Haas-Suspendierung: Warum die Zeit von Esteban Ocon endgültig abgelaufen ist
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Die Formel-1-Karriere von Esteban Ocon könnte beim Großen Preis von Mexiko ein unrühmliches Ende gefunden haben. Bereits seit Ende September steht fest, dass der Franzose über die Saison 2026 hinaus nicht mehr für Haas fahren wird und Rafael Camara ab 2027 sein Cockpit übernehmen soll. LAT Images Hat Esteban Ocon sein letztes Formel-1-Rennen bereits absolviert?
Um weiterhin in der Formel 1 zu bleiben, hofft Ocon nun auf das letzte noch verfügbare Cockpit bei Cadillac, wo der Sitz von Valtteri Bottas nach einer schwachen Saison wackelt. Doch Ocons Mindesthaltbarkeitsdatum in der Königsklasse scheint aus mehreren Gründen überschritten zu sein. Haas-Bruch: Hat es sich Ocon mal wieder verscherzt? Ursprünglich war geplant, dass Ocon die laufende Saison 2026 regulär zu Ende fährt. Nach dem Wochenende in Mexiko könnte sich das allerdings geändert haben. Nach einer hitzigen Funkdiskussion während des zweiten Trainings über die Reifenwahl für die Longruns soll es hinter den Kulissen nach der Session ordentlich gekracht haben.
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Französische Medien brachten sogar eine körperliche Auseinandersetzung mit Teamchef Ayao Komatsu ins Spiel. Ocon dementierte diese Berichte später auf Social Media vehement. Nichtsdestotrotz zog Haas den Franzosen aus dem Verkehr und ersetzte ihn durch Reservefahrer Ryo Hirakawa. Ob Ocon für die verbleibenden vier Rennen noch einmal ins Cockpit zurückkehren wird, erscheint fraglich. Ebenso offen ist, ob er das Cadillac-Cockpit für 2027 als Teamkollege von Sergio Perez erhalten wird. Ausgerechnet jenem Perez, mit dem er bereits von 2017 bis 2018 bei Force India gefahren war. Damals bildeten die beiden eine hochexplosive Fahrerpaarung, die von mehrfachen Auseinandersetzungen geprägt war. Ocons Teamduelle: Nicht nur ein Hitzkopf, sondern auch zu langsam? Ocon gab 2016 beim Großen Preis von Belgien sein Formel-1-Debüt. Das damalige Manor-Team hatte sich nach schwachen Leistungen von Rio Haryanto getrennt und dem Mercedes-Junior Ocon die Chance gegeben, an der Seite von Pascal Wehrlein in der Königsklasse anzutreten. Mit dem unterlegenen Manor konnte Ocon in dieser Zeit keine Punkte erzielen. Im Qualifying war er durchschnittlich 0,245 Sekunden langsamer als Teamkollege Wehrlein. Mit einem starken Auftritt beim verregneten Rennen in Brasilien machte er jedoch auf sich aufmerksam und sicherte sich damit einen Platz für 2017 beim Mercedes-Kundenteam Force India. Dort folgten zwei gemeinsame Jahre mit Sergio Perez. Der Mexikaner war im Schnitt 0,046 Sekunden schneller und entschied das teaminterne Duell mit 162:136 Punkten für sich. Nachdem Lawrence Stroll das damalige Racing-Point-Team übernommen hatte, war Ocons erstes Formel-1-Aus besiegelt. Seinen Platz im Cockpit übernahm Lance Stroll. Mit seinem Comeback bei Renault im Jahr 2020 bekam Ocon eine neue Chance. Gegen Daniel Ricciardo musste er allerdings eine deutliche Niederlage hinnehmen: Mit 62:119 Punkten und einem durchschnittlichen Qualifying-Rückstand von 0,231 Sekunden war der Australier klar überlegen. In den Jahren 2021 und 2022 folgte zudem ein äußerst hitziges Teamduell mit Fernando Alonso. In den ersten beiden gemeinsamen Alpine-Jahren sammelte Ocon mit 166:162 Punkten zwar knapp mehr Zähler als der Altmeister. Allerdings wurde Alonso 2022 selbst durch zahlreiche technische Probleme ausgebremst. Bei der Qualifying-Pace hatte der Spanier laut den Daten dennoch mit durchschnittlich 0,12 Sekunden die Nase vorn. Nach Alonsos Wechsel zu Aston Martin folgte bei Alpine das nächste hitzige Teamduell mit Pierre Gasly. Dieses Mal fiel das Ergebnis allerdings deutlich zugunsten des Teamkollegen aus: Gasly setzte sich mit 104:81 Punkten durch und war im Qualifying durchschnittlich 0,23 Sekunden schneller. Ocons Zeit bei Alpine war damit abgelaufen. Haas blieb ihm als letzte Möglichkeit, seine Formel-1-Karriere fortzusetzen. Doch auch im teaminternen Duell gegen Rookie Oliver Bearman geriet der Franzose zunehmend unter Druck und verlor schnell seinen Status als vermeintliche Nummer eins im Team. Nach zwei gemeinsamen Saisons spricht die Bilanz eine klare Sprache: Bearman liegt mit 64:45 Punkten vorne und war im Qualifying durchschnittlich 0,22 Sekunden schneller. Zehn Jahre Formel 1: Warum sich Ocon glücklich schätzen kann Wer ausschließlich die nackten Pace-Daten betrachtet, kommt nach zehn Formel-1-Saisons zu einem ernüchternden Ergebnis: Ocon hat sich bislang in keinem einzigen seiner teaminternen Duelle als der schnellere Fahrer präsentiert.
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Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass einige dieser Duelle äußerst eng waren. Zudem hatte Ocon im Laufe seiner Karriere keineswegs schlechte Teamkollegen. Die Messlatte lag häufig entsprechend hoch. Trotzdem lässt sich kaum argumentieren, dass Ocon nicht genügend Chancen in der Formel 1 erhalten hätte. Sollte es tatsächlich zu seinem endgültigen Aus kommen und Cadillac sich gegen eine Verpflichtung entscheiden, wäre das jedenfalls keine große Überraschung.
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Denn nicht nur sein Temperament stand ihm im Laufe seiner Formel-1-Karriere immer wieder im Weg. Auch seine fahrerischen Leistungen reichten letztlich nicht aus, um sich dauerhaft für höhere Aufgaben zu empfehlen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Zehn Jahre in der Königsklasse sind vor diesem Hintergrund alles andere als eine schlechte Bilanz. Doch spätestens nach dem Eklat in Mexiko scheint Esteban Ocons Zeit in der Formel 1 endgültig abgelaufen zu sein.
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