Nico Rosberg kritisiert Madring: Sainz muss Mitverantwortung übernehmen

Nico Rosberg kritisiert Madring: Sainz muss Mitverantwortung übernehmen

 

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Der neue Madring in Madrid hat bei seinem Formel-1-Debüt vor allem wegen der wenigen Überholmöglichkeiten für Diskussionen gesorgt. Nach dem ersten Grand Prix auf dem semi-permanenten Kurs rund um das IFEMA-Messegelände fordert Ex-Weltmeister Nico Rosberg bereits Änderungen für die kommende Saison. Dabei nimmt der Sky-Experte auch Carlos Sainz in die Verantwortung.  circuitpics.de Nico Rosberg findet klare Worte nach Madring-Premiere

“Carlos Sainz war der Botschafter, also müssen wir Carlos Sainz kritisieren”, sagt Rosberg nach dem Rennen bei Sky Sports F1. Sainz fungiert als Botschafter der neuen Rennstrecke und hat sich bereits während der Entwicklung des Projekts für den Madring eingesetzt. Nach dem ersten Rennen sieht auch der Spanier allerdings noch Verbesserungspotenzial. Der Weltmeister von 2016 sieht insbesondere eine konkrete Überholmöglichkeit als notwendig an. “Sie müssen das Streckenlayout für das kommende Jahr noch einmal überdenken und eine gute Überholmöglichkeit schaffen. Das brauchen wir auf dieser Strecke, denn Überholen ist einfach zu schwierig”, erklärt Rosberg weiter. Sainz sieht ebenfalls noch Verbesserungspotenzial Dass der Madring in dieser Hinsicht verbessert werden muss, sieht Sainz selbst ähnlich. Auf die Frage, welche Änderungen er sich für 2027 wünsche, verwies der Williams-Pilot auf mehrere mögliche Optionen. “Ich denke, wir haben vielleicht ein paar Möglichkeiten, die wir uns ansehen können. Im Moment ist es eine großartige Qualifying-Strecke. Sie muss aber auch eine gute Rennstrecke sein”, sagt Sainz.
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Der Spanier hofft deshalb auf Anpassungen durch die Verantwortlichen und die FIA. “Wenn die Verantwortlichen und die FIA offen dafür sind, Änderungen vorzunehmen, bedeutet das wahrscheinlich, dass wir in Zukunft ein paar Überholmöglichkeiten schaffen können, die dieses Rennen auf unserer Liste der Lieblingsstrecken noch weiter nach oben bringen.” Sainz fordert eine Überholstelle nach Vorbild von Baku Sainz kann sich dabei eine Lösung nach dem Vorbild anderer Stadtkurse vorstellen. “Gute Stadtkurse wie Baku oder Macau haben normalerweise eine einzige Überholstelle mit einer sehr langen Geraden”, erklärt der Williams-Pilot. Genau eine solche Möglichkeit könnte dem Madring nach seiner Einschätzung helfen. “Wir müssen uns ansehen, wo es die Möglichkeit gibt, diese Überholstelle einzubauen und ob das machbar ist. Ich denke aber, dass es der Strecke sehr guttun würde”, sagt Sainz. Ansonsten sei die Premiere aus seiner Sicht gelungen. “Für ein erstes Mal war die Veranstaltung meiner Meinung nach ein Erfolg. Es ist eine großartige Rennstrecke, eine großartige Stadt und die Organisation war ebenfalls hervorragend. Wahrscheinlich ist das Einzige, was der Strecke jetzt noch fehlt, eine Überholstelle”, so der Spanier. Rosberg: “Es war ziemlich schockierend” Rosberg hatte während des Rennens ebenfalls beobachtet, wie schwierig Positionsgewinne auf dem Madring waren. Als Beispiel nannte er Oscar Piastri und Franco Colapinto. “Es war ziemlich schockierend. Piastri hatte zum Beispiel bei Colapinto frische Reifen und konnte trotzdem nicht vorbeikommen. Und er war so viel schneller. Es ist einfach extrem schwierig zu überholen”, sagt der ehemalige Formel-1-Pilot. Auch die frühere Aston-Martin-Strategin und heutige Sky-Expertin Bernie Collins sieht bei der Streckenplanung Verbesserungspotenzial. Ihrer Meinung nach hätte bereits vor dem ersten Rennen klar sein müssen, dass Überholmanöver auf dem Layout schwierig werden würden. Die letzten 20 Sieger auf neuen Formel-1-Strecken

“Wenn man eine Rennstrecke komplett plant, sollte man zu den Verantwortlichen gehen und diese Fragen stellen”, erklärt Collins. Es sei allerdings nicht zwingend notwendig gewesen, dass ein Fahrer auf das Problem hinweist. “Wir sind alle hier angekommen, haben uns die Strecke angesehen und gesagt: ‘Das wird beim Überholen sehr schwierig.'” Collins begrüßt deshalb, dass die Verantwortlichen bereits signalisiert haben, den Kurs künftig verändern zu wollen. Da es sich nicht um eine permanente Rennstrecke handelt, seien Anpassungen vergleichsweise gut möglich. Eine Verbesserung der Überholmöglichkeiten sollte dabei aus ihrer Sicht ganz oben auf der Liste stehen. Alonso sieht bauliche Grenzen Auch Fernando Alonso hält Änderungen am Layout für sinnvoll. Der Aston-Martin-Pilot verweist allerdings auf mögliche bauliche Einschränkungen. “Wir müssen wahrscheinlich mit der FIA schauen, was wir machen können. Vielleicht im Bereich der Kurven 15, 16 und 17. Es wäre schön, dort etwas zu haben”, sagt Alonso.
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Gleichzeitig sieht der zweimalige Weltmeister dort ein mögliches Hindernis. “Ich denke aber auch, dass es eine Einschränkung gibt, weil wir dort unter einer Autobahn oder so etwas hindurchfahren. Dort ist eine Brücke, deshalb wird es schwierig. Aber ich denke, sie sind offen dafür, sich unsere Kommentare anzuhören.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Formel 1
Nico Rosberg kritisiert Madring: Sainz muss Mitverantwortung übernehmen
Der erste Grand Prix auf dem Madring endete mit dem achten Saisonsieg von Mercedes-Pilot Kimi Antonelli. Für die Zukunft dürfte die Frage entscheidend sein, ob die Verantwortlichen tatsächlich eine zusätzliche Überholmöglichkeit in das Layout integrieren können. Sainz, Rosberg und Alonso sind sich zumindest in einem Punkt einig: Der neue Kurs braucht mehr Möglichkeiten für Positionskämpfe.

 
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