Ein Jahr ohne Sieg: McLaren erklärt, was bei Oscar Piastri los ist
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Beim Grand Prix der Niederlande 2025 in Zandvoort hat Oscar Piastri seinen bislang letzten Formel-1-Sieg erzielt. Das ist jetzt ein Jahr her. Seither ist der McLaren-Fahrer auf der Suche nach seiner Form aus der Frühphase der Saison 2025, als er wie der klare Titelfavorit wirkte. circuitpics.de Formel-1-Fahrer Oscar Piastri nachdenklich in der McLaren-Box
Doch so sehr ihn Ende 2025 sein McLaren-Teamkollege Lando Norris entzauberte, so sehr steht Piastri auch 2026 im Schatten des WM-Titelverteidigers: Norris erzielt regelmäßig die besseren Ergebnisse, während Piastri kaum in Fahrt kommt. McLaren-Teamchef Andrea Stella erklärte das nun mit besonderen Umständen bei Piastri: “Wir haben bei ihm schon im vergangenen Jahr gesehen, dass er aus fahrtechnischer Sicht Anpassungen vornehmen muss, wenn das Auto ein niedriges Gripniveau hat.” Das war 2025 zum Beispiel in Austin und in Mexiko-Stadt der Fall: Piastri tat sich schwer. McLaren-Teamchef schließt mentale Blockade aus “Er muss unter solchen Bedingungen seine Fahrweise, seine Herangehensweise und seine Erwartungen anpassen”, sagte Stella. “Das erfordert eine gewisse mentale Anstrengung, wodurch er ein paar Zehntelsekunden verliert. Denn man muss die Dinge gewissermaßen bewusst verarbeiten, anstatt rein instinktiv zu fahren.”
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Eine mentale Blockade habe Piastri nicht, erklärte Stella: “Es ist eine rein technische Angelegenheit, die nichts mit psychologischen Aspekten zu tun hat. Wir bewegen uns hier im fahrerischen und technischen Bereich.” Was Andrea Stella zuversichtlich stimmt Und Piastri beweise, dass er grundsätzlich den Speed habe, um in der Formel 1 konkurrenzfähig zu sein – selbst an einem Wochenende wie in Zandvoort, an dem Norris deutlich besser abschnitt. “Oscar fuhr gute Rundenzeiten. Im Rennen gab es jedoch zwei Faktoren, die ihn beeinträchtigt haben”, sagte Stella. “Zum einen haben wir ihn an die Box geholt, um auf George Russell zu reagieren. Dabei haben wir die Position an Russell verloren, weil unser Boxenstopp zu langsam war. Dafür trägt das Team die Verantwortung, nicht Oscar.” “Und dann haben wir es im zweiten Stint auf den harten Reifen nicht geschafft, die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Sie blieben durchgehend in einem Bereich mit sehr, sehr wenig Grip. Das hatten wir im ersten Stint so nicht gesehen. Es gibt also einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen.” Wird Piastri ein Opfer der geringen Abstände? Andererseits bestrafe die aktuelle Formel 1 kleine Unzulänglichkeiten sofort und mit großer Härte, erklärte Stella. “Mindestens drei Teams liegen innerhalb einer Zehntelsekunde. Läuft es mal nicht optimal, kann man einige Positionen verlieren. Dann liegt man schnell auf Platz sechs. Das ist brutal.” (Vergleich: Norris vs. Piastri im Teamduell 2026) Doch das ist die Realität von Piastri: Seit Platz zwei in Suzuka und Platz drei in Miami hat er kein weiteres Podestergebnis mehr erzielt, war lediglich einmal Vierter und dreimal Fünfter. Norris dagegen erzielte im gleichen Zeitraum zwei Siege und einen dritten Platz und liegt in der WM-Gesamtwertung 55 Punkte vor seinem McLaren-Teamkollegen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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Deshalb sagte Stella: “Wir müssen weiterhin gemeinsam mit Oscar an allen Verbesserungsmöglichkeiten arbeiten. Mit den Fortschritten aus Zandvoort bin ich zufrieden. Und ich bin sicher, da kommt im weiteren Saisonverlauf noch mehr.” Warum er davon überzeugt ist, begründete Stella jedoch nicht.
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