Fahrer frustriert: Williams um mehrere Jahre zurückgeworfen

Fahrer frustriert: Williams um mehrere Jahre zurückgeworfen

 

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“Es fühlt sich definitiv so an, als wären wir zwei, drei Jahre zurückgeworfen worden”, resümiert Alexander Albon zur Formel-1-Sommerpause 2026. Mit mageren elf Punkten liegt Williams aktuell auf dem neunten WM-Rang, nachdem man die Saison 2025 noch als Fünfter beendet hatte.  LAT Images Alexander Albon und Carlos Sainz sind aktuell nicht glücklich

Für das Traditionsteam war es das beste WM-Endergebnis seit 2017, und Carlos Sainz holte im Verlauf des Jahres sogar zwei Podestplätze. Von solchen Erfolgen ist Williams zwölf Monate später meilenweit entfernt. “Das ist für uns alle frustrierend”, gesteht Albon. Der ehemalige Red-Bull-Pilot verrät, dass er im vergangenen Jahr noch erwartet hatte, dass Williams 2026 zu den Topteams aufschließen würde. “Vielleicht war ich zu optimistisch, aber ich habe wirklich geglaubt, dass wir 2027 anfangen können, regelmäßig um Podiumsplätze zu kämpfen”, so Albon.
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Er habe gedacht, dass es vielleicht sogar möglich sei, “um den einen oder anderen Sieg mitzukämpfen, das Mittelfeld hinter uns zu lassen und mit diesen vier Teams [an der Spitze] mitzuhalten”, verrät er. Die Realität ist allerdings eine komplett andere. 2026 bestenfalls noch Schadensbegrenzung möglich Eigentlich sah Williams das neue Formel-1-Reglement als große Chance, weshalb man den Fokus 2025 bereits früh auf das Auto für 2026 verlagerte. Umso größer war die Enttäuschung, als man den Shakedown in Barcelona im Winter wegen Verzögerungen bei der Entwicklung auslassen musste. “Diese Regeländerung hat einige Engpässe innerhalb des Teams offenbart, und wir haben erkannt, dass es noch größere Dinge gibt, die wir ändern müssen – und daran arbeiten wir gerade”, betont Albon. Denn momentan läuft Williams dem Rückstand aus dem Winter noch immer hinterher. Budapest: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Zwar betonte Teamchef James Vowles zuletzt, dass er es für “realistisch” halte, bis zum Ende des Jahres wieder zur Spitze des Mittelfeldes aufzuschließen. Dabei helfen soll unter anderem eine B-Version des FW48, die bis zum Rennen in Baku kommen soll. Doch selbst wenn man dieses ambitionierte Ziel erreichen sollte, würde Williams damit die ursprünglich gesteckten Ziele für 2026 verpassen. Denn eigentlich wollte man die Lücke zu den Topteams verringern, was wohl selbst die kühnsten Optimisten in Grove inzwischen nicht mehr für möglich halten. Sainz: 2025 positiv überrascht, 2026 negativ Auch Carlos Sainz verrät: “Natürlich ging ich mit Blick auf das Jahr 2026 davon aus, dass wir – wenn überhaupt – dank der längeren Entwicklungszeit für das Auto von 2026 und der neuen Regeln möglicherweise entweder unser bisheriges Niveau halten oder einen kleinen Schritt nach vorne machen könnten.”
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Daher sei es “weder Teil meiner Pläne noch meiner Erwartungen” gewesen, zur Sommerpause lediglich sechs Pünktchen auf dem Konto zu haben. “Ich glaube, ich habe mich sehr offen und deutlich dazu geäußert, dass wir 2025 meine Erwartungen übertroffen haben”, so Sainz. Erst Sainz, dann das Getriebe: Piastri verflucht Ungarn I Rennen F1 Budapest 2026 Video wird geladen…  

Die Ergebnisse in seiner ersten Williams-Saison seien “wenn überhaupt sogar besser” gewesen als das, “was ich erwartet hatte, als ich 2024 meinen Vertrag bei Williams unterschrieb”, betont der Spanier und erklärt: “Das Auto von 2025 war ein sehr gutes Auto.” Der FW47 sei ein Auto gewesen, “das manchmal nur drei oder vier Zehntel von der Poleposition entfernt war, ein Auto, bei dem man spürte, dass die Balance stimmte”, berichtet Sainz, der daher gesteht: “Als Team sind wir weiter von der Spitze entfernt, als wir Ende 2025 noch gedacht hatten.” Williams-Comeback “braucht natürlich Zeit” Denn der FW48 hat seit Saisonbeginn mit Übergewicht und weiteren Unzulänglichkeiten zu kämpfen. “Es war definitiv ein charakterbildendes Jahr für das ganze Team, und es hat uns ein wenig die Augen geöffnet, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, wenn wir überhaupt daran denken wollen, in Zukunft mit einem Topteam mithalten zu können”, betont Sainz.
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“Wir müssen Bilanz ziehen und verstehen, warum und was passiert ist. Ich denke, wir haben mittlerweile ein ziemlich gutes Verständnis davon. Die Fähigkeit, das Ruder herumzureißen, ist vorhanden, aber in der Formel 1 braucht das natürlich Zeit”, weiß er. Formel-1-Quiz
Mit welcher Fahrerkombination startete das Williams-Team in die F1-Saison 1980?
Paul Belmondo, Toranosuke Takagi Ricardo Zunino, Johnny Dumfries Alan Jones, Carlos Reutemann Roberto Moreno, Lance Stroll Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Es erfordert Zeit, Mühe, Geld im Rahmen der Budgetobergrenze und umfangreiche Analysen – und genau da stehen wir gerade”, erklärt der ehemalige Ferrari- und McLaren-Pilot, der sich wie auch sein Teamkollege um mehrere Jahre zurückgeworfen sieht.
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In seinen persönlichen Plänen sei die Saison 2026 ein Rückschlag “um ein oder zwei Jahre” gewesen, verrät Sainz, der selbst noch nicht sicher weiß, wie groß der Dämpfer wirklich ist. “Es hängt davon ab, wie schnell wir es schaffen, uns von dieser Situation zu erholen”, betont er. Verlieren Sainz und Albon die Geduld? “Natürlich hatte ich einen Zeitrahmen im Kopf, den ich bereit war zu akzeptieren, um diesem Team zu helfen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, und wie lange ich bereit war zu warten, bis wir wieder um Siege kämpfen können”, so Sainz, der zur Saison 2025 von Ferrari zu Williams kam. Damals hatte er auch Angebote von anderen Teams vorliegen, entschied sich jedoch ganz bewusst für Williams. Einige Beobachter vermuten daher, dass der viermalige Grand-Prix-Sieger das Team aus Grove in naher Zukunft wieder verlassen könnte, wenn keine Besserung der aktuellen Situation in Sicht sei. Die Vertragslaufzeiten der aktuellen Formel-1-Fahrer

Sainz bestätigt: “Ich muss meine Denkweise neu ausrichten, um mir vorzustellen, wo ich in drei bis vier Jahren stehen werde, und eine Entscheidung treffen. Aber ich bin nach wie vor von dem Weg und dem Projekt, an dem wir arbeiten, überzeugt”, stellt er auch klar.
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Er sehe, “wie das Team in die Zukunft investiert. Ich halte die Vision des Teams nach wie vor für ziemlich klar. Ich sehe, wie viel hinter den Kulissen passiert, wenn man die aktuelle Leistung des Autos einmal außer Acht lässt, und das gibt mir weiterhin Zuversicht und Motivation, dass wir auf dem richtigen Weg sind.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Teamkollege Albon formuliert es aber wohl ganz zutreffend, wenn er sagt, dass der erhoffte Weg zurück an die Spitze nun “ein kleines bisschen länger” dauern werde. Die Zukunft wird zeigen, ob er und vor allem Sainz bereit sind, diesen Weg unter den neuen Umständen weiterhin mitzugehen.

 
Formel1.de 

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