Wird Russell nie Weltmeister? Warum Toto Wolff Helmut Marko widerspricht

Wird Russell nie Weltmeister? Warum Toto Wolff Helmut Marko widerspricht

 

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George Russell ging als großer Favorit in die Formel-1-Saison 2026. Während einige Experten nach seinem Auftaktsieg in Melbourne von einem Durchmarsch zum WM-Titel ausgingen, sieht die Realität fünf Rennen vor Ende des Jahres komplett anders aus.  LAT Images Toto Wolff glaubt weiterhin an das Potenzial von George Russell

Russell liegt 123 Punkte hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, dem lediglich noch zwei Zähler zur Weltmeisterschaft fehlen. Helmut Marko glaubt angesichts dieser deutlichen Zahlen, dass Russell wohl nie mehr Formel-1-Weltmeister werden wird. Gegenüber Sky und RTL sagt der langjährige Red-Bull-Motorsportkonsulent, dass der Saisonverlauf für Russell “mental sicher ein Wahnsinns-Rückschlag” gewesen sei. “Russell ist nicht mehr Nummer-1-Fahrer [bei Mercedes]”, so der Österreicher.
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“Diesen Rang hat ihm Antonelli ganz klar abgenommen”, sagt Marko, für den Russell zwar noch immer “einer der Top-Piloten” ist. Aber: “Ob es noch einmal eine WM-Chance für ihn geben wird oder dass er irgendwo einen Nummer-1-Status bekommt, möchte ich bezweifeln.” Wolff: Russell noch immer ein potenzieller Champion Mit diesen Aussagen konfrontiert antwortet Mercedes-Teamchef Toto Wolff in Anspielung auf die etwas schwierige Beziehung zwischen Marko und ihm mit einem Schmunzeln: “Er ist mein österreichischer ‘Nicht-so-Kumpel’, aber ich respektiere seine Meinung.” “Aber ich glaube, was George angeht, liegt er falsch. George hat das nötige Talent. Ich glaube nur, dass das Auto nicht zu ihm passt”, so Wolff, der Marko zwar zustimmt, dass es mental aktuell “schwierig” für Russell sei, weil er seiner Favoritenrolle in diesem Jahr nicht gerecht geworden ist. Formel-1-Fahrer, die nur eine einzige Titelchance hatten

Trotzdem warnt er davor, Russell jetzt generell abzuschreiben. “Ich glaube, dass George in einer neuen Saison – wenn wir ihm ein schnelles Auto zur Verfügung stellen – absolut das Zeug dazu hat, eine Meisterschaft zu gewinnen”, stellt der Mercedes-Teamchef klar. “Ich finde es daher etwas zu einfach zu sagen: Vergessen wir all die Jahre, in denen er in der Formel 2 und Formel 3 gewonnen hat, seine Rookie-Jahre und die beiden aufeinanderfolgenden Europameisterschaften im Kartsport”, so Wolff. Russell holte 2017 den Titel in der damaligen GP3-Serie, einem der Vorläufer der heutigen Formel 3, ein Jahr später triumphierte er als Rookie in der Formel 2, bevor er 2019 mit Mercedes-Kundenteam Williams in die Formel 1 aufstieg. Mercedes W17 passt einfach nicht zu Russell “All das ist immer noch da”, sagt Wolff im Hinblick auf Russells Erfolge in den Nachwuchsserien. 2026 sei es nur einfach so, dass das Auto besser zu Teamkollege Antonelli passe. “George ist für uns alle im Team ein echter Champion”, betont Wolff.
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“Wenn wir das Auto so einstellen, wie es ihm liegt, ist er unglaublich schnell. Sobald es jedoch aus diesem Leistungsbereich herausfällt, tut er sich schwer. Und er tut sich schwerer als vielleicht Kimi. Und das liegt an uns”, nimmt Wolff Russell in Schutz. Vom WM-Favoriten zum Sorgenfall: Was ist mit George Russell los? Video wird geladen…  

“Wir müssen einfach gemeinsam mit ihm herausfinden, wie es zu solch einem Unterschied im Fahrstil und in der Leistung kommen kann. Denn George ist nicht eine halbe Sekunde oder drei Zehntel langsamer als Kimi”, stellt der Österreicher klar.
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Beim vergangenen Grand Prix in Austin landete Russell im Qualifying 0,441 Sekunden hinter Antonelli, einen Tag später im Rennen fehlten ihm im Ziel sogar satte 54 Sekunden auf den siegreichen Teamkollegen. Laut Wolff spiegelt das das echte Kräfteverhältnis nicht wider. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Russell selbst sagte jüngst über seine Schwierigkeiten im Vergleich zu Antonelli: “Die Charakteristik des Autos, der Reifen und der Antriebseinheiten ergibt die perfekte Mischung für [Kimis] Fahrstil. Ich musste meinen Fahrstil daran anpassen.”

 
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