Formel-1-Einnahmen brechen stark ein: So lassen sich die Zahlen erklären
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Der Blick auf die Bilanz der Formel 1 im zweiten Quartal 2026 lässt zunächst aufhorchen: Wie die F1-Muttergesellschaft Liberty Media mitteilte, sank der Umsatz zwischen April und Juni von 1,22 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf nunmehr 764 Millionen US-Dollar – ein Minus von rund 38 Prozent. circuitpics.de (mit KI bearbeitet) Die Formel 1 musste sinkende Einnahmen hinnehmen
Noch drastischer fiel das Betriebsergebnis aus, das um 61 Prozent von 293 auf 73 Millionen US-Dollar absackte. Das bereinigte OIBDA – also das Betriebsergebnis vor Abschreibungen – schrumpfte in ähnlichem Maß von 361 auf 139 Millionen US-Dollar. Doch das finanzielle Tief hat handfeste organisatorische Gründe: In den drei betroffenen Monaten wurden lediglich fünf Grands Prix ausgetragen, während es im Vergleichszeitraum 2025 noch neun Rennen waren.
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Neben Terminverschiebungen – der Große Preis von Japan rückte etwa ins erste Quartal vor und Imola flog aus dem Kalender – wogen vor allem die Absagen in Bahrain und Saudi-Arabien schwer, die aufgrund der politischen Spannungen im Nahen Osten gestrichen werden mussten. Insgesamt stehen in der ersten Jahreshälfte 2026 nur acht statt elf Rennen zu Buche (ein Minus von 27 Prozent). Dass der Gesamtumsatz der Rennserie im ersten Halbjahr lediglich um 15 Prozent nachgab, unterstreicht, dass das Geschäftsmodell im Kern intakt ist. Aufholjagd im zweiten Halbjahr Für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich eine deutliche Erholung der Finanzen ab. Ein wichtiger Baustein ist die Wiederaufnahme des Bahrain-Rennens, das im Oktober ersatzweise im malaysischen Sepang nachgeholt wird. Zudem ist der Kalender im Herbst dicht gepackt: Im dritten Quartal stehen sieben Grands Prix im Plan, darunter das Debüt in Madrid, im vierten Quartal sind sogar acht Läufe vorgesehen. Der Formel-1-Kalender 2026 zum Durchklicken
Sollten die Unsicherheiten im Nahen Osten auch die Saisonfinals in Katar und Abu Dhabi gefährden, hat Formel-1-Boss Stefano Domenicali bereits vorgebaut: In diesem Szenario würde die Meisterschaft in Europa beendet, wobei Imola als heißester Kandidat für ein Ausweichfinale im Dezember gilt. Am Ende strebt die Königsklasse 22 bis 23 Saisonrennen an, wodurch sich die Einnahmenverluste weitgehend neutralisieren lassen. Weniger Preisgeld für die Teams – und der Blick auf die Sprints Die geringere Rennanzahl schlägt sich vorübergehend auch in den Ausschüttungen an die elf Rennställe nieder. Im zweiten Quartal flossen nur 316 Millionen US-Dollar an das Feld (Vorjahr: 513 Millionen), womit der Halbjahrswert bei 500 Millionen US-Dollar liegt (2025: 627 Millionen).
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Da der Terminkalender bis mindestens 2028 mit bis zu 24 Austragungsorten ausgereizt ist, sucht die Führung nach anderen Wegen zur Umsatzsteigerung. Der Hebel soll künftig bei den Sprint-Wochenenden ansetzen. Weil diese das Publikumsinteresse bereits am Freitag und Samstag spürbar ankurbeln, zeigen sich Veranstalter bereit, höhere Antrittsgebühren zu zahlen. Domenicali sagte während einer Investorenkonferenz am vergangenen Donnerstag: “Wir werden nächstes Jahr mehr Sprintrennen haben, und wir werden bei der Bekanntgabe des [2027er-]Kalenders informieren, wie viele es sein werden.” Formel-1-Quiz
Wie viele Rennen benötigte Sebastian Vettel bis zum ersten Titelgewinn?
267 128 62 232 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Das Prinzip ist einfach. Dies ist eine Gelegenheit, den Einnahmenstrom zu vergrößern, den wir aus kommerzieller Sicht wirklich nutzen können”, so der Italiener.
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Erwartet wird eine ungefähre Verdopplung der Sprintevents auf zwölf Läufe, Domenicali schloss jedoch aus, dass Sprints bei jedem Grand Prix ausgetragen werden, da ein Element der “Knappheit” erhalten bleiben müsse: “Wenn wir aus kommerzieller Sicht überallhin gehen würden, wäre das kein Wert mehr, den wir aus kommerzieller Perspektive wirklich erzeugen können.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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“Aber was die Anzahl angeht, werden wir in Zukunft definitiv weiter aufstocken. Das wird bereits im nächsten Jahr zu 1.000 Prozent passieren.”
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