Ferrari-Fauxpas: Falsche Flügeleinstellung bremst Hamilton in Silverstone

Ferrari-Fauxpas: Falsche Flügeleinstellung bremst Hamilton in Silverstone

 

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Lewis Hamiltons Rückstand auf Teamkollege Charles Leclerc beim Grand Prix von Großbritannien war nach Angaben des Ferrari-Fahrers vor allem auf eine Set-up-Änderung unmittelbar vor dem Rennen zurückzuführen. Eine Anpassung am Frontflügel verschlechterte die Balance seines Ferrari SF-26 im ersten Stint erheblich und kostete dem siebenmaligen Weltmeister früh wertvolle Zeit.  Sutton Images Hamilton veränderte eine Kleinigkeit am Frontflügel und verlor Zeit im Heimrennen

Nachdem Ferrari das Wochenende in Silverstone zunächst mit gedämpften Erwartungen begonnen hatte, verlief der Auftakt überraschend erfolgreich. Hamilton sicherte sich am Freitag die Poleposition für das Sprintrennen und belegte dort später den zweiten Platz hinter Mercedes-Pilot Kimi Antonelli. Im Grand Prix musste sich der Brite jedoch mit Rang drei hinter Rennsieger Leclerc und Antonelli zufriedengeben. Während Leclerc bereits in der ersten Runde am Pole-Setter vorbeiging und sich anschließend deutlich absetzen konnte, verlor Hamilton im ersten Rennabschnitt kontinuierlich Zeit. Nach eigenen Angaben lag die Ursache in einer kurzfristigen Änderung am Fahrzeug. Mehr Frontflügel bei Leclerc, weniger bei Hamilton “Charles hat heute einen großartigen Job gemacht und der ganze Zauber, den ich am Freitag hatte, ist im Laufe des Wochenendes einfach verflogen”, erklärt Hamilton. “Was die Balance angeht, bemerkte ich, dass Charles die Frontlast im Vergleich zum Qualifying erhöht hatte, indem er mehr Flügel hinzufügte, während ich das Gefühl hatte, dass das Auto mit den vorgenommenen Differenzialeinstellungen stark übersteuerte.”
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Deshalb entschied sich Hamilton für den entgegengesetzten Weg. “Also nahm ich Flügel weg, und als Folge davon hatte ich zu Beginn des Rennens massives Untersteuern.” Die geringere Frontflügellast führte dazu, dass Hamilton vor allem in den schnellen Passagen von Silverstone große Probleme beim Einlenken hatte. Besonders die Kombination aus Copse sowie Maggots, Becketts und Chapel erwies sich als kritisch, weil sich dort jeder Geschwindigkeitsverlust bis in den weiteren Streckenverlauf fortpflanzte. “Mir fehlte die Front komplett”, sagt Hamilton. “Wir sind beim Frontflügel zu niedrig gegangen, was die Last betrifft, und das liegt in meiner Verantwortung und der des Engineering Teams.” Pirelli warnt vor den Folgen von Untersteuern Die Balanceprobleme wirkten sich auch auf die Reifen aus. Pirellis Motorsportchef Dario Maraffuschi erklärt, dass ein untersteuerndes Auto die Vorderreifen stärker beanspruche und dadurch den Verschleiß erhöhe: “Wir haben gesehen, dass Untersteuern die Vorderreifen tatsächlich zu stark belastet”, sagte Maraffuschi. “Es erzeugt keine Temperatur, macht einen aber anfälliger für erhöhten Verschleiß. Aus Sicht der Reifen glaube ich daher, dass es sich nicht lohnt, das Auto auf ein zum Untersteuern neigendes Set-up einzustellen.” Hamilton kämpft sich mit Anpassungen zurück Im weiteren Rennverlauf gelang es Hamilton, die Fahrzeugbalance über die am Lenkrad verfügbaren Einstellmöglichkeiten teilweise zu verbessern. Durch Anpassungen am Differenzial und an der Motorbremse konnte er das Einlenkverhalten stabilisieren und seine Rundenzeiten schrittweise an jene von Leclerc annähern.
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“Ich konnte das Auto erst zur Mitte des ersten Stints zum Einlenken bewegen, als es mir gelang, es durch einige Änderungen am Differenzial etwas besser einlenken zu lassen. Aber bis dahin war der Rückstand schon riesig. Dann die fünf Sekunden beim Boxenstopp und von da an war es einfach ein Problem nach dem anderen”, erklärt Hamilton. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Aus Sicht von Ferrari erwies sich die kurzfristige Set-up-Entscheidung damit als entscheidender Faktor im Kampf um den Sieg. Während Leclerc mit einer aggressiveren Frontflügel Abstimmung das Rennen kontrollieren konnte, kostete Hamilton die gegenteilige Anpassung bereits in der Anfangsphase entscheidende Sekunden, die sich im weiteren Verlauf nicht mehr aufholen ließen.

 
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