“Krokodilstränen”: Günther Steiner übt deutliche Kritik an Williams-Ausreden
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Ex-Formel-1-Teamchef Günther Steiner hat deutliche Kritik an der aktuellen Situation von Williams und insbesondere an den Aussagen von Teamchef James Vowles geübt: Der Südtiroler wies die Beschwerden des Traditionsteams über die Investitionsbeschränkungen in der Formel 1 als “Krokodilstränen” zurück. LAT Images Williams fährt den anderen Team in diesem Jahr hinterher
Steiner hinterfragt dabei das Vorgehen von Teamchef Vowles, der den Zeitplan für die Rückkehr des Rennstalls aus Grove an die Spitze immer wieder nach hinten korrigiert. Seit der Brite im Jahr 2023 die Führung bei Williams übernommen hat, verweist er regelmäßig auf die veraltete Infrastruktur als einen der größten Bremsklötze zurück nach vorne. Vowles hat sich wiederholt für Ausnahmeregelungen starkgemacht, die Investitionen zur Modernisierung der Anlagen außerhalb der Budgetobergrenze ermöglichen sollen. Steiner argumentiert im Red Flags Podcast, dass Williams die aktuellen Finanzregeln nicht für die eigenen Versäumnisse bei Investitionen in der Vergangenheit verantwortlich machen könne. Video wird geladen…
“Einige von ihnen haben Fehler gemacht, indem sie nicht in das Team investiert haben. Es ist Bullshit zu sagen: ‘Oh, wir können keine Rennen gewinnen, weil wir keine 75 Fünf-Achs-Maschinen haben, sondern nur 65′”, sagte Steiner, bevor er explizit klarstellte, dass sich seine Aussagen auf Williams beziehen. Steiner: “Williams erzählt seit fünf Jahren das Gleiche” “Meiner Meinung nach erzählt Williams seit fünf Jahren immer das Gleiche. Ich würde mir gerne mal die Zahlen zur Budgetobergrenze ansehen: Haben sie immer das Maximum ausgeschöpft? Wenn man über fünf Jahre hinweg nicht das Maximum ausgibt – wen kann man dann dafür verantwortlich machen? Sich selbst.”
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“Man kann nicht sagen: ‘Oh, ich durfte nichts ausgeben.’ Das geht nicht, denn vor fünf Jahren hatte man das Geld schlichtweg nicht”, so Steiner, der offenbar keine Ausreden für die aktuelle Lage des Traditionsrennstalls gelten lässt. Die Williams-Story
“Man kann jetzt nicht dem System die Schuld geben. Ich denke, es gibt einen Weg. Wenn man zu den anderen Teams und zur FIA geht und sagt: ‘Wir möchten die Fabrik modernisieren und diese Summe investieren’, bekommt man eine Ausnahmegenehmigung.” “Ähnlich lief es bei Aston Martin, als Lawrence Stroll kam und sagte: ‘Ich möchte ein neues Werk bauen, denn das alte Jordan-Werk ist veraltet und alles ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit.’ Er sagte: ‘Ich möchte einen neuen Windkanal bauen.'” “Man antwortete ihm: ‘Sie dürfen einen neuen Windkanal außerhalb der Budgetobergrenze bauen, aber er darf nicht besser sein als der beste bereits existierende Windkanal in der Formel 1.'” Steiner sieht darin vor allem eine Frage der Verhandlungen mit der FIA und den anderen Teams. “Man muss immer verhandeln.” Steiner kritisiert fehlenden Überblick von Vowles “Es bringt nichts zu sagen: ‘Oh, man lässt mich das nicht machen.‘ Nur weil es einem zunächst untersagt wird, sollte man nicht aufgeben, einen Weg zu finden. Zunächst muss man jedoch nachweisen, dass man tatsächlich nicht über dieselben Einrichtungen verfügt, und zudem sicherstellen, dass man über die finanziellen Mittel für das geplante Vorhaben verfügt.”
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“Das sind Krokodilstränen, denn im vergangenen Jahr lautete die Prognose von Williams noch: ‘Wir konzentrieren uns auf 2026 und werden dann gut aufgestellt sein.’ Aber hat James im letzten Jahr etwa nicht bemerkt, dass ihm die nötigen Einrichtungen dafür fehlten?” Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Aserbaidschan
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“Er musste erst ein Jahr warten, um festzustellen, dass in seine Anlagen fünf Jahre lang nicht investiert worden war”, erinnert Steiner. Williams belegt derzeit mit elf Punkten den neunten Platz in der Konstrukteurswertung, vor Aston Martin und Neueinsteiger Cadillac.
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