Gabriel Bortoleto dachte nach Q1: “Fuck, ich fahre hier auf Pole!”
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Gabriel Bortoleto erlebte im Qualifying zum Großen Preis von Mexiko einen ungewöhnlichen Samstag. Weil der Audi-Pilot zuvor kaum auf der Strecke gewesen war, fehlten ihm wichtige Referenzen. Trotzdem gelang ihm in Q1 eine Runde, die ihn nur wenige Zehntel hinter die Spitze brachte: “Fuck, ich fahre hier auf Pole!”, schoss es ihm danach durch den Kopf. LAT Images Gabriel Bortoleto ist erfreut über seine Leistung im Mexiko-Qualifying
Im Qualifying belegte er am Ende jedoch nur Platz 14 und schied in Q2 aus, durch die Disqualifikation von Liam Lawson rückt er in der Startaufstellung auf Rang 13 vor. Teamkollege Nico Hülkenberg startet nach derselben Entscheidung von Platz zehn. Bortoletos Ausgangslage war alles andere als einfach. Er hatte das erste Freie Training ausgelassen und nach einem Problem am Auto auch im weiteren Verlauf des Wochenendes kaum Fahrpraxis gesammelt. Vor dem Qualifying fehlten ihm damit wesentliche Erfahrungswerte auf dem anspruchsvollen Kurs in Mexiko-Stadt.
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Umso größer war seine Überraschung über die erste schnelle Runde. “Ehrlich gesagt dachte ich nach dieser Runde, dass ich auf Pole stehen würde. Fuck, ich hatte das ganze Wochenende nur zwei Runden gefahren und lag drei Zehntel hinter Platz eins”, erzählt der Brasilianer über Q1. Bortoleto fehlten jegliche Referenzen Dass er unter diesen Umständen überhaupt eine konkurrenzfähige Runde zustande brachte, beeindruckte ihn selbst. Gerade auf einer Strecke mit wenig Grip sei es wichtig, das Auto genau zu spüren und sich Schritt für Schritt ans Limit heranzutasten. Genau diese Möglichkeit hatte Bortoleto aber nicht. “Ich finde, ich habe heute einen großartigen Job gemacht. In ein Qualifying zu gehen, ohne auf einer Strecke mit praktisch keinem Grip Runden gefahren zu sein, ist extrem schwierig. Man muss das Auto wirklich am Limit spüren, um die Rundenzeit herauszuholen. Was ich in Q1 geschafft habe, war ziemlich beeindruckend.” In Q2 wurde die fehlende Vorbereitung dann deutlicher. Bortoleto unterliefen einige kleinere Ausrutscher, die ihn Zeit kosteten. Er wusste zwar, dass solche Momente unter den gegebenen Umständen passieren konnten, hatte aber kaum Gelegenheit, sich auf die Reaktionen des Autos einzustellen. Video wird geladen…
“Ich wusste, dass ich solche Rutscher haben würde. Ich war das ganze Wochenende nicht in dieser Situation gewesen. Ich wusste einfach nicht wirklich, was ich mit den ganzen Einstellungen machen sollte. Das war ein ziemlich merkwürdiges Qualifying für mich.” Er beschreibt, wie ungewohnt sich jede Kurve anfühlte: Erst musste er abschätzen, wie viel Grip vorhanden sein würde, dann das Auto hineinwerfen und anschließend auf mögliche Übersteuertendenzen reagieren. “Das ist eigentlich nicht die Art, wie ich ein Qualifying angehen würde. Aber heute musste ich es so machen.” Zwei Kurven kosteten den Sprung in Q3 Trotzdem fehlte Bortoleto nach eigener Einschätzung nicht viel zum Einzug in die letzte Qualifying-Session. Er verweist auf zwei Kurven, in denen er besonders viel Zeit verloren habe. Hätte er diese Passagen sauberer getroffen, wäre Q3 aus seiner Sicht möglich gewesen.
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“Ich weiß, dass es vielleicht nicht so knapp aussieht, aber ich kenne die beiden Kurven, in denen ich massiv Zeit verloren habe. Wenn ich alles zusammengebracht hätte, wären wir dabei gewesen.” In Q3 hätte ihm zudem ein weiterer Reifensatz zur Verfügung gestanden. Mit zusätzlichen Runden und mehr Gefühl für das Auto hätte er noch mehr herausholen können. Dass es am Ende im Qualifying nur zu Platz 14 reichte, ist für ihn deshalb nicht einfach eine Frage des fehlenden Tempos, sondern auch eine Folge der außergewöhnlichen Ausgangslage.
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Ein großes Lob richtet Bortoleto dabei an sein Team. Nach dem Problem im dritten Freien Training musste Audi das Auto bis zum Qualifying wieder aufbauen. “Ich möchte dem Team einfach Danke sagen. Sie haben nach dem Problem das ganze Auto von FT3 bis zum Qualifying wieder aufgebaut. Sie haben einen großartigen Job gemacht.” Hülkenberg sieht Fortschritte beim Motor Nico Hülkenberg verpasste Q3 im Qualifying zunächst als Elfter um lediglich zwei Hundertstelsekunden. Durch die Disqualifikation von Liam Lawson rückt der Deutsche in der endgültigen Startaufstellung auf Platz zehn vor. Mit seiner Leistung zeigt sich Hülkenberg zufrieden. “Es war eine saubere Runde. Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz, den wir gezeigt haben. Die Runden waren sehr sauber, und wir haben uns gut gesteigert. Das war alles, was wir im Tank hatten”, erklärt er. Video wird geladen…
Für das Rennen erwartet der Audi-Pilot allerdings einige Herausforderungen. Besonders die Kühlung der Power-Unit ist in der Höhenlage von Mexiko-Stadt ein Thema. Das Team müsse die Temperaturen im Griff behalten und vor allem dafür sorgen, dass das Auto die Distanz problemlos übersteht.
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“Morgen gibt es viele Herausforderungen, besonders was die Temperaturen der Power-Unit angeht. Die Kühlung ist hier ziemlich schwierig. Es geht darum, das zu managen und zu überleben”, sagt Hülkenberg. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel-1-Newsticker
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Immerhin sieht der Deutsche bei der Performance der Audi-Antriebseinheit positive Anzeichen. “Leistungsmäßig ist dieses Wochenende wahrscheinlich eines unserer besseren. Wenn man sich die Analysen anschaut, sieht das tatsächlich ziemlich positiv aus.”
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