Formel-1-Boss bestätigt: Saison 2026 würde in Europa enden!
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Sollte die Formel 1 die letzten beiden Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi nicht austragen können, dann würde die Saison 2026 aller Voraussicht nach in Europa enden. Das hat Formel-1-Boss Stefano Domenicali in einem großen Interview am Mittwochmorgen bestätigt. Als Favorit für das Saisonfinale gilt aktuell Imola, das in diesem Jahr aus dem Kalender gerutscht war. LAT Images (Fotomontage) Laut Domenicali könnte in Imola das Saisonfinale stattfinden
Noch immer ist unklar, ob die beiden Nahost-Rennen aufgrund der politischen Lage ausgetragen werden können. Zwar betont Domenicali, dass die Grands Prix nach aktuellem Stand noch bestätigt sind, trotzdem beschäftigt man sich natürlich mit Alternativen. Zuletzt geisterten Vorschläge von einem zweiten Rennen in Austin durch die Medien, doch diesen Gerüchten erteilt der Italiener eine Absage: “In dieser Hinsicht möchte ich nur bestätigen, dass das Saisonende – sollte dies nicht [im Nahen Osten] möglich sein – in Europa stattfinden wird, da wir an keine anderen Orte ausweichen können.”
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“Was ich definitiv garantieren kann, ist, dass wir kein weiteres Rennen in den USA austragen werden.” Zwar habe es laut ihm auch die Möglichkeit eines zweiten Las-Vegas-Rennens gegeben, doch das wollte man bei der Formel 1 nicht: “Wir wollen etwas, das gerade wächst, nicht dadurch ruinieren, dass wir das entwerten, was wir dort tun”, sagt er. “Und natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass wir in den USA in diesem Zeitraum in direkter Konkurrenz zur NFL stehen. Das ist eine große Sportart, die – ich will nicht sagen attraktiv ist, aber viele Fans schauen das. Wir müssen also jede Situation vermeiden, die uns in Konkurrenz zu etwas bringen würde, das in den USA natürlich immer noch sehr groß ist.” Wo genau das Finale stattfinden könnte, lässt Domenicali noch offen. Portimao oder Istanbul wurden in den vergangenen Wochen immer wieder genannt, konkret nennt der Formel-1-Boss aber nur Imola, das laut ihm “eine der Optionen” sei. Aber: “Noch ist nichts definitiv auf Imola festgelegt.” Ist es im Dezember nicht zu kalt in Europa? Eine Frage, die vielen bezüglich eines Saisonendes in Europa im Kopf schwirrt, sind die Temperaturen. Während es in Katar und Abu Dhabi auch Mitte Dezember noch ausreichend warm ist, kann man das über Europa nicht unbedingt sagen. Doch Zweifel wischt Domenicali einfach weg. “Wenn ich mir die Temperaturstatistiken für Europa in diesem Zeitraum ansehe, ist es weniger kalt als die Durchschnittstemperatur in Las Vegas, wenn wir dort fahren”, betont er. “Es ist faszinierend, aber das sind die Zahlen.” Der Formel-1-Kalender 2026 zum Durchklicken
Natürlich ist auch ihm bewusst, dass es keine 100-prozentige Sicherheit über das Wetter gibt. Er erinnert unter anderem an das Eifel-Rennen am Nürburgring 2020: “Da sind wir vor vielen Jahren gefahren und hatten ebenfalls eine Situation, in der es ein paar Schneeschauer gab, die dann zu Regen wurden.” “Hoffentlich passiert das nicht. Wenn es passiert, werden wir versuchen, darauf zu reagieren. Aber ich denke, das Wetter sollte es uns erlauben, selbst Anfang Dezember in Europa Rennen zu fahren.” Großer Preis von Abu Dhabi in Imola? Doch wie sieht es dann mit der Rennbezeichnung aus? Wie am Wochenende bekannt wurde, wird der Große Preis von Bahrain auch unter diesem Namen in Malaysia ausgetragen werden. Sehen wir also auch den Großen Preis von Abu Dhabi in Imola? “Sie haben gesehen, dass wir kreativ genug sind, um Geschichten zu erschaffen, die interessant sind, um den Kalender am Leben zu halten”, lächelt Domenicali, sieht das aber langfristig nicht als richtigen Ansatz: “Wir müssen glaubwürdig und konsequent sein.”
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“Aber ich glaube fest daran und hoffe wirklich, dass die Weltlage es uns erlauben wird, zu einer normalen Situation zurückzukehren, in der wir überall in den richtigen Ländern fahren, in denen wir Grand Prix veranstalten möchten. Ich meine, was wir mit Bahrain und Malaysia gemacht haben, war fantastisch, weil wir dem Großen Preis von Bahrain unbedingt die Teilnahme ermöglichen wollten.” “Lektion gelernt”: Stefano Domenicali im Fadenkreuz der Fans Video wird geladen… Stefano Domenicali ist bei Hardcore-Fans der Formel 1 aktuell ein rotes Tuch.
“Aber wie gesagt: Für mich als Mensch hoffe ich wirklich, dass die Situation es uns erlaubt, besser zu leben und das Rennen an dem Ort auszutragen, den wir in unserer Meisterschaft ausgewählt haben.” Die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC hat ihre beiden letzten Saisonrennen in Katar und Bahrain gestern offiziell gestrichen, doch bei der Formel 1 wird sich die Entscheidung noch etwas hinziehen: “Aufgrund unserer Struktur lassen wir uns maximal Zeit, um zu sehen, wie sich die Lage entwickelt”, sagt Domenicali.
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“Und wir werden die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt treffen. Dieser Zeitpunkt wird nicht vor Mitte September sein. Wie gesagt: Für uns heute sind die Rennen in Katar und Abu Dhabi bestätigt.”
Formel1.de
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