Fahrer verlängern, Williams erleichtert: “Waren besorgt, beide zu verlieren”
| . | . | . |
Williams kann aufatmen: Carlos Sainz und Alexander Albon bleiben dem Formel-1-Team auch über die Saison 2026 hinaus erhalten. Für Teamchef James Vowles ist das angesichts des dramatischen Absturzes in diesem Jahr alles andere als selbstverständlich. Der Brite räumt ein, dass er zeitweise tatsächlich befürchtete, beide Fahrer verlieren zu können. circuitpics.de Carlos Sainz hat überraschend für mehrere Jahre bei Williams verlängert
Albon hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert, während Sainz eine als mehrjährig bezeichnete Vertragsverlängerung unterschrieben hat. Damit hält Williams an seiner Fahrerpaarung fest – obwohl das Team in dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. “Ich war besorgt, beide zu verlieren, weil sie Fahrer mit Weltmeisterschaftsformat sind, die die Möglichkeit verdienen, um Podien oder mehr zu kämpfen”, erklärt Vowles in Zandvoort.
//jseAo3c(“Rect”);
Genau das kann Williams ihnen derzeit nicht bieten. Nach einer starken Saison 2025 sollte der nächste Schritt Richtung Spitzengruppe folgen. Stattdessen entwickelte sich das Projekt für 2026 zu einem Desaster. Vowles: “Wir haben das nicht geliefert” Für Vowles liegt darin das größte Risiko. Sainz und Albon seien nicht einfach Fahrer, die auf eine langfristige Perspektive warten könnten. Beide hätten das Potenzial, an der Spitze der Formel 1 zu kämpfen – und Williams habe ihnen genau diese Möglichkeit bislang nicht gegeben. “Wir haben das nicht geliefert”, gesteht der Teamchef. Noch problematischer sei, dass der Rückschritt völlig entgegen der bisherigen Entwicklung des Teams kam. Williams hatte sich unter Vowles Schritt für Schritt aus den hinteren Regionen des Feldes herausgearbeitet. Die Saison 2025 hatte diese Entwicklung sogar deutlich beschleunigt. “Dass wir rückwärtsgehen, ist nicht nur eine Überraschung für die Fahrer, sondern für alle”, sagt Vowles. “Und das wird immer das Risiko erzeugen, dass wir sie verlieren.” Der 2026er-Williams erwies sich als Fehlentwicklung. Das Auto war laut Vowles zu schwer, verspätet fertig und erreichte nicht die angestrebte Performance-Spezifikation. Gleichzeitig wurden strukturelle Schwächen innerhalb des Teams offengelegt. Damit stand nicht nur die sportliche Zukunft des Rennstalls auf dem Spiel, sondern auch das Vertrauen seiner beiden wichtigsten Fahrer. Sainz und Albon stellen sich hinter das Projekt Dass beide trotzdem verlängert haben, wertet Vowles deshalb als besonders wichtiges Signal. Als die Probleme offensichtlich wurden, hätten Sainz und Albon nicht mit Schuldzuweisungen reagiert. Stattdessen hätten sie gefragt, was sie selbst tun könnten.
//jseAo3c(“Rect”);
“In dem Moment, als wir Probleme hatten, standen sie an unserer Seite. Es gab kein Fingerzeigen, sondern vielmehr ein: ‘Sag mir, was ich tun kann'”, berichtet Vowles. Video wird geladen…
Beide Fahrer seien sogar in die Fabrik gekommen, hätten mit den Mitarbeitern gesprochen und versucht, der Organisation einen Schub zu geben. Auch nach ihren Vertragsverlängerungen wiederholten Sainz und Albon diesen Besuch. Für Vowles ist genau dieses Verhalten ein Zeichen dafür, dass beide nicht nur auf kurzfristige Ergebnisse schauen. “Sie wollen, dass dies ein Teil ihrer Geschichte wird, nämlich hier zu sein, während diese Organisation wieder aufgebaut wird”, sagt er. Warum die Verlängerungen für Williams so wichtig sind Dass beide Cockpits besetzt bleiben, ist für den Rennstall auch aus strategischer Sicht enorm wertvoll. Williams befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Je weniger Variablen sich dabei verändern, desto leichter kann das Team seine Entwicklung fortsetzen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Diese Konstanz ist wichtig, weil das Team wirklich reift und sich verändert”, erklärt Vowles. Gerade bei der Fahrerpaarung sei Stabilität “verzweifelt wichtig”, um auf dem bisher Erreichten aufbauen zu können. Die Nachricht habe deshalb auch innerhalb der Fabrik für Erleichterung gesorgt. Vowles spricht von einer “Last, die von den Schultern” der Mitarbeiter genommen worden sei. Nach Monaten ohne nennenswerte Erfolgserlebnisse sei die doppelte Vertragsverlängerung ein dringend benötigter Motivationsschub. Doch sie ist noch lange kein Freifahrtschein. Williams ist noch längst nicht gerettet Vowles warnt ausdrücklich davor, aus den neuen Verträgen zu schließen, dass Williams seine Probleme bereits gelöst habe. “Wir werden Williams nicht in zwölf Monaten reparieren. Das wird nicht passieren”, stellt der Teamchef klar.
//jseAo3c(“Rect”);
Es sei unmöglich, sämtliche über Jahre entstandenen Probleme innerhalb einer einzigen Saison zu beseitigen. Stattdessen müsse das Team sicherstellen, dass jede Entscheidung auf den langfristigen Erfolg ausgerichtet sei. Genau das wollten Sainz und Albon laut Vowles sehen: nicht unbedingt sofortige Siege oder Podien, sondern Beweise dafür, dass Williams die richtigen Konsequenzen aus dem Desaster zieht. “Was Carlos sehen wollte – und Alex genauso – sind die Veränderungen, die wir vornehmen und die zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind”, erklärt Vowles. Sainz und Albon setzen auf die Kehrtwende Williams hat dafür in den vergangenen Jahren zahlreiche Veränderungen eingeleitet. Unter anderem wurden erfahrene Mitarbeiter von anderen Spitzenteams verpflichtet, um die veralteten Strukturen des Rennstalls zu modernisieren.
//jseAo3c(“Rect”);
Vowles sieht deshalb trotz des katastrophalen Jahres 2026 einen wichtigen Unterschied zwischen dem aktuellen Rückschlag und früheren Problemen: Williams weiß inzwischen besser, was verändert werden muss. “Wir sind weit davon entfernt, wo wir sein wollten”, räumt er ein. Doch entscheidend sei die Richtung.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.




