Norris bis 2030 bei McLaren: Was bedeutet das jetzt für Piastri?

Norris bis 2030 bei McLaren: Was bedeutet das jetzt für Piastri?

 

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Lando Norris’ Vertragsverlängerung um vier Jahre dürfte eine der am wenigsten überraschenden Meldungen der Formel-1-Silly-Season sein. Dennoch ist sie eine bedeutende Entwicklung – sowohl für die Zukunftsaussichten von McLaren als auch für jene seines Teamkollegen.  LAT Images Oscar Piastri und Lando Norris: Wie lang bleiben sie noch Teamkollegen bei McLaren?

Mit einem Gehalt, das zweifellos dem eines Weltmeisters angemessen sein dürfte, hat Norris einen Vertrag unterschrieben, der ihn bis 2030 an Woking bindet. Dazu kommen Optionen auf mehrere weitere Jahre, die Norris bis weit in seine 30er bei McLaren halten könnten. Sich Norris jemals in einem Rennanzug mit anderen Farben vorzustellen, fühlte sich ohnehin schon immer wie eine schwer vorstellbare Gedankenspielerei an. Nun hat der lukrative neue McLaren-Vertrag des 26-Jährigen einen der größten Stars der Formel 1 für viele Jahre endgültig vom Fahrermarkt genommen und Norris zur zentralen Identifikationsfigur des Teams aus Woking gemacht. Wie Norris zu McLaren kam Norris’ Karriere bei McLaren begann bereits vor einem Jahrzehnt, als Zak Brown ihn unter Vertrag nahm und ihn gemeinsam mit Carlin auf seinem Weg durch die Nachwuchsserien unterstützte. 2019 ersetzte Norris Stoffel Vandoorne als Grand-Prix-Pilot und gehörte damit zu einer neuen Generation britischer Talente, zu der auch George Russell und Alex Albon zählten.
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Aus einem schnellen, aber noch unfertigen und unsicheren Talent wurde ein Superstar und Weltmeister. Die vergangene Saison war zweifellos Norris’ Jahr des Erwachsenwerdens: Er überwand Probleme mit seinem Fahrstil, technische Defekte und einen enorm starken Teamkollegen in Oscar Piastri und holte seinen ersten Weltmeistertitel. Dieser Triumph scheint etwas in Norris verändert zu haben. Aus der Hoffnung, seine Träume eines Tages verwirklichen zu können, wurde schließlich die Gewissheit, dass er es tatsächlich kann. Sehen heißt glauben. “Lando fährt und arbeitet auf dem Niveau eines Weltmeisters”, sagte Teamchef Andrea Stella nach Norris’ Sieg in Zandvoort. “Was mir an seiner Reise in der Formel 1 am besten gefällt, ist, dass er sich immer weiter verbessert. Und ich denke, besonders nach dem Beginn der Saison 2025 hat etwas Klick gemacht, wobei es nicht nur ein einzelner Klick ist, sondern eine Art, mit Lando zu arbeiten, die wir jetzt insbesondere auch auf Oscars Seite anwenden. Und ich denke, dieser Ansatz hat bei Lando zu kontinuierlichen Verbesserungen geführt.” Genau diese Art von Konstanz wollte McLaren langfristig absichern und ist dafür bereit, eine nicht genannte, aber zweifellos beträchtliche Summe auf den Tisch zu legen. Suche nach Stabilität prägt ruhigen Fahrermarkt für 2027 Mit 26 Jahren kommt Norris gerade erst in seine besten Jahre. Seinen erfolgreichsten Fahrer seit Lewis Hamilton langfristig zu binden, verschafft McLaren daher zusätzliche Stabilität, während das Team versucht, einen etwas schleppenden Start in die Saison 2026 hinter sich zu lassen. Norris’ zwei Siege unmittelbar vor und nach der Sommerpause sind ein Zeichen dafür, dass das Team langsam wieder dorthin kommt.
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Ein Blick auf den auffallend ruhigen Fahrermarkt unterstreicht zusätzlich, wie wertvoll Stabilität derzeit ist. Die Teams wurden durch das komplexe Antriebsreglement für 2026 bis an ihre Grenzen gefordert und versuchen deshalb, an anderer Stelle möglichst viele Unbekannte aus der Gleichung zu nehmen – solange ihre Fahrer die entsprechenden Leistungen bringen. Die Formel-1-Fahrer 2027

Als Max Verstappen, wie so oft der entscheidende Dominostein der Silly-Season, beschloss, bei Red Bull zu bleiben, war praktisch vorprogrammiert, dass die Startaufstellung 2027 jener dieses Jahres sehr ähnlich bleiben würde. Neben Verstappens inzwischen zehnjähriger Zugehörigkeit zum Team aus Milton Keynes hat auch Charles Leclerc sein Bekenntnis zu Ferrari bekräftigt. Und Mercedes wird zweifellos versuchen, mit seinen Fahrern eine ähnliche langfristige Bindung zu erreichen – insbesondere mit Kimi Antonelli. Im Gespräch mit Motorsport.com erklärt Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur den Wert von Leclercs langfristiger Verbindung mit Maranello: “Diese Art von Kontinuität zu haben, ist immer positiv. Für mich ist es auch viel einfacher, mit Fahrern zu arbeiten, die ich seit Ewigkeiten kenne. Manchmal muss man etwas nicht besprechen, wenn man jemanden seit zehn, 15 oder 20 Jahren kennt, wenn das erste Gefühl das richtige ist und man weiß, was er denkt.”
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Dass ein solches gegenseitiges Vertrauen und Verständnis auch zwischen Norris und McLaren besteht, ist offensichtlich. Und beide Seiten profitieren davon. Und was ist mit Oscar Piastri? Spannend wird sein, wie Piastri und sein Management diesen prominenten Deal seines Teamkollegen bewerten. Der Australier verlängerte seinen Vertrag zu Beginn der Saison 2025 bis 2028. Die Weltmeisterschaft schien damals eine zu sein, die er nur noch verlieren konnte, ehe ihn eine Kombination aus nachlassender Performance, Fehlern des Fahrers und des Teams sowie Pech am Ende sowohl hinter Norris als auch hinter Verstappen zurückfallen ließ. Für Piastri war das ein schwerer Schlag. Und das Unbehagen über Teamorder und die internen Spielregeln während verschiedener Phasen der Saison 2025 – etwa beim umstrittenen Positionstausch beim Grand Prix von Italien oder nach den Berührungen zwischen den beiden Teamkollegen in Singapur und Austin – könnte Piastri oder seinem Management durchaus wieder durch den Kopf gehen, wenn sie die Auswirkungen von Norris’ langfristigem und hochdotiertem Vertrag bewerten. Wer ohnehin der Meinung ist, McLaren sei Norris’ Team und werde es immer bleiben, dürfte dessen Vertragsverlängerung lediglich als Bestätigung dieser These betrachten.
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Im Moment hat Piastri allerdings dringendere Sorgen. Verglichen mit seiner nahezu unangreifbaren ersten Hälfte der Saison 2025 steckt der 25-Jährige mit der neuen Fahrzeuggeneration 2026 seit längerer Zeit in einem Leistungstief. Offenbar kämpft er mit ähnlichen Problemen bei der Anpassung seines Fahrstils wie im vergangenen Jahr auf Strecken mit wenig Grip, etwa in Austin und Mexiko. Formel-1-Quiz
Welcher Rang war der beste des Teams McLaren in einer Formel-1-Startaufstellung?
10 8 3 1 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Teamchef Stella erklärte, Piastris Probleme seien “rein technischer Natur” und hätten nichts mit seiner mentalen Verfassung zu tun – unabhängig davon, ob es um das Ende der Saison 2025 oder den Beginn von 2026 geht. Am Montag wird es ein ganzes Kalenderjahr her sein, dass Piastri zuletzt einen Grand Prix gewonnen hat. McLarens Lösungsansatz unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von jenem, mit dem das Team Norris im vergangenen Jahr geholfen hat. Hinter den Kulissen arbeitet McLaren gemeinsam mit Piastri an Anpassungen sowohl am Auto als auch an seinem Fahrstil. Gelingt das, hätte das Team seine beiden Asse wieder in Bestform – rechtzeitig für eine zweite Saisonhälfte 2026, die sich zu einem engen Kampf entwickelt, und einen möglichen Angriff auf den Titel im kommenden Jahr.
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McLarens Ziel bleibt weiterhin, dass beide Fahrer gegeneinander um Siege und Weltmeisterschaften kämpfen. Das würde auch bedeuten, dass Piastri einen ähnlichen Weg einschlägt und seinen Vertrag langfristig verlängert. Es liegt am Lager des Australiers zu entscheiden, ob das in seinem Interesse ist – oder ob möglicherweise der Zeitpunkt gekommen ist, neue Horizonte auszuloten. So oder so spielt die Zeit sowohl Piastri als auch McLaren in die Karten, denn sein aktueller Vertrag läuft noch bis Ende 2028. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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In der Zwischenzeit hat McLaren seinen amtierenden Weltmeister für den gesamten Zeitraum des aktuellen Reglements an sich gebunden. Damit gibt es ein Puzzleteil weniger, um das sich das Team aus Woking kümmern muss, während es versucht, seine Weltmeistermannschaft zusammenzuhalten und sogar noch weiter zu verstärken.

 
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