Formula 1 im Fernsehen: Die Zwischenbilanz 2026 von ORF, RTL, ServusTV und Sky
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Zur Sommerpause der Formel-1-Saison 2026 fällt die Zwischenbilanz der deutschsprachigen TV-Sender unterschiedlich aus: In Deutschland bleiben die TV-Quoten weitgehend stabil, in Österreich sind sie rückläufig. Ein Überblick. Pirelli/KI-bearbeitet Symbolbild: Ein Formel-1-Auto von Audi vor einer Daten-Verlaufskurve
Pay-TV-Sender Sky erreicht nach bisher elf Rennwochenenden einen Durchschnitt von 561.500 Fernsehzuschauern und liegt damit fast genau auf dem Niveau des Vorjahres zum gleichen Zeitpunkt. Bleibt dieser Trend bestehen, dann dürfte Sky im Gesamtjahr leicht schlechter abschneiden als 2025, als im Gesamtjahr durchschnittlich 573.000 Zuschauer verzeichnet wurden. Zum Vergleich: Nur 2024 erreichte Sky in den vergangenen fünf Jahren mit 514.000 Zuschauern einen geringeren Saisondurchschnitt. Der Höchstwert lag in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 706.000 Zuschauern pro Grand Prix in der Saison 2022. Bei sieben Grands Prix gewann der Sender 2026 Zuschauer hinzu, bei vier verlor er Publikum. In Zahlen ausgedrückt: Barcelona (+112.000 Zuschauer gegenüber 2025), Miami (+200.000) und Melbourne (+67.000) gehören zu den größten Gewinnern des Jahres. Die größten Verlierer aus Sky-Sicht sind Budapest (-141.000) und Monaco (-118.000).
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Mit 739.000 TV-Zuschauern stellt Silverstone den bisherigen Saisonbestwert dar, dicht gefolgt von Miami mit 735.000. Das aktuelle Schlusslicht ist Suzuka mit 297.000 Zuschauern. Noch (zu) wenige Zahlen für eine RTL-Einschätzung Für RTL ist eine belastbare Saisonanalyse dagegen noch kaum möglich. Denn mit Monaco und Spa-Francorchamps wurden bislang erst zwei Rennen übertragen. Daraus ergibt sich ein Durchschnitt von 1,675 Millionen Zuschauern. Das bewegt sich leicht über den Zahlen von 2025 und 2024, fällt im Vergleich zu den Saisons davor aber deutlich ab. 2021 erzielte RTL zuletzt durchschnittlich mehr als drei Millionen Zuschauer pro Grand Prix, 2022 lag der Saisondurchschnitt letztmals bei mehr als zwei Millionen Zuschauern und 2024 fiel der Schnitt auf die aktuelle Region von ungefähr 1,6 Millionen, wo er sich seither stabil hält. Ein echter Rückgang ist bei RTL aufgrund von wiederholten Übertragungen nur für das Rennen in Spa-Francorchamps feststellbar: 2024 sahen 1,83 Millionen zu, 2025 1,81 Millionen und 2026 nur noch 1,55 Millionen – der schwächste RTL-Wert seit Jahren. Für Monaco fehlt dieser Vorjahresvergleich, weil RTL in den vergangenen Saisons nicht aus Monaco berichtete. Erkennbarer Quoten-Rückgang beim ORF In Österreich bleibt der öffentlich-rechtliche ORF bislang unter den Vorjahreswerten: Für 2026 liegt der Zuschauerschnitt bei 559.000 pro Grand Prix, wo 2025 noch durchschnittlich 574.000 Zuschauer eingeschaltet hatten. Schwächer war der ORF nur 2024 mit im Schnitt 533.000 Live-Zuschauern – eine Entwicklung, die auch bei Sky in Deutschland zu beobachten war. Aufgrund der Rotation mit ServusTV gibt es für den ORF 2026 nur einen echten Vorjahresvergleich – und der ist rückläufig: Mit 511.000 Zuschauern sahen 2026 41.000 Zuschauer weniger den Grand Prix von Barcelona-Katalonien. Es ist der schlechteste Wert der vergangenen fünf Jahre für dieses Rennen. Insgesamt deckt der ORF bei seinen diesjährigen Übertragungen eine Spannweite von 466.000 (Monaco) bis 652.000 Zuschauern (Silverstone) ab. Frühmorgen-Rennen drücken den Schnitt von ServusTV Bei ServusTV in Österreich sorgen vor allem die Frühmorgen-Rennen in Melbourne (239.000) und Suzuka (306.000) für einen vergleichsweise schwachen Saisonschnitt von bislang 474.000 Zuschauern. 2025 waren es 599.000. Umso positiver fällt das ServusTV-Heimrennen auf: 751.000 Zuschauer verfolgten es auf dem Red-Bull-Sender – die klare Saisonbestleistung. Der einzige direkte Vorjahresvergleich ergibt sich für den Grand Prix von Kanada, der für ServusTV seit 2025 klar rückläufig ist: 2024 sahen 641.000 Zuschauer zu, 2025 noch 623.000 und dieses Jahr waren es lediglich 467.000 – so wenige wie nie in den zurückliegenden fünf Jahren. Welche Rennen für gute TV-Quoten sorgen – und welche nicht Auffällig ist, dass sich einige Rennstrecken inzwischen als verlässliche Quotenbringer etabliert haben. Silverstone zählt in Deutschland wie Österreich zu den stärksten TV-Ereignissen der Saison. Auch Miami entwickelt sich insbesondere bei Sky zu einem der zuschauerstärksten Rennen der Saison.
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Demgegenüber verliert Monaco trotz seines traditionsreichen Images spürbar an Zuschauerinteresse. Dass ausgerechnet das prestigeträchtigste Rennen des Jahres bei Sky und ORF deutlich hinter den Vorjahreswerten blieb, dürfte zu den bemerkenswertesten Entwicklungen der bisherigen Saison zählen. Wie die Formel 1 zu ihren TV-Zahlen steht Obwohl die TV-Zahlen im deutschsprachigen Raum stabil bis rückläufig sind, wirkt Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali nicht alarmiert. Er sagte kürzlich in einer Pressekonferenz mit Blick auf die weltweite TV-Entwicklung der Rennserie: “Insgesamt entwickelt sich alles ausgesprochen positiv.”
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“Wir verlängern derzeit Verträge, die eigentlich erst Ende 2028 oder 2029 auslaufen würden, schon jetzt über einen noch längeren Zeitraum. In einer normalen Geschäftswelt macht niemand so etwas, wenn er mit dem Produkt unzufrieden ist. Deshalb bin ich überzeugt, dass unser Wachstum weltweit sehr solide ist.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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In Deutschland hält Sky noch bis einschließlich 2027 die Formel-1-Rechte. In Österreich hat ServusTV seinen Formel-1-Vertrag kürzlich um drei Jahre bis einschließlich 2029 verlängert. Noch ist unklar, ob sich ServusTV die Rechte wie bisher mit dem ORF teilt.
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