Plötzlich Untersteuern: Darum hielt Hamiltons Pole nicht bis zum Ende
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Ferrari wartet weiter auf die erste Poleposition der Formel-1-Saison 2026. Auch beim Qualifying zum ersten Rennen in Madrid (hier live im Ticker verfolgen) sollte es nicht mit Startposition eins klappen, obwohl Lewis Hamilton nach dem ersten Versuch in Q3 noch auf der provisorischen Pole gelegen hatte. LAT Images Lewis Hamilton: Erst ein Unfall, dann die provisorische Pole
Seine Zeit von 1:32.079 Minuten reichte, um die Konkurrenz zumindest vorerst hinter sich zu lassen. Zwar konnte er sich im zweiten Versuch sogar noch einmal um eine halbe Zehntelsekunde steigern, dennoch fiel er auf den vierten Platz zurück, weil Lando Norris, Kimi Antonelli und Max Verstappen noch an ihm vorbeiziehen konnten. “Es war im Grunde dieselbe Zeit”, hadert der siebenmalige Weltmeister bei Sky nach seinem zweiten Q3-Versuch. “Aus irgendeinem Grund traten wir diese letzte Runde an, und als ich losfuhr, hatte ich in der letzten Kurve Untersteuern.”
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“Da dachte ich mir: Vielleicht sind die Vorderreifen noch nicht auf Temperatur. Und es stellte sich heraus, dass ich über die gesamte Runde hinweg mehr Grip auf der Hinterachse und mehr Untersteuern hatte”, schildert er, warum er sich nicht im gleichen Maß verbessern konnte wie die Konkurrenz. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Dabei war bereits seine erste Bestzeit in Q3 eine Überraschung, nachdem er zuvor im dritten Training in die Streckenbegrenzung gefahren war und daher den Schlussteil der Session verpasst hatte. “Lewis hat heute Morgen den letzten Run verpasst – das ist nicht die beste Art und Weise, sich auf das Qualifying vorzubereiten”, weiß Teamchef Frederic Vasseur. Hamilton hatte noch versucht, sein beschädigtes Auto in die Box zu schleppen, wurde jedoch angewiesen, das Auto am Streckenrand abzustellen. Die Mechaniker hatten alle Hände voll zu tun, das Auto für das Qualifying wieder herzurichten. “Es war schwierig für Lewis, aber vor allem für die Mechaniker. Sie haben das Auto wieder aufgebaut, aber sie waren wirklich am Limit”, so Vasseur bei Sky. “Nicht glücklich”: Leclerc mit altem Motor gehandicapt Trotzdem reichte es am Ende, um zumindest teamintern den nächsten Sieg einzufahren. Teamkollege Charles Leclerc geht am Sonntag eine Position hinter Hamilton ins Rennen, nachdem er dessen Zeit um den Hauch von 0,005 Sekunden nicht unterbieten konnte. “Ich bin nicht wirklich glücklich”, sagt der Monegasse. “Wenn man bedenkt, dass es hier nur auf das Qualifying ankommt, wird es morgen sehr wahrscheinlich ein eher schwieriges Rennen.” Leclerc war mit dem Handicap eines älteren Motors in das Qualifying gegangen, nachdem er seine neue Power-Unit beim Unfall in Monza beschädigt hatte. “Ich habe auf den Geraden ein bisschen was verloren, aber am Ende des Tages war die Runde ehrlich gesagt ganz in Ordnung”, meint er.
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“Hier und da gibt es Kleinigkeiten, aber auf einer Strecke wie dieser lässt jeder Fahrer hier und da ein wenig liegen, weil man weiß, dass man sich keinen Fehler erlauben darf. Ich bin also relativ zufrieden mit der Runde, aber nicht zufrieden mit der Startposition.” “Denn P5 zu belegen, wenn man nur eineinhalb Zehntel Rückstand auf die Pole hat (0,195 Sekunden; Anm. d. Red.), ist bitter”, so Leclerc. “Wir wissen zwar, dass wir im Rennen ein stärkeres Auto haben als im Qualifying, aber auf so einem Kurs ist es schwer, diese Pace im Rennen auch zu nutzen.” “Wie dem auch sei, wir werden uns bestmöglich vorbereiten. Der Reifenabbau wird der Schlüsselfaktor sein – vermutlich mehr als bei jedem anderen Rennen in dieser Saison, wenn man bedenkt, was wir in den Freien Trainings gesehen haben. Wir müssen voll da sein und das Maximum aus dem rausholen, was wir haben.” Verwarnung für Ferrari nach Rechenfehler Kleine Randnotiz: Leclerc musste sich nach der Session noch vor den Kommissaren verantworten, da er die Maximalzeit zwischen den beiden Safety-Car-Linien überschritten hatte. Die Kommissare sprachen für das Vergehen eine Verwarnung aus – allerdings nicht gegen Leclerc sondern gegen Ferrari. Video wird geladen…
“Während der Anhörung gab der Teamvertreter zu, dass dem Fahrer aufgrund eines Rechenfehlers ein falsches Delta-Zeitprofil zur Verfügung gestellt wurde. Der Fahrer hielt sich somit an das auf seinem Display angezeigte Delta. Da dieses Delta jedoch nicht korrekt war, verstieß er unbeabsichtigt gegen die Vorgaben”, heißt es in der Begründung der FIA.
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“Die Sportkommissare stellen fest, dass in diesem Fall das Team die alleinige Schuld trifft und dem Fahrer kein Fehler vorzuwerfen ist. Daher wird eine Sanktion gegen das Team verhängt.”
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