Fernando Alonso: Singapur könnte unsere größte Chance sein
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Wird Singapur Aston Martins nächste große Chance auf Punkte sein? Zumindest nennt Fernando Alonso diese Strecke als jene, auf die er sich im verbleibenden Kalender am meisten freut, obwohl an diesem Wochenende das Debüt seines neuen Heimrennens in Madrid auf dem Programm steht und sich hier alleine aufgrund von potenziellem Chaos mögliche Chancen ergeben könnten. circuitpics.de Für Aston Martin gab es in Italien überhaupt nichts zu holen
Zuletzt in Monza musste Aston Martin jedoch einen großen Rückschritt hinnehmen. Nachdem der Rennstall in Ungarn sein großes Update gebracht hatte und Alonso damit in Zandvoort auch als Neunter in die Punkte fahren konnte, war man in Italien wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Aston Martin lag in Monza sogar wieder deutlich hinter dem punktlosen Schlusslicht Cadillac und sah mit beiden Autos nicht die Zielflagge: Lance Stroll verlor Hydraulikflüssigkeit und musste seinen AMR 26 abstellen, bei Fernando Alonso wurde der Unterboden auf den Randsteinen beschädigt.
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“Ich glaube, ich bin am Ausgang von Kurve 7, in der zweiten Lesmo, über den Kerb geraten. Seit diesem Moment fühlte sich das Auto einfach nicht mehr wie vorher an”, schildert der Spanier. “Wahrscheinlich habe ich mir am Unterboden einen Schaden eingeholt. Weiterzufahren hat sich schlicht nicht gelohnt – wir waren langsam und das Auto war beschädigt. Das hatte keinen Sinn mehr.” Monza: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Bereits im Qualifying ein Tag zuvor hatte Alonso ein Problem mit der Batterie heimgesucht, sodass Aston Martin alle elektrischen Komponenten über Nacht austauschen und aus der Boxengasse starten musste. Zumindest habe es laut Alonso damit dann keine Probleme mehr gegeben, trotzdem war das Wochenende in Monza natürlich eine herbe Enttäuschung. Jetzt freut sich der Spanier erst einmal auf sein Heimrennen in Madrid – und darauf, dass Monza erst einmal hinter ihm liegt. “Bei den verbleibenden Rennen wissen wir ganz genau: Es gibt Wochenenden, da werden wir kämpfen müssen, und andere, die uns besser liegen”, sagt er. “Nächste Woche könnte so eine Chance sein – ich freue mich darauf.” Wird Madrid deutlich einfacher als Monza? Laut Einsatzleiter Mike Krack sprechen die Simulationen dafür, dass Aston Martin auf dem Madring besser aufgestellt sein sollte als in Monza: “Hier wussten wir von vornherein, dass es schwer wird. Für nächste Woche erwarten wir eine Steigerung”, sagt er. “Wo genau wir landen werden, ist schwer zu sagen, da wir den Kurs noch nicht in der Realität kennen und nur die Simulationsdaten haben. Aber es wird eine Herausforderung”, so Krack. Das zeigt sich allein daran, dass der Formel-3-Test vor einigen Tagen, der als Generalprobe gilt, eine Menge Zwischenfälle und viele rote Flaggen bot. Das macht es für die Fahrer natürlich gefährlich, bietet dem Team aber gleichzeitig Chancen, da natürlich auch die Konkurrenz erst einmal durchkommen muss. Historische Aufholjagd: Wie Antonelli Russell gedemütigt hat I Rennen F1 Monza 2026 Video wird geladen…
“Nach allem, was ich bisher gesehen habe, wird das hochspannend”, meint Krack. “Ich würde den Kurs irgendwo zwischen Dschidda und Monaco einordnen – die Mauern stehen extrem nah und es gibt keinen Raum für Fehler. Das wird sehr interessant, wir freuen uns darauf.”
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Diesbezüglich ist der Luxemburger auch froh, dass Aston Martin und Honda in den vergangenen Wochen eine Menge Fortschritte bei der Fahrbarkeit machen konnten. “Das Auto ist berechenbarer geworden, wodurch die Fahrer sich besser an das Limit herantasten können”, sagt er. “Wenn das Auto konstant reagiert, kann der Fahrer näher ans Limit gehen. Reagiert es unberechenbar, muss er Sicherheitsabstand halten. Unter diesem Gesichtspunkt war es ein positiver Schritt – ein Mutmacher von einem Wochenende, dessen Gesamtergebnis ansonsten natürlich nicht sehr positiv war. Aber wir nehmen das Gute mit.” Baku und Las Vegas als Problemstrecken Nach Madrid kommt die Formel 1 dann aber mit Baku wieder an eine Strecke, auf der sich Aston Martin nicht viel ausrechnet – ähnlich wie Las Vegas im November. “Die beiden werden definitiv nicht einfach, das wissen wir”, nickt Krack. “Aber das heißt nicht, dass wir aufgeben. Wir versuchen, das Maximum herauszuholen.”
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“Es gibt auf dem Papier zwar bessere Strecken als Baku für uns, aber dort passieren traditionsgemäß viele Unfälle – es kann also jederzeit alles passieren”, sagt er. “Und in Las Vegas war es letztes Jahr sehr kalt und nass. Wir stecken den Kopf sicher nicht in den Sand.” Und was ist nun mit Singapur, das Fernando Alonso als wohl bestes noch ausstehendes Rennen genannt hat? “Ich möchte ungern einzelne Rennen herauspicken”, wiegelt Krack ab. “Der Fokus muss auf allen Wochenenden derselbe sein, denn es gibt überall die gleiche Punktzahl – es sei denn, es ist ein Sprint-Wochenende.” Die letzten Doppelausfälle jedes Formel-1-Teams
Wie der Zufall so will, ist Singapur noch das letzte Sprint-Wochenende in dieser Saison, was es laut Krack aber noch anspruchsvoller macht. “Man hat dort kaum Zeit, sich einzuschießen und alles auf den Punkt abzustimmen”, sagt er.
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“Auf solchen Strecken baut sich der Grip erst nach und nach auf und die Fahrer müssen sich schrittweise an das Limit herantasten, weil man immer näher an die Mauern fahren muss. Wenn man da zu früh zu viel will, kracht es.” “Selbst wenn es in der Theorie gut für uns aussieht, wird das keineswegs ein Selbstläufer. Wir müssen hochkonzentriert bleiben, uns an allen Fronten professionell vorbereiten, das Maximum herausholen und sehen, was dabei herauskommt”, so der Aston-Martin-Leiter.
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“In Zandvoort hatten wir auch nicht zwingend mit Punkten gerechnet, dachten aber, dass wir gut dastehen würden. Im Rennsport kann einfach immer alles passieren.”
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