöhten Geraden hätte seiner Einschätzung nach eine größere Gefahr dargestellt. Dennoch verhängten die Rennkommissare eine Durchfahrtsstrafe gegen den Alpine-Piloten.
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Später im Rennen erhielt Colapinto eine weitere Strafe von zehn Sekunden wegen eines zweiten Verstoßes während einer Gelbphase. Außerdem wurden ihm drei Strafpunkte aufgebrummt. Damit steht der Argentinier nun bei insgesamt vier Strafpunkten auf seiner Rennlizenz. “Die Durchfahrtsstrafe hat unser gesamtes Rennen beeinträchtigt” “Die Durchfahrtsstrafe hat unser gesamtes Rennen beeinträchtigt. Ich hatte einen sehr guten Start und lag in den Punkten. Es war einfach schwierig”, erklärt Colapinto nach dem Rennen. Der Argentinier schildert die schwierigen Bedingungen während der ersten Runde und verweist auf die nasse Strecke sowie die zahlreichen Gefahren rund um den Unfall von Verstappen. “Es war unter diesen Bedingungen schwierig zu beurteilen. In der ersten Runde kämpfst du, machst einen Überholversuch, alles ist nass und rutschig und auf der überhöhten Strecke fliegen Teile der Autos herum.” Colapinto betont außerdem, dass er die gelbe Flagge erst sehr spät gesehen habe, als er sein Überholmanöver bereits abschloss. Colapinto fordert mehr Flexibilität bei den Regeln “Es war eindeutig gefährlicher, stark zu bremsen und mitten auf der Geraden auf der überhöhten und nassen Strecke wieder zu beschleunigen, während alle ins Rutschen kamen”, sagt der 23-Jährige. Nach Ansicht Colapintos müssten die Regeln in solchen Situationen flexibler angewendet werden. “Ich finde, dass die Regeln zwar geschrieben sind, aber viel flexibler sein sollten. Es sollte auch Kriterien geben, mit denen man beurteilen kann, was sicherer und was unsicherer ist.”
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Der Alpine-Pilot bezieht sich dabei auf die besondere Situation während der ersten Runde. “Wenn jemand im selben Streckenabschnitt 30 km/h langsamer fährt, du ihn überholst und dann eine gelbe Flagge kommt, kannst du nicht viel tun. Es ist sehr schwierig, darauf zu reagieren.” “Sie waren extrem hart” Auch bei der späteren Nachfrage, ob die Rennkommissare die Umstände stärker hätten berücksichtigen müssen, bleibt Colapinto bei seiner Kritik: “Ich finde, dass sie in diesem Fall extrem hart waren. Es ist ihr Job, aber es ist auch ihr Job, ein wenig flexibel zu sein und die Situation zu verstehen.” Vor allem die Durchfahrtsstrafe empfindet der Alpine-Fahrer als unverhältnismäßig. “Für mich und Lindblad war es meiner Meinung nach zu hart, besonders die Durchfahrtsstrafe. Sie zerstört dein Rennen. Es fühlt sich nach zu viel an, aber es ist, wie es ist.” Auch Lindblad kritisiert die Strafe Colapinto blieb nicht der einzige Fahrer, der die Entscheidung kritisierte. Auch Red-Bull-Junior Arvid Lindblad erhielt für einen ähnlichen Vorfall eine Durchfahrtsstrafe und bewertet die Sanktion ebenfalls als zu hart. Zandvoort: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Ich denke, wir können uns alle darauf einigen, dass es ziemlich extrem ist”, sagt Lindblad nach dem Rennen. Nach Ansicht des Nachwuchsfahrers hätten er und sein Team ohne die Strafe um Platz acht kämpfen können.
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Lindblad zeigt sich insbesondere darüber verwundert, wie die Rennkommissare den konkreten Vorfall bewertet hatten. “Wenn ich mir mein Onboard anschaue, frage ich mich, was eigentlich so falsch war. Ich hatte das Gefühl, dass sie heute eher einen Präzedenzfall schaffen wollten, als den konkreten Verstoß und die dafür angemessene Strafe abzuwägen”, erklärt er. Colapinto-Sponsor attackiert die FIA Die Kritik beschränkte sich anschließend nicht auf die Fahrer. Sean Summers, Chief Marketing Officer von Mercado Libre und damit ein hochrangiger Vertreter von Colapintos wichtigstem Sponsor in der Formel 1, äußerte sich ebenfalls deutlich zu den Entscheidungen der Rennkommissare.
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Summers markierte den offiziellen FIA-Account auf X und schreibt: “Die Rennkommissare zerstören die Integrität der Formel 1. In dieser Saison beweisen sie, dass sie schrecklich sind und Rennergebnisse beeinflussen. Inkompetenz? Unehrlichkeit? Beides? In der Kultur dieser Organisation läuft etwas ernsthaft falsch.” Diese ungewöhnlich scharfe Wortwahl sorgt damit auch auf Sponsorenseite für Kritik an den Entscheidungen der Rennkommissare. Mercado Libre unterstützt Colapinto seit 2024 Mercado Libre unterstützt die Formel-1-Karriere von Colapinto bereits seit seinem Williams-Debüt beim Grand Prix von Italien 2024. Das argentinische Unternehmen blieb auch nach seinem Wechsel zu Alpine an der Seite des Fahrers und zählt zu seinen wichtigsten Sponsoren.
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Colapinto musste sich nach den beiden Strafen schließlich mit Platz 14 in Zandvoort begnügen. Zusätzlich zu seiner Durchfahrtsstrafe erhielt er später eine weitere Zeitstrafe von zehn Sekunden wegen eines zweiten Verstoßes unter gelben Flaggen. Außerdem wurden seinem Konto drei weitere Strafpunkte hinzugefügt, womit er nun insgesamt vier Strafpunkte auf seiner Rennlizenz hat. Auch Ocon kritisiert die Entscheidung Unterdessen sorgte in Zandvoort noch eine weitere Entscheidung der Rennleitung für Unverständnis. Esteban Ocon kritisiert die Regelung beim Neustart nach der roten Flagge. Der Haas-Pilot hatte in der ersten Runde Alex Albon überholt, als die Strecke an seiner Position noch grün war. “Was wirklich schade war, ist, dass man all diese Risiken eingehen muss. Du spielst praktisch damit, ob du eine Strafe bekommst oder nicht”, erklärt Ocon. In seinem Fall sei es besonders knapp gewesen, weil er Albon noch unter grünen Flaggen überholt habe. Nach dem Abbruch des Rennens wurde die Reihenfolge für den Neustart anhand einer früheren Zeitnahmeschleife bestimmt, wodurch Albon wieder vor Ocon eingereiht wurde.
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“Ich hätte vor Alex starten müssen, weil das mein Rennen verändert hat”, sagt Ocon. Der Franzose kritisiert vor allem, dass die Formel 1 seiner Meinung nach über deutlich präzisere Möglichkeiten zur Erfassung der Positionen verfügt und merkt deshalb kritisch an: “Wir werden doch nicht glauben, dass es in der Formel 1 keine Zeitnahmeschleifen alle 20 Meter gibt. Das ist wirklich eine sehr altmodische Regel.” Ocon scheidet mit technischem Defekt aus Ocon konnte den Grand Prix in Zandvoort allerdings ohnehin nicht beenden. Nach wenigen Runden sorgte ein Problem an der Antriebseinheit dafür, dass die Hinterräder blockierten, er keine Leistung mehr hatte und seinen Haas abstellen musste. Für den Haas-Piloten war es der erste technische Ausfall der Saison. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Die Entscheidungen der Rennkommissare in Zandvoort dürften nach dem turbulenten Rennen sowohl bei Alpine als auch bei Haas weiter für Diskussionen sorgen.

 
Formel1.de 

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