George Russell erklärt: Warum ihm die neue Formel 1 nicht liegt
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Der Mercedes W17 gibt George Russell weiterhin Rätsel auf. Am Medientag vor dem Grand Prix von Mexiko-Stadt 2026 (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) erklärte Russell in der FIA-Pressekonferenz, dass sich das Auto speziell seit dem Malaysia-Update “ein bisschen merkwürdig” verhalte. Und: “Es funktioniert nur in einem sehr schmalen Fenster.” Dieses Fenster hat Russell bislang nicht getroffen. LAT Images George Russell im Mercedes W17: Mal läuft es, meistens aber nicht
Darin liegt laut dem Mercedes-Fahrer die Hauptaufgabe für die restlichen Rennen der Formel-1-Saison 2026: “Wir müssen versuchen, dieses Fenster zu vergrößern, und ich muss natürlich versuchen, mich darauf zu konzentrieren, dieses Fenster zu treffen.” Doch das ist leichter gesagt als getan. Zwar wirkt es bei Russells Teamkollegen Kimi Antonelli so, als treffe dieser das schmale W17-Fenster mit Leichtigkeit. Russell dagegen tut sich schwer – mit dem Mercedes und den neuen Formel-1-Regeln. Welche Faktoren Russell in der Saison 2026 einschränken “Bei den Autos gibt es in diesem Jahr einfach einige Faktoren, die einen bestimmten Fahrstil begünstigen oder behindern können”, erklärte Russell. Die neue Fahrzeuggeneration komme seinem Fahrstil nicht entgegen.
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“Ich war schon immer ein Fahrer, der sich auf die Mitte und den Ausgang der Kurve konzentriert. Das bedeutet häufig, dass ich früher ans Gas gehe als die meisten anderen. Mit diesen neuen Antriebseinheiten bedeutet das aber, dass ich mehr Energie verbrauche, und manchmal ist das für die Antriebseinheit nicht die effizienteste Fahrweise.” “Und zweitens waren die Reifendrücke in diesem Jahr sehr, sehr hoch, vor allem an der Hinterachse. Pirelli schreibt in diesem Jahr vor allem an der Hinterachse einen deutlich höheren Reifendruck als Sicherheitsreserve vor. Auch das hat mich ein wenig behindert, weil ich am Kurvenausgang stark pushe. Der Hinterreifen kommt damit nicht so gut zurecht.” Was Russell jetzt braucht, ist Konstanz Diese beiden Faktoren haben Russells Fahrstil nach eigener Aussage “wirklich beeinträchtigt”. Russell bezeichnete sie als die “wahrscheinlich größte Herausforderung in dieser Saison”, weil es ihm bislang nicht gelungen ist, den Mercedes W17 zu entschlüsseln. (Fotostrecke: Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat) Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat
Deshalb will er bei den verbleibenden Grands Prix vor allem “etwas Konstanz finden” statt immer nur punktuell vorne dabei zu sein – wie in Baku, wo Russell die Poleposition erzielte und das Rennen gewann, nur um in Austin nicht über Platz acht hinauszukommen. Er sagte: “Ich hatte in meiner Karriere noch nie eine Saison, in der die Leistung derart stark geschwankt hat. Und ich weiß, dass die Performance vorhanden ist. Denn man kann keine Leistungen wie in Baku zeigen, wenn man es angeblich plötzlich verlernt hat.”
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“Wir haben einfach Schwierigkeiten damit, regelmäßig ins Schwarze zu treffen. Wir wissen nicht, warum das so ist. Und wie gesagt: So etwas hatten wir noch nie. Ich persönlich habe das in meiner Karriere noch nie erlebt. Daher hat das für mich in diesen letzten Rennen wahrscheinlich Priorität.” Den Frust hat Russell längst überwunden Aber ist es nicht frustrierend, immer nur auf Fehlersuche zu sein, wenn der Teamkollege von Sieg zu Sieg eilt und kurz vor dem WM-Titelgewinn steht? “Ich würde sagen, ich bin inzwischen über den Punkt hinaus, an dem Frust das richtige Wort wäre”, sagte Russell. Formel-1-Quiz
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Hart Mugen Ilmor Mecacrome Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Vielleicht habe ich dieses Wort zu Beginn der Saison verwendet. Aber inzwischen betrachte ich die Sache gemeinsam mit meinem Team sehr objektiv und versuche, bei der Lösung dieser Probleme einen kühlen Kopf zu bewahren.”
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“Ich weiß: Wenn sich Frust einschleicht und wir anfangen, bei Veränderungen irrational vorzugehen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir die Dinge nicht verbessern. Und wie gesagt: Diese Performance steckt im Auto. Ich habe überhaupt nicht den Glauben daran verloren, dass wir es schaffen können, weil wir bereits gezeigt haben, dass wir dazu in der Lage sind.” Warum Russell auch positiv gestimmt ist Das stimme ihn grundsätzlich zuversichtlich, erklärte Russell: “Wenn ich mir einige andere Fahrer aus der Vergangenheit anschaue, die eine schwache Saison hatten, dann war es häufig über jedes einzelne Rennen hinweg ein schwaches Jahr. Bei uns ist das nicht der Fall. Wir waren entweder sehr konkurrenzfähig oder nicht konkurrenzfähig.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Deshalb versuchen wir wirklich zu verstehen, was die guten Rennen gut gemacht hat und was die schlechten Rennen schlecht gemacht hat.” Für Russells Titelchancen 2026 käme diese Erkenntnis jedoch wohl zu spät: Antonelli kann bereits am Wochenende in Mexiko die WM-Entscheidung herbeiführen. Russell bliebe dann höchstens noch der zweite Platz in der Gesamtwertung.
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