Ferrari: Warum der Kanada-GP die Stunde der Wahrheit sein könnte
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Ferrari schlägt ein neues Kapitel auf. Die Enttäuschung von Miami entsprach nicht den Erwartungen der Scuderia, die in Florida ein umfangreiches Paket aerodynamischer und mechanischer Updates gebracht hatte, das zusammen mit den Reglementänderungen einen deutlichen Leistungssprung ermöglichen sollte. LAT Images Kanada könnte eine Antwort darauf geben, wo Ferrari aktuell wirklich steht
Das Ergebnis war jedoch, dass Mercedes, noch ohne eigene Neuerungen, die erst in Kanada kommen, in Florida den vierten Grand-Prix-Sieg in Folge holte, während sich auch McLaren und Red Bull in starker Form präsentierten. Montreal wird somit zu einem wichtigen Moment der Saison, da sich dort vor dem Sommer die Kräfteverhältnisse abzeichnen könnten, bevor es durch die vom ADUO erlaubten Änderungen möglicherweise einen (kleinen) Umbruch gibt.
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Mercedes bringt auf die nach Gilles Villeneuve benannte Strecke ein Update, das zwei bis drei Zehntel wert sein soll, sodass man auch weiterhin vorne sein sollte. Auch McLaren komplettiert mit den restlichen 40 Prozent an Neuerungen das bereits in Miami begonnene Paket. Welche Rolle wird also Ferrari spielen? Man möchte sich als zweite Kraft in der Meisterschaft bestätigen, auch wenn McLaren in der WM nach dem schwachen Saisonstart inzwischen nur noch 16 Punkte hinter der Scuderia liegt. Funktioniert das Update in Kanada besser? Ferrari hatte nach Miami zwei Wochen Zeit, seine Wunden zu lecken, denn die Datenanalyse war eindeutig: Der Ferrari, den man in den USA gesehen hat, konnte das Potenzial der zahlreichen, über das gesamte Auto verteilten Neuerungen nicht ausschöpfen. Zwar war keines der neuen Teile ein Reinfall, aber die Updates lieferten deutlich weniger als in den Simulationen erwartet. Kanada wird damit zu einer Art Nachprüfung. Ferrari muss zeigen, dass es den Angriffen der Konkurrenz mit deren Updates standhalten kann und dass sich auf einer Stop-and-go-Strecke wie der auf der Ile Notre-Dame das Potenzial des SF-26 abrufen lässt, das in Miami nur phasenweise sichtbar war. Red Bull holt auf, Mercedes wackelt: Daten enthüllen neues F1-Kräfteverhältnis! Video wird geladen… Im Strategie-Video nach dem Miami-GP schaut Datenexperte Kevin Hermann auf die Zahlen hinter dem veränderten Kräfteverhältnis der F1.
Die Vorbereitung auf Montreal soll widersprüchliche Ergebnisse geliefert haben: sehr gut in den kurvigen Abschnitten, mit starker Traktion als charakteristische Stärke des Autos beim Beschleunigen, aber verbesserungswürdig auf den Geraden wegen der bekannten Schwierigkeiten bei der Energierückgewinnung.
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Die Strecke in Kanada erlaubt ein aerodynamisch schlankes Set-up, sofern ausreichend Abtrieb vorhanden ist. Effizienz und eine exzellente Bremsanlage sind entscheidend für die Performance. Kann Ferrari die fehlenden PS ausgleichen? In Miami war Ferrari außerhalb des optimalen Arbeitsfensters der Reifen, besonders mit der harten Mischung, und bezahlte für einige Set-up-Entscheidungen, die für Kanada nach den jüngsten Erfahrungen überarbeitet worden sein sollten. Montreal muss also dem Aerodynamikpaket eine klare Bewertung geben. Die von Loic Serra freigegebenen Lösungen aus der Arbeit von Diego Tondi und Franck Sanchez sollen die Kompromisse an der Powerunit ausgleichen, die zugunsten aerodynamischer Effizienz eingegangen wurden.
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Dem Motor fehlen 22 bis 25 PS gegenüber Mercedes, zusätzlich gibt es objektive Schwierigkeiten bei der Hybridaufladung. Formel-1-Weltmeister, die nie für Ferrari gefahren sind
Der angeblasene Auspuff in Kombination mit dem Reverse-Flügel, der in Kanada besonders effektiv sein sollte, sowie reduzierte Kühlerflächen dank des revolutionären Sechszylinders 067/6, der sehr heiß arbeitet, sollten die von Enrico Gualtieris Motorenabteilung eingegangenen Kompromisse kompensieren. Man hofft, keine ähnliche Situation wie 2014 zu erleben, die in einem heftigen Konflikt zwischen Chassis- und Motorenabteilung wegen umstrittener Entscheidungen beim F14-T endete. Klar ist jedoch: Montreal muss zeigen, ob der eingeschlagene Weg der richtige war. Warum das Benzin in Kanada eine Rolle spielen könnte Teamchef Frederic Vasseur hatte zu Saisonbeginn gesagt, es sei nicht entscheidend, beim ersten Rennen das beste Auto zu haben, da die Meisterschaft durch die Weiterentwicklungen entschieden werde.
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Ferrari kann also in Kanada die tatsächliche Wirkung seines Update-Pakets überprüfen. Erstmals wird es dort das Sprint-Format geben, sodass Teams mit Neuerungen nur ein Training haben, um das richtige Set-up zu finden. Wenn die Scuderia gut im Simulator gearbeitet hat, könnte sie davon profitieren. Formel-1-Quiz
Wer hat 1929 die Scuderia Ferrari gegründet?
Jean Todt Luca di Montezemolo Enzo Ferrari Amato Ferrari Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Ein weiterer interessanter Aspekt: Montreal ist mit seinen häufigen starken Beschleunigungsphasen eine Strecke mit sehr hohem Kraftstoffverbrauch. Es ist nicht sicher, dass im Rennen jene, die Kraftstoff einsetzen, um die Batterie stärker zu laden, über den nötigen “Saft” verfügen.
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Bisher spielte dieses Thema keine große Rolle, aber es wird spannend zu sehen sein, ob es zwischen den verschiedenen Verbrennungsmotoren auch Leistungsunterschiede beim Kraftstoff geben wird.
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