Ferrari-Zoff in Mexiko: Hamilton verlangt “ernsthafte Gespräche”

Ferrari-Zoff in Mexiko: Hamilton verlangt “ernsthafte Gespräche”

 

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Lewis Hamilton fordert nach dem Großen Preis von Mexiko eine ernsthafte interne Aussprache bei Ferrari. Der Brite ist überzeugt, dass der teaminterne Zweikampf mit Charles Leclerc in der ersten Runde den Sieg gekostet hat. Beide Ferrari-Piloten kamen beim Kampf um die Führung von der Strecke ab. Während Leclerc seine Position behielt, verlor Hamilton Schwung und musste Max Verstappen vorbeiziehen lassen. Am Ende wurde der Brite Zweiter – nur acht Zehntelsekunden fehlten ihm auf den Sieg.  LAT Images Lewis Hamilton hadert mit dem verpassten Sieg in Mexiko

Ausgangslage war der Start: Hamilton stand auf der Poleposition, Leclerc ging von Platz drei ins Rennen. Weil George Russell vor Kurve eins an Schwung verlor, konnte der Monegasse direkt Druck auf seinen Teamkollegen ausüben. Hamilton verteidigte zunächst in der ersten Kurvenkombination, doch in Kurve vier setzte Leclerc außen zum Angriff an. Beide Ferrari gerieten dabei neben die Strecke. Leclerc schnitt anschließend Kurve fünf und blieb vor Hamilton. Der Brite war ebenfalls zu spät auf der Bremse und verlor entscheidend an Schwung – und Verstappen nutzte die Gelegenheit, um vorbeizugehen. Hamilton: “Er sollte die Position zurückgeben” Hamilton war über den Ausgang des Duells sichtlich verärgert. Aus seiner Sicht hätte Leclerc die Position zurückgeben müssen, nachdem er sich durch das Verlassen der Strecke einen Vorteil verschafft hatte. Über Funk machte der siebenmalige Weltmeister seinem Ärger Luft.
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“Das Problem ist, dass er freie Fahrt hat und nicht so wie wir anderen mit dem Verkehr umgehen muss. Er sollte die Position einfach zurückgeben”, funkte Hamilton an seinen Renningenieur. Einige Runden später legte er nach: “Die Rennkommissare schenken Charles dieses Rennen praktisch.” Leclerc erhielt für den Vorfall in der ersten Runde eine Fünf-Sekunden-Strafe. Zunächst konnte er sich dennoch einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden auf Verstappen herausfahren. Beim ersten Boxenstopp verlor er jedoch entscheidend Zeit: Er stand 6,3 Sekunden länger in der Boxengasse als der Red-Bull-Pilot und büßte dadurch die Führung ein. Später wurde Leclercs Rennen zusätzlich durch einen Bremsplatten nach dem zweiten Start hinter dem Safety-Car erschwert. Hamilton hingegen fand keinen Weg mehr an Verstappen vorbei und musste sich mit Rang zwei begnügen. “Das hat uns heute den Sieg gekostet” Nach dem Rennen hatte sich Hamiltons Ärger zwar etwas gelegt, seine Kritik blieb aber deutlich. Er kündigt an, dass Ferrari den Vorfall intern aufarbeiten müsse. “Ein schwieriger Tag. Ich denke, wir hatten heute das Tempo, um zu gewinnen, aber es sollte nicht sein. Wir werden das intern besprechen und herausfinden, was wir hinter den Kulissen verbessern können”, erklärt Hamilton. Besonders störe ihn, dass die Fahrer vor dem Rennen offenbar eine klare Absprache getroffen hatten. In der Fahrerbesprechung sei thematisiert worden, dass ein Pilot nach einem Verlassen der Strecke in Kurve eins die Position zurückgeben müsse. Video wird geladen…  

“In der Fahrerbesprechung haben wir darüber gesprochen, dass man die Position zurückgeben muss, sobald man in Kurve eins von der Strecke abkommt. Im vergangenen Jahr habe ich für genau dasselbe Manöver, das er gemacht hat, eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen”, erinnert Hamilton an seinen eigenen Überholversuch gegen Verstappen in Mexiko 2025.
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Sein Fazit fällt entsprechend deutlich aus: “Letztendlich war es genau das, was uns heute den Sieg gekostet hat. Ich denke, wir müssen hinter den Kulissen definitiv einige ernsthafte Gespräche führen.” Hamilton glaubt an Ferrari – und hofft auf besseren Motor Trotz der Enttäuschung will Hamilton die Fortschritte der Scuderia nicht unter den Tisch fallen lassen. Ferrari habe das Auto im Laufe der Saison verbessert, und auch das Ergebnis in Mexiko sei grundsätzlich positiv. Allerdings fuhr das Team an diesem Wochenende noch mit der älteren Motorversion.
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“Das Gute ist, dass das Team wirklich hart arbeitet. Wir haben unser Auto deutlich verbessert, und es ist großartig, hier zu sein”, sagt Hamilton. “Wir fahren an diesem Wochenende außerdem noch mit dem alten Motor. Es ist also ein gutes Ergebnis und eine gute Punkteausbeute. Schade, dass wir nicht gewonnen haben – aber manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.” Für 2027 hofft der Brite vor allem auf Fortschritte bei der Antriebseinheit. Über weite Teile der Saison sei Ferrari auf den Geraden gegenüber der Konkurrenz im Nachteil gewesen. “Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr einen Motor haben, mit dem wir tatsächlich mit ihnen kämpfen können.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel-1-Newsticker
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“Dieses Jahr sind sie auf den meisten Geraden einfach an uns vorbeigeflogen. Wenn wir das verbessern und die Basis dieses Autos behalten können, glaube ich, dass wir wirklich etwas erreichen können.” An das Team richtet Hamilton dabei weiterhin großes Vertrauen: “Ich verlasse mich auf das Team. Ich habe hundertprozentiges Vertrauen in sie.”

 
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