“Haben Max für die wichtigsten Rennen”: Wolff stichelt gegen Red Bull

“Haben Max für die wichtigsten Rennen”: Wolff stichelt gegen Red Bull

 

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Max Verstappen bleibt Red Bull Racing auch über die kommenden Jahre erhalten. Ein Wechsel zu Mercedes ist damit vorerst vom Tisch. Toto Wolff sieht das allerdings mit Humor – denn nach seiner eigenen Definition kreuzen sich die Wege von Mercedes und Verstappen längst. Nicht in der Formel 1, sondern im GT3-Sport.  circuitpics.de Toto Wolff hat in zandvoort über Max Verstappens neuen Red-Bull-Vertrag gesprochen

Mercedes und Red Bull arbeiten gemeinsam an einem GT3-Projekt, bei dem Verstappen einen Mercedes-AMG GT3 pilotiert. Für Wolff ist das durchaus bemerkenswert, schließlich war vor rund eineinhalb Jahren keineswegs selbstverständlich, dass Red Bull seinen Superstar überhaupt in einem Mercedes-Rennwagen fahren lassen würde. “Die Wege haben sich bereits gekreuzt – durch den GT-Rennsport”, sagt Wolff bei seiner traditionellen Medienrunde mit niederländischen Journalisten in Zandvoort. “Als wir dieses Programm vor eineinhalb Jahren gemeinsam entwickelt haben, schien es ein weiter Weg zu sein. Denn konnte Red Bull Max tatsächlich in einem Mercedes GT3 fahren lassen?”
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Die Antwort lautet inzwischen: Ja. Und Wolff macht daraus einen kleinen Seitenhieb auf Verstappens neue Vertragssituation. “Wir haben Max bei den wichtigsten Rennen” Denn wenn Verstappen schon nicht für Mercedes in der Formel 1 fährt, hat Wolff zumindest in einer anderen Disziplin Zugriff auf den viermaligen Weltmeister. “Wir haben ihn für die wirklich wichtigen Rennen”, scherzt der Österreicher. Gemeint sind die Langstreckenrennen auf der Nürburgring-Nordschleife – allen voran das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Für Wolff sind diese Rennen ohnehin die eigentlichen Prüfungen für Rennfahrer. Die moderne Formel 1 sei zwar technologisch spektakulär, doch auf der Nordschleife gehe es noch um etwas anderes. “Wir haben in der Formel 1 riesige Kiesbetten und asphaltierte Auslaufzonen”, sagt Wolff. “Das echte Racing findet dort statt, wo du durch die Bäume fährst, über Kuppen und durch blinde Kurven.” Und dann folgt der vielleicht ungewöhnlichste Teil seines Vergleichs: “Und gegen den Dacia!” Wolff spielt damit auf Olli’s Garage Racing an, das mit einem Dacia Logan beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife antritt. Der Mercedes-Teamchef ist davon offensichtlich begeistert. “Nein, im Ernst: Das sind Helden!”, lacht Wolff. Verstappen gegen 150 Autos, bei Nacht und Regen Die Faszination für die Nordschleife kann Wolff durchaus nachvollziehbar erklären. Bei den Langstreckenrennen geht es nicht nur um reine Geschwindigkeit. Die Fahrer müssen mit ständig wechselnden Bedingungen klarkommen. “Du fährst gegen 150 Autos auf der Nordschleife – bei Tag und Nacht, bei Nebel und Regen und bei Eis.”
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Genau deshalb bezeichnet Wolff diese Rennen als “die echten Heldenrennen”. Dass ausgerechnet Verstappen regelmäßig im Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife sitzt, dürfte Wolff durchaus gefallen. Denn der Niederländer hat schon lange eine besondere Leidenschaft für den GT- und Simracing-Bereich und war auch abseits der Formel 1 immer wieder auf der Suche nach zusätzlichen Rennmöglichkeiten. Dass Red Bull ihm dafür einen Mercedes zur Verfügung stellt, zeigt gleichzeitig, wie ungewöhnlich die Beziehung zwischen Verstappen und seinem Arbeitgeber ist. Würde Wolff Verstappen dieselbe Freiheit geben? Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Verstappen bei Mercedes dieselben Freiheiten genießen könnte, die er bei Red Bull besitzt. Wolff will sich darauf nicht festlegen. Überhaupt wagt er keine Prognose, ob sich die Wege von Mercedes und Verstappen irgendwann noch in der Formel 1 kreuzen.
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“Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht”, sagt Wolff. “Ich weiß nicht, wo sich unsere Wege kreuzen werden. Im Karting, im GT-Sport, in der Formel 1 oder bei anderen gemeinsamen Projekten?” Video wird geladen…  

Dass es irgendwann zu einer Zusammenarbeit kommen könnte, hält er aber weiterhin für möglich. “Ich glaube, dass das eines Tages passieren könnte – aber vielleicht nicht unbedingt mit Max in einem Mercedes-Formel-1-Auto.” Damit lässt Wolff bewusst eine Hintertür offen. Gleichzeitig hat Mercedes mit Kimi Antonelli bereits seinen eigenen Hoffnungsträger aufgebaut. Der Italiener führt 2026 sogar die Weltmeisterschaft und hat damit eine Position eingenommen, die einen Verstappen-Wechsel zumindest sportlich weniger zwingend erscheinen lässt. Wolff will Fahrer nicht in ein Korsett zwängen Interessant ist deshalb weniger die Frage, ob Verstappen irgendwann tatsächlich Mercedes-Fahrer wird, sondern wie Wolff grundsätzlich mit einem Superstar wie ihm umgehen würde. Der Österreicher betont, dass jedes Team anders funktioniere.
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“Ich versuche herauszufinden, was den Fahrer innerhalb unserer Struktur schnell macht”, erklärt Wolff. “Welchen Rahmen müssen wir schaffen, um die beste Leistung des Fahrers herauszuholen?” Ein Teil davon sei das persönliche Wohlbefinden. “Das ist etwas, das mir ebenfalls sehr wichtig ist.” Genau hier liegt womöglich einer der entscheidenden Punkte im Verhältnis zwischen Verstappen und Red Bull. Der Niederländer genießt bei seinem aktuellen Team außergewöhnliche Freiheiten – sowohl sportlich als auch bei seinen Aktivitäten außerhalb der Formel 1.
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Wolff scheint diese Philosophie nicht grundsätzlich abzulehnen. Im Gegenteil: Sein Ansatz klingt ähnlich. Nicht der Fahrer müsse vollständig an die Struktur angepasst werden, sondern die Struktur müsse herausfinden, wie sie das Maximum aus dem Fahrer herausholt.

 
Formel1.de 

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