Daniel Ricciardo: “Ich wünschte, ich wäre bei Red Bull geblieben”
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Der ehemalige Formel-1-Fahrer Daniel Ricciardo hat im Podcast Beyond The Grid über seinen Abschied von Red Bull in der Saison 2018 gesprochen – und darüber, dass er die Situation heute anders bewerten würde als damals. Sutton Daniel Ricciardo als Red-Bull-Fahrer in der Formel-1-Saison 2018
Ricciardo sagte: “In aller Kürze: Ja, ich wünschte, ich wäre geblieben. Will ich unbedingt wissen, was passiert wäre? Die Antwort lautet ja. Wenn man es also Reue oder Neugier oder wie auch immer nennen möchte, dann sage ich: Ja.” Unterm Strich hätte er bei Red Bull “absolut” die besten Chancen auf den Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft gehabt. “Aus dieser Perspektive denke ich mir: ‘Ja, ich hätte liebend gerne gewusst, wie die andere Realität ausgesehen hätte, wenn ich geblieben wäre.’ Ich möchte nicht sagen, dass es mich verfolgt, aber es ist diese eine Unbekannte, bei der ich mir denke: Ich würde so gerne wissen, wie das ausgegangen wäre.” Ricciardo gegen Verstappen: Kein Hindernis Falls er über 2018 hinaus bei Red Bull geblieben wäre, hätte es Ricciardo dort weiterhin mit Max Verstappen zu tun bekommen. Das hätte ihn nicht geschreckt: “Ich zweifle nicht an meinen Fähigkeiten, dass ich weiter mit Max hätte mithalten können”, so Ricciardo. Er halte es jedoch für “unfair” zu behaupten, er hätte Verstappen im direkten Teamduell geschlagen. (Fotostrecke: Daniel Ricciardos Formel-1-Karriere in Bildern) Der Sonnyboy aus Perth: Daniel Ricciardos Karriere in Bildern
Tatsächlich blieb Ricciardo in zwei von drei gemeinsamen Red-Bull-Jahren in der Fahrerwertung vor Verstappen: 2016 in Verstappens erster Red-Bull-Saison und 2017 sammelte Ricciardo jeweils mehr Punkte. 2018 aber drehte Verstappen den Spieß um – und Ricciardo wechselte am Saisonende zu Renault.
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“Damals bin ich gegangen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich es mir ein bisschen zu bequem gemacht hatte und etwas selbstgefällig geworden war”, sagte Ricciardo. “Ich glaube, da war der Wunsch, etwas anderes auszuprobieren.” Ricciardo räumt ein: Nach Red Bull ging es bergab Doch der Renault-Wechsel brachte für Ricciardo nicht den erhofften Erfolg: In zwei Jahren erzielte er lediglich zwei Podestplätze; sein bestes WM-Ergebnis war Platz fünf in der Fahrerwertung. (Alle Statistiken von Daniel Ricciardo in der Formel-1-Datenbank abrufen!) Danach zog er weiter zu McLaren, wo er zwar seinen achten und letzten Grand-Prix-Sieg feierte, insgesamt jedoch klar im Schatten von Lando Norris stand. Bei AlphaTauri beziehungsweise dem späteren Racing-Bulls-Team überzeugte Ricciardo anschließend ebenfalls nicht mehr, sodass seine Formel-1-Karriere im Herbst 2024 endete. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Seinen Abschied von Red Bull sieht Ricciardo daher als Schlüsselmoment für seine weitere Formel-1-Laufbahn: “Von diesem Zeitpunkt an wurde der Fluss ein bisschen kurvig und wild.” Doch das sage sich rückblickend leicht. 2018 habe sich die Entscheidung für ihn “nicht so schwarz-weiß” dargestellt.
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