Wer neben Mercedes die größten Gewinner des neuen Formula 1-Reglements sind

Wer neben Mercedes die größten Gewinner des neuen Formula 1-Reglements sind

 

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Schaut man sich die nackten Punktezahlen an, dann ist es wenig überraschend, dass WM-Leader Mercedes der größte Gewinner des neuen Formel-1-Reglements ist. Die Silberpfeile haben zu diesem Zeitpunkt der Saison satte 170 Punkte mehr auf dem Konto als noch 2025.  Sutton Images Wer hat einen Sprung nach oben gemacht und für wen ging es nach unten?

Kein anderes Team hat sich in den vergangenen zwölf Monaten so stark verbessert. Die beiden weiteren großen Gewinner heißen rein an den absoluten Zahlen gemessen Ferrari (97 Punkte mehr als nach elf Rennen der Saison 2025) und Alpine (50 Punkte mehr). Größter Verlierer ist in dieser Statistik McLaren. Holte das Team aus Woking 2025 noch beide WM-Titel, sammelte man 2026 satte 197 Punkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Der McLaren-Absturz ist damit deutlich größer als der von Williams (44 Punkte weniger) und Aston Martin (27 Punkte weniger).
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Das Beispiel McLaren zeigt, wie schwierig es ist, in diesem Fall mit absoluten Zahlen zu arbeiten. Denn die Fallhöhe war beim Weltmeisterteam natürlich deutlich höher als eben zum Beispiel bei Williams oder Aston Martin. Trotzdem liegt McLaren in der Weltmeisterschaft aktuell auf P3. Prozentuale Zahlen: Mercedes liegt nur auf P3 Spannend ist deshalb ein Blick auf die prozentualen Zahlen, denn hier liegen Williams und Aston Martin erwartungsgemäß doch ganz hinten. Williams hat aktuell lediglich 20 Prozent der Punkte aus dem Vorjahr auf dem Konto, bei Aston Martin sind es mit einem einzigen Pünktchen sogar nur 3,57 Prozent. 2025 waren es noch 28 Zähler nach elf Rennen. Im Hinblick auf die WM-Platzierung ging es für Williams allerdings noch weiter nach unten als für das Team aus Silverstone. Während Aston Martin genau wie McLaren “nur” zwei Plätze im Vergleich zu 2025 verlor, ist Williams mit einem Verlust von vier Positionen der größte Verlierer in dieser Statistik. Auch das andere Ende der Tabelle sieht anders als bei den absoluten Zahlen aus, denn Mercedes sammelte zwar 181,34 Prozent der Punkte aus dem Vorjahr, konnte seine Ausbeute also fast verdoppeln. Trotzdem liegt man damit nur auf P3 und knapp hinter den Racing Bulls (183,33 Prozent). Den mit Abstand größten Sprung machte Alpine. Die Franzosen sammelten satte 554,55 Prozent ihrer 2025er-Punkte nach elf Rennen und konnten ihre Ausbeute damit mehr als verfünffachen. Auch in der WM machte Alpine damit den größten Sprung nach vorne (vier Plätze). Überraschung: Red Bull besser als 2025 Zu den weiteren Teams, die mehr Punkte als zu diesem Zeitpunkt 2025 auf dem Konto haben, gehören außerdem noch Ferrari (146,19 Prozent) und Red Bull (109,26 Prozent). Im Fall der Bullen kommt das etwas überraschend, weil sich das Team 2026 eigentlich in einer deutlich größeren Krise zu befinden scheint.
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Den Unterschied macht in diesem Fall der zweite Fahrer. Denn während Max Verstappen in der Tat 46 WM-Punkte weniger als vor einem Jahr auf dem Konto hat, sammelte sein neuer Teamkollege Isack Hadjar jetzt bereits 68 Zähler. Zum Vergleich: Yuki Tsunoda holte in diesem Zeitraum im Vorjahr gerade einmal sieben Zähler für die Bullen, Liam Lawson steuerte damals keinen einzigen Punkt bei. Das erklärt, warum Red Bull insgesamt zwar mehr Punkte als 2025 auf dem Konto hat, ein noch siegloser Verstappen aber im WM-Kampf keine Rolle spielt. In der Weltmeisterschaft machen die paar Punkte mehr zudem keinen Unterschied für die Bullen. Wie auch schon 2025 liegt man auf P4 und damit am Ende der Spitzengruppe. Neben Alpine ist hier Mercedes mit einem Sprung um zwei Plätze nach oben der größte Gewinner. Audi besser als 2025, aber mit weniger Punkten Ein kleiner Sonderfall in der Bewertung der ersten Saisonhälfte ist auch Audi, das 2025 noch als Sauber an den Start ging. Auf den ersten Blick ist hier ein Aufwärtstrend erkennbar, denn in der Weltmeisterschaft ist man aktuell Achter, während man 2025 noch Neunter und Vorletzter war.
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Gleichzeitig hat man aber auch mehr als die Hälfte seiner Punkte aus dem Vorjahr eingebüßt, womit man neben Williams und Aston Martin zu den größten Verlierern gehört. Waren es 2025 noch 26 Zähler nach elf Rennen, sind es 2026 gerade einmal zwölf. Der Grund, warum Audi in der WM trotzdem besser dasteht, sind die Abstürze von Williams und Aston Martin. Wichtig ist bei dieser Betrachtung auch, dass der dritte Platz von Nico Hülkenberg in Silverstone hier noch gar nicht eingerechnet ist. Der kam 2025 nämlich erst im zwölften Saisonrennen.
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Für Audi dürfte es daher schwer werden, bis zum Saisonende noch die damals insgesamt 70 Sauber-Punkte aus 2025 zu erreichen. Ob man die WM trotzdem besser abschließen kann, dürfte davon abhängen, ob Williams und Aston Martin sich im Verlauf der zweiten Saisonhälfte steigern. Noch weniger Punkte fürs Mittelfeld Insgesamt war das neue Reglement aus Sicht der kleineren Teams bislang kein Erfolg. Gingen 2025 in den ersten elf Rennen noch rund 84 Prozent aller Punkte an die vier Topteams McLaren, Ferrari, Mercedes und Red Bull, ist dieser Wert 2026 sogar auf rund 86 Prozent gestiegen. Obwohl auch die Topteams im Verlauf der ersten Saisonhälfte immer wieder mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, blieb für das Mittelfeld unterm Strich noch weniger vom Kuchen. Während die Topteams ihre Punkteausbeute zusammen von 998 auf 1.083 Zähler ausbauten, blieben für den Rest nur noch 172 statt 185 Punkte. Dass 2026 insgesamt ein paar Punkte mehr verteilt wurden, hängt damit zusammen, dass es zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits vier Sprints und damit zwei mehr als noch vor einem Jahr gab. Dadurch wurden 72 Zähler mehr als noch vor einem Jahr vergeben.
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Formel-1-Neuling Cadillac spielt für den Vergleich zum Jahr 2025 keine Rolle. Das Team liegt ohne Punkt auf dem elften und letzten WM-Platz, weshalb es statistisch gesehen keinen Unterschied zum Vorjahr macht, als Cadillac noch gar nicht am Start war.

 
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