Feuer nach wenigen Runden: Darum fielen beide Cadillac in Spielberg aus
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Der Große Preis von Österreich endete für Cadillac bereits nach wenigen Rennrunden in einem Debakel. Sowohl Valtteri Bottas als auch Sergio Perez mussten ihre Fahrzeuge frühzeitig abstellen, nachdem die Bremsen überhitzten und in Brand gerieten. circuitpics.de Valtteri Bottas fiel in Österreich bereits zum dritten Mal in Folge aus
Während Perez bereits im dichten Verkehr Probleme bekam, traf es kurz zuvor schon Bottas. Für das junge US-Team war es einer der bittersten Rückschläge der bisherigen Saison, zumal sich das Auto in Spielberg mit einem umfangreichen Update-Paket erstmals konkurrenzfähiger präsentiert hatte. Bottas erklärte nach dem Rennen, dass es während des gesamten Wochenendes keinerlei Hinweise auf die späteren Defekte gegeben habe. “Es gab keinerlei Warnzeichen. Im Training war alles unter Kontrolle.” Cadillac habe sogar längere Rennsimulationen absolviert, ohne Auffälligkeiten festzustellen.
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“Wir sind mehr als zehn Runden am Stück gefahren. Das reicht normalerweise völlig aus, um die maximalen Temperaturen zu erreichen.” Im Rennen seien jedoch mehrere Faktoren zusammengekommen. “Mit der etwas höheren Asphalttemperatur und dem Verkehr hat plötzlich alles Feuer gefangen.” Bereits in Runde zwei sei das Problem sichtbar geworden. “Das ist natürlich ein großes Problem. Wir müssen dafür jetzt unbedingt eine Lösung finden.” Bottas: “Alles war einfach komplett überhitzt” Besonders dramatisch schildert Bottas den eigentlichen Defekt. “Es passierte völlig plötzlich. Vor Kurve 4 habe ich nur den Rauch gesehen und direkt danach die Flammen.” Selbst nachdem er mehrere Kurven praktisch ohne Bremsbetätigung gefahren sei, habe sich die Situation nicht mehr beruhigt. “Ich habe in den Kurven sechs, sieben und acht die Bremsen praktisch gar nicht benutzt, aber das hat nichts gebracht.” Sein Fazit fällt eindeutig aus. “Da war sofort klar, dass einfach alles komplett überhitzt war.” Video wird geladen…
Für Bottas war es bereits der dritte Ausfall in Folge. Entsprechend groß ist inzwischen die Frustration. “Wenn wir die Rennen nicht beenden, können wir weder über das Auto noch über das neue Paket wirklich etwas lernen.” Bottas fordert Umbau: “So werden wir keine Rennen mehr beenden” Dabei hatte Cadillac eigens neue Komponenten zur Bremskühlung nach Spielberg gebracht. “Wir hatten neue Teile für die Bremskühlung dabei. Aber offensichtlich haben sie nicht ausgereicht.” Noch drastischer fällt der Blick auf die kommenden Wochen aus. Für Strecken wie Budapest kündigt Bottas bereits technische Änderungen an. “Wir müssen einige Teile neu konstruieren. Sonst werden wir dort keine Rennen beenden.” Dass dadurch aerodynamische Nachteile entstehen könnten, nimmt der Finne bewusst in Kauf. “Das nehme ich lieber in Kauf, als erneut auszufallen. Jetzt müssen wir endlich Rennen beenden.” Perez sieht Fortschritte: Hätten Williams schlagen können Auch Sergio Perez spricht von einem äußerst unglücklichen Rennverlauf. Der Mexikaner ist überzeugt, dass Cadillac diesmal das Tempo gehabt hätte, um mit Williams zu kämpfen. “Heute war einfach sehr unglücklich. Im Verkehr sind die Bremsen überhitzt und wir mussten das Auto abstellen.” Besonders bitter sei gewesen, dass sich das Team im Mittelfeld erstmals konkurrenzfähig gezeigt habe. “Wir waren mitten im Kampf dabei und hatten die Pace, um mit Williams zu kämpfen. Ich habe Alexander Albon sogar auf der Strecke überholt.”
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Gerade deshalb sei der frühe Ausfall besonders schmerzhaft gewesen. Teamchef Graeme Lowdon will trotz des Doppel-Ausfalls auch Positives erkennen. Vor allem der reine Geschwindigkeitsvergleich mit der Konkurrenz stimme ihn optimistisch. “Es gibt in der Formel 1 keine Abkürzungen.” Neuer Motor, größerer Abstand: Hat sich Ferrari verzockt? I Longrunanalyse F1 Spielberg 2026 Video wird geladen…
Nun müsse das Team die Ursachen genau analysieren. “Wir haben bei der Pace Fortschritte gemacht und der Abstand zum Ende des Feldes wird größer.” Allerdings sei klar, worauf nun der Fokus liegen müsse. “Wir müssen die Zuverlässigkeit sicherstellen, damit wir diese Fortschritte überhaupt zeigen können.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Bis Silverstone wartet deshalb viel Arbeit auf die Ingenieure. “Die nächsten Tage werden sehr arbeitsreich. Aber ich habe volles Vertrauen, dass das Team in Silverstone stärker zurückkommen wird.”
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