FIA segnet “Macarena”-Flügel ab, aber: Red Bull muss nachbessern

FIA segnet “Macarena”-Flügel ab, aber: Red Bull muss nachbessern

 

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Eine der auffälligsten Innovationen der ersten Hälfte der Formel-1-Saison 2026 war der rotierende Heckflügel, der von Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur schnell den Spitznamen “Macarena”-Flügel verpasst bekam.  Federico Manoni / NurPhoto via Getty Images Ferrari und Red Bull haben das Macarena-Konzept bislang einsatzfähig gehabt

Ferrari hatte das Konzept bei den Wintertests als erstes Team enthüllt und es geschafft, mehrere Konkurrenten – darunter McLaren – mit der innovativen Lösung zu überraschen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete Red Bull hinter den Kulissen bereits an einer eigenen Version. Technikchef Pierre Wache betonte, dass die Inspiration dafür nicht von Ferrari stammte und das Konzept von Red Bull anders funktioniere – was tatsächlich der Fall ist, da er unter anderem in die entgegengesetzte Richtung rotiert.
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Red Bull schaffte es lediglich nicht, seinen rotierenden Flügel pünktlich zum Saisonstart voll einsatzbereit zu bekommen, weshalb er erst in Miami erstmals zum Einsatz kam. Die ersten Rennwochenenden verliefen sowohl für das Design von Ferrari als auch für das von Red Bull ohne Probleme. Doch nach den zwei aufeinanderfolgenden Crashes von Verstappen in Spielberg und Silverstone gerieten die Macarena-Flügel verstärkt unter Beobachtung. Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause

Die FIA bat daraufhin sowohl Red Bull als auch Ferrari um zusätzliche Informationen. Das richtete sich keineswegs gezielt gegen die Scuderia, sondern diente schlicht der Gleichbehandlung beider Teams, da sie bis dahin die einzigen Rennställe waren, die das Konzept im Rennen eingesetzt hatten. Darüber hinaus war es für die FIA wichtig, die Besonderheiten beider Systeme genau zu verstehen, da immer mehr Teams eigene Versionen entwickeln. McLaren hat bereits einen rotierenden Flügel getestet und plant, diesen an “einem der ersten Wochenenden nach der Sommerpause” im Rennen einzusetzen. Macarena-Konzept für FIA okay Gegenüber einer ausgewählten Gruppe von Medienvertretern stellt die FIA nun klar, dass sie nicht gegen das Grundkonzept des Macarena-Flügels vorgehen wird: “Als das erste derartige Design auftauchte, wollten wir sicherstellen, dass es absolut sicher ist”, sagt FIA-Formelsport-Direktor Nikolas Tombazis. “Das umfasste verschiedene Anforderungen. Bei vielen komplexen Systemen führen Ingenieurteams eine sogenannte FMEA-Analyse durch – also eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse.” Formel-1-Fails: Diese Regeländerungen waren ein Reinfall

Bei dieser Bewertung ging es nicht nur um die vorgeschriebene Schließzeit, sondern auch um das anschließende Verhalten des Flügels und des restlichen Fahrzeugs, denn die Schließzeit allein reicht nicht aus, da sich die Luftströmung nach dem Schließen des Flügels nicht sofort wieder anlegt.
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“Wir haben sehr intensive Gespräche geführt, um sicherzugehen, dass wir diese Designs für sicher halten”, sagt Tombazis. “Hauptsächlich wollten wir ausschließen, dass jemals das Risiko etwa eines Hydraulikausfalls besteht – alsodass der Flügel offen bleibt und nicht mehr in die geschlossene Position zurückkehren kann.” “Außerdem wollten wir sicherstellen, dass dies in einer sehr kurzen Zeitspanne geschieht. Und dass es nicht zu einer sehr langsamen Bewegung kommt, die das Auto instabil machen könnte.” Red Bull hat noch Hausaufgaben Das Ergebnis dieser Gespräche ist, dass das Gesamtkonzept als zulässig eingestuft wird – wenngleich im Fall von Red Bull noch etwas Nacharbeit erforderlich war.
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Laut Tombazis bedeutet dies nicht, dass die FIA Red Bull formell zu Änderungen aufgefordert hat. Vielmehr hat das technische Team um Wache auf Basis dieser Gespräche – und logischerweise der Crashes – erkannt, dass noch Hausaufgaben zu erledigen waren.  Getty Images Fotovergleich: Die “Macarena”-Heckflügel von Ferrari (oben) und Red Bull (unten)

“Wir haben diese Dinge also besprochen, und auf Grundlage dieser Gespräche wollte Red Bull noch etwas nachbessern”, so Tombazis. “Wir haben ihnen nicht ausdrücklich gesagt: ‘Nein, das dürft ihr nicht fahren’. Aber sie mussten noch ein wenig Arbeit investieren, um sicher zu sein – denn letztlich wollen sie ja auch, dass ihr Auto sicher ist. Ich glaube nicht, dass irgendjemand einen Unfall von seinem Auto sehen will.”
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Diese zusätzliche Arbeit zur Behebung der Probleme, die laut Wache mechanischer Natur waren, führte dazu, dass Red Bull in Belgien vorübergehend auf eine konventionellere Spezifikation zurückgreifen musste, ehe der rotierende Heckflügel von Verstappen und Isack Hadjar in Ungarn wieder eingesetzt werden konnte.

 
Formel1.de 

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