Das Highlight eines verkorksten Jahres: Herta erlebt “superspezielles” Training
| . | . | . |
Am 24. März 2019 wurde Herta auf dem Circuit of the Americas im Alter von 18 Jahren und 359 Tagen zum jüngsten IndyCar-Rennsieger aller Zeiten, als er das kleine Team Harding Steinbrenner Racing in die Victory Lane fuhr. LAT Images Colton Herta saß in Austin zum vierten Mal in dieser Saison im F1-Cockpit
Es war der Auftakt einer erfolgreichen IndyCar-Karriere bei Andretti, auch wenn dem US-Piloten in zweiter Generation der große Titelgewinn oder ein Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis verwehrt blieben. Als sich jedoch spät die Chance bot, seinem Formel-1-Traum nachzujagen, parkte Herta eine komfortable IndyCar-Karriere für eine Reise ins Ungewisse mit Cadillac. Er verknüpfte Trainingssession-Einsätze und private Testfahrten mit dem Fegefeuer der Formel 2, um genügend Europa-Erfahrung und Punkte für die Superlizenz zu sammeln.
//jseAo3c(“Rect”);
Letzteres lief allerdings nicht wirklich nach Plan: Herta dümpelt mit mageren 26 Zählern auf dem 19. Platz der Gesamtwertung herum. Seine letzte Punkteausbeute mit Hitech datiert vom Rennwochenende in Belgien vor der Sommerpause. “Superspezielles” Heimtraining in Austin Die Saison, die – abhängig von der politischen Lage im Nahen Osten – voraussichtlich mit Rennwochenenden in Katar und Abu Dhabi zu Ende gehen wird, hinterließ bei dem Kalifornier “ein paar mehr Fragen als Antworten”. “Ich bin einfach enttäuscht darüber, wie das Jahr verlaufen ist. Es war überhaupt nicht gut”, sagt Herta. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Dies veranlasste Herta und Cadillac dazu, über Einsätze im 1. Freien Training nach weiteren Superlizenz-Punkten zu greifen. Die jüngste Gelegenheit ergab sich auf dem Circuit of The Americas und schenkte Herta einen emotionalen Kreis-Schluss, da er ausgerechnet an der Stätte seines IndyCar-Durchbruchs ein Formel-1-Auto pilotieren durfte. Die Behauptung, das FT1 am Freitag sei Hertas bisheriges Saisonhighlight gewesen, ist nicht weit hergeholt. Mit dem Frust aus der Formel 2 auf der einen und den Zweifeln an der Zukunft auf der anderen Seite blendete er den Nebengeräuschpegel aus und genoss die Chance in vollen Zügen. “Es hat sehr viel Spaß gemacht”, sagt Herta gegenüber Journalisten. “Es fühlte sich superspeziell an, das hier zu Hause vor heimischem Publikum mit dem Cadillac machen zu können. Es ist eine Weile her, dass ich hier war – sieben Jahre, seit IndyCar das letzte Mal hier fuhr -, aber es hat sich nicht viel verändert, und es war schön, die Fortschritte zu sehen.” Unterschied zwischen Formel 1 und IndyCar An das Jahr 2019 zurückdenkend, sagt er: “Hier hat im Grunde alles angefangen. Es war erst mein dritter IndyCar-Start. Ich ging als Dritter ins Rennen, habe Leute per Undercut überholt und hatte etwas Glück mit den Gelbphasen.”
//jseAo3c(“Rect”);
“Beim Re-Start mit noch etwa zehn Runden zu fahren lag ich dann plötzlich vorne und habe das Feld von da an angeführt. Es war eine tolle Zeit. Es war das kleine Team, das es allen zeigte, Harding Steinbrenner, und wir haben zwei Siege herausgeholt.” Auch wenn sich der CoTA im Laufe der Jahre kaum verändert hat, hatte der Cadillac, den Herta am Freitag fuhr, wenig mit dem in die Jahre gekommenen DW12 gemein.
//jseAo3c(“Rect”);
Auf die Frage, wie lange er brauchte, um seinen Kopf umzuprogrammieren, sagt Herta: “In der IndyCar nutzen wir Fuß-Angaben für die Bremspunkte, in diesem Aspekt unterscheidet es sich also ein wenig, und man kommt ehrlich gesagt mit ganz anderen Geschwindigkeiten an.” Icon Sportswire (Getty Images) Herta feierte 2019 in Austin seinen ersten IndyCar-Sieg
“Generell sind die Linien aber sehr ähnlich. Wie man die Strecke angeht und attackiert, unterscheidet sich kaum, aber das Auto fühlt sich anders an. Was das Fahren angeht – zumindest in den langsamen Abschnitten -, ist es ziemlich nah an dem, was man tun muss und wie man das Maximum rausholen kann. Es gibt da einige Parallelen, die beim Lernprozess helfen.” Herta diente gewissermaßen als Testträger: Er spulte 21 Runden im MAC-26 ab und landete mit 3,9 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf dem 21. Platz. Seine Aufgabe bestand darin, Aerodynamik-Experimente durchzuführen, die dem Team bei der Entwicklungsrichtung für 2027 helfen sollen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Was immer sie mir sagen, das mache ich”, sagt er. “Wir haben einige Aero-Runs absolviert, die die Hälfte der Session geschluckt haben, und danach bin ich einen Short- und einen Longrun gefahren.” “Wenn man im Auto sitzt, fühlt es sich immer so an, als ginge alles viel zu schnell vorbei, aber es ist alles nach Plan gelaufen. Das Timing bei allen Abläufen hat gestimmt, wir haben das geplante Programm also wie gewünscht durchgezogen. Ich war zufrieden.” Formel 1 doch nicht außer Reichweite? Die Session brachte Herta bis an die Schwelle der FIA-Superlizenz. Der 26-Jährige zeigt sich mittlerweile etwas mürbe von der schier endlosen Jagd nach diesem Stück Papier, das für ein Formel-1-Debüt erforderlich ist – ein Thema, das bereits 2022 aufkam, als AlphaTauri Interesse an einer Verpflichtung zeigte.
//jseAo3c(“Rect”);
Er hofft jedoch, dass ihn ein weiterer Trainingseinsatz im weiteren Verlauf des Jahres endlich über die 40-Punkte-Hürde bringen wird: “Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, wo ich stehe, aber ich glaube schon. Ich habe so viele Jahre lang darüber nachgedacht und mir Sorgen gemacht, dass ich das mittlerweile einfach andere für mich erledigen lasse.” Die Formel-1-Fahrer 2027
Hertas Formel-2-Schwierigkeiten werden letztlich wohl nicht der entscheidende Faktor für sein Formel-1-Schicksal sein. Und da Teamchef Marcin Budkowski wenig unternahm, um die Zweifel an Valtteri Bottas’ Stammplatz an der Seite von Sergio Pérez zu zerstreuen, bleibt Herta fest entschlossen, seine Formel-1-Mission bis zum Ende durchzuziehen. “Mein Ziel ist es weiterhin, so schnell wie möglich mit Cadillac, GM und TWG in der Formel 1 zu sein. Das ist der Ort, an dem ich sein möchte. Ich konzentriere mich darauf, so schnell wie möglich hierher zu kommen”, stellt Herta klar, ohne dabei eine Rückkehr in die Formel 2 auszuschließen, falls Cadillac beschließen sollte, Bottas für ein weiteres Jahr zu behalten oder auf eine Außenseiteroption zu setzen. Fahrprogramm statt Ersatzbank Ein Jahr an der Seitenlinie rein als Ersatzfahrer reizt ihn hingegen kaum: “Zu einhundert Prozent möchte ich ein Programm haben, bei dem ich im Jahr zumindest ein paar Mal in einem Rennauto sitze”, sagt Herta. Video wird geladen…
“Ich befinde mich an einem so wichtigen Punkt meiner Karriere, an dem die besten Jahre anfangen. Wir wissen alle, dass man nicht ewig professionell Rennen fahren kann – auch wenn Fernando [Alonso] ein gutes Gegenargument liefert.”
//jseAo3c(“Rect”);
“Diese Jahre sind entscheidend für mich, und ich möchte kein Jahr verstreichen lassen, ohne etwas zu tun. Ich möchte also irgendwo Rennen fahren – sei es im Rahmen eines Teilzeit- oder Vollzeitvertrags oder was auch immer. Ich möchte in etwas Cooles steigen, das irgendwo auf der Welt Rennen fährt. Ich hoffe, dass ich mein Programm bald auf die Beine stellen kann.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





