Franco Colapinto: Alle waren glücklich – außer Flavio Briatore!

Franco Colapinto: Alle waren glücklich – außer Flavio Briatore!

 

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Nach einer extrem schwierigen Saison 2025 kämpft Alpine in diesem Jahr wieder um den Titel “Best of the Rest” – mit anderen Worten darum, das Mittelfeld der Formel 1 hinter den vier Topteams anzuführen. Die Ambitionen des Rennstalls aus Enstone gehen jedoch weit darüber hinaus, was ganz besonders für Flavio Briatore gilt, den schillernden Chefberater, der das Team effektiv leitet.  Sutton Images Colapinto kennt die Eigenheiten von Flavio Briatore

Bekanntlich kann der mittlerweile 76-jährige Italiener sowohl bei seinen Entscheidungen als auch in seiner Kommunikation gnadenlos sein – eine Erfahrung, die Franco Colapinto bereits mehrfach am eigenen Leib gemacht hat. Dennoch glaubt der argentinische Fahrer, dass Briatores Ansatz notwendig ist, um die Lücke zur Spitze letztlich zu schließen. “Ich glaube an seinen Prozess. Man muss ihn verstehen. Aber ich denke, um in der Formel 1 Erfolg zu haben und das Ziel zu erreichen, das jedes Mittelfeldteam hat – nämlich Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren einzuholen -, braucht man jemanden wie Flavio.”
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Das treffendste Beispiel gab es Colapinto zufolge nach dem Großen Preis von Kanada in Montreal. Alpine fuhr auf dem Circuit Gilles Villeneuve mit beiden Autos in die Punkte, was angesichts des Abstands zu den vier Topteams normalerweise als Erfolg gewertet würde. Briatore sah das jedoch anders. “Wir sind in Kanada auf den Rängen sechs und acht gelandet, das waren fantastische Punkte für das Team. Aber nach dem Rennen war Flavio überhaupt nicht zufrieden und hat das Team weiter angetrieben. Er war fast die unglücklichste Person im gesamten Team”, sagt Colapinto in einem exklusiven Interview mit Motorsport.com, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network. “Der Grund dafür war, wie weit wir im Vergleich zu Miami hinter Ferrari lagen. Er wollte verstehen, woran das lag. Alle waren sehr glücklich über die Punkte, aber er meinte nur: ‘Nein, nein, ich will mehr. Mir gefällt nicht, wo wir stehen, und auch Racing Bulls ist uns zu nah auf den Fersen. Sie sind näher dran als in Miami, also warum passiert das? Ich will Antworten und ich will uns noch weiter verbessern.'” Colapinto: Alpine braucht Briatores Art Briatores Führungsstil mag hart rüberkommen, doch laut Colapinto ist genau das in der Formel 1 nötig, um an die Spitze zu gelangen – insbesondere für ein Team wie Alpine, das Boden gutmachen muss. “Diesen Druck auf das Team auszuüben, selbst wenn die Dinge gut laufen, ist seine Art, das Team zu führen. Und aus meiner persönlichen Sicht ist es ein Weg, in der F1 erfolgreich zu sein und die Topteams einzuholen”, so der Argentinier. Alpine, die Vierte: Warum sollte Fernando Alonso das tun, Marc Surer? Video wird geladen… Fernando Alonso will nochmal Weltmeister werden. Muss er dafür schon wieder das Team wechseln?

“Flavio ist ein absolutes Wettkampftier. Er ist nur in die Formel 1 zurückgekehrt, um zu gewinnen, und das schätze ich sehr, weil ich genauso bin.” Das bedeutet, dass Alpines Fortschritte in diesem Jahr noch nicht ausreichen, um im Team Zufriedenheit aufkommen zu lassen. Ja, nach der katastrophalen Saison 2025 war die erste Hälfte dieses Jahres zweifellos ein Schritt nach vorne, aber es ist immer noch nicht dort, wo die Messlatte liegt. “Ich bin sehr stolz auf die Schritte, die wir gemacht haben, aber wir sind alle extrem ehrgeizig und geben uns nicht damit zufrieden, einfach nur an der Spitze des Mittelfelds zu stehen. Es stimmt, dass die Schritte in diesem Jahr gewaltig waren, aber wir streben immer nach mehr”, so Colapinto. Kann der Gucci-Deal Alpine dabei helfen, den nächsten Schritt zu machen? Das gilt nicht nur an der sportlichen Front, sondern auch auf kommerzieller Seite. Gucci wird in der nächsten Saison als Titelsponsor des Teams einsteigen, und laut Colapinto zeigt sich Briatores Einfluss auch in dieser Entwicklung.
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Der 23-Jährige sieht die Ankündigung von Gucci in zweierlei Hinsicht. Erstens betrachtet er sie als Bestätigung dafür, dass sich Alpine nach 2025 wieder auf einem aufsteigenden Ast befindet. Eine renommierte Marke wie Gucci würde sich nicht mit einem Team verbinden wollen, das hoffnungslos hinterherfährt. Für Colapinto ist der Deal daher ein Vertrauensbeweis – zumindest gibt es den Glauben an das Potenzial des Projekts. Alle Formel-1-Autos von Renault/Alpine

Zweitens glaubt Colapinto, dass die Partnerschaft Alpine dabei helfen wird, die Ambitionen für den nächsten Schritt in die Realität umzusetzen. Der Deal verschafft dem Team eine größere finanzielle Flexibilität, was auch in Bezug auf die Muttergesellschaft Renault wichtig ist. Denn wenn die schwersten finanziellen Lasten auf mehr Schultern verteilt werden können, macht das das finanzielle Gesamtbild erheblich attraktiver. Colapinto selbst hat zwar noch keinen Vertrag für 2027, glaubt aber, dass der Gucci-Deal dennoch den nächsten Schritt für das “Team Enstone” einläuten könnte – einen Schritt, an dem er sehr gerne teilhaben möchte.
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“Im Moment passieren viele gute Dinge, neue Partnerschaften und eine Menge um uns herum. Der Deal mit Gucci ist eine dieser Sachen und ein wichtiger Meilenstein. Von daher: Ja, ich denke, es zeigt, dass die Richtung, die wir jetzt einschlagen, die richtige ist.”

 
Formel1.de 

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