“Hat bislang ausgereicht”: So geht Mercedes bei der Entwicklung vor
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Ferrari ist für Mercedes ein kleines Rätsel: “Wir sind ein bisschen überrascht, dass Ferrari das Auto auf diese Art und Weise mit diesen riesigen Updates überhäufen kann”, hatte Motorsportchef Toto Wolff vor einigen Wochen über die Upgrade-Offensive der Scuderia gesagt. LAT Images Mercedes vs. Ferrari: Welches Upgrade-Konzept setzt sich durch?
Der Österreicher zeigte sich verwundert, dass Ferrari scheinbar von Rennen zu Rennen umfangreiche Verbesserungen bringen kann, ohne bei der Budgetgrenze in Not zu kommen. Zwar bietet ein neues Reglement enorme Entwicklungschancen, trotzdem müssen die Formel-1-Teams natürlich auch 2026 mit ihren Ressourcen haushalten – auch Mercedes. “Zu Beginn eines Reglement-Zyklus läuft der Windkanal auf Hochtouren und spuckt wöchentlich oder monatlich X Zehntelsekunden heraus”, sagt der stellvertretende Teamchef Bradley Lord. “Die Entscheidung, die man treffen muss, lautet: Wann wandelt man diese Performance in Teile um, und ist es am effizientesten und effektivsten, das in kleinen Schritten oder in einem größeren Paket zu tun?”
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Bislang entschieden sich die Silberpfeile dafür, weniger aggressiv bei den Entwicklungen zu sein und im Vergleich zur Konkurrenz weniger Teile zu bringen. Mit bislang 20 verschiedenen Upgrades hat Mercedes hinter Alpine (18) die zweitwenigsten Verbesserungen aller elf Teams eingeführt. Zum Vergleich: Bei Ferrari wurden bereits 32 Upgrades gelistet. Natürlich ist es auch immer eine Frage, inwieweit sich die Upgrades in das bestehende Paket einbinden lassen. Manche Komponenten lassen sich beispielsweise einfach am Unterboden anbringen, andere benötigen einen brandneuen Unterboden und eine völlig neue Architektur. “Im Idealfall fällt das Performance-Upgrade genau mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem dieser Unterboden ausgedient hat und man ohnehin einen frischen benötigt – der dann eben zu einem verbesserten wird”, sagt Lord. “Das alles zeitlich perfekt abzustimmen, ist die eigentliche Kunst dabei.” “Was wir in der ersten Hälfte der Saison getan haben: Wir haben nach Montreal ein großes Hauptpaket gebracht, aber es gab bei jedem Rennen kleinere Dinge und Details, sowohl sichtbar auf der Aerodynamikseite und in den offiziellen Meldungen als auch bei Kalibrierungen, Steuerungen und all den Subtilitäten dieser Formel”, erklärt er. “Das hat bislang ausgereicht, um uns ganz vorne im Kampf zu halten – ungeachtet der Tatsache, dass andere vielleicht ein paar größere Pakete gebracht haben.” Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause
Zudem habe Mercedes das erste ganz große Update schon in Melbourne gebracht, nachdem man bei der Präsentation nur eine erste Version des Wagens vorgestellt hatte. Aber: Das dürfte bei allen Teams so gewesen sein.
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“Das zweite kam in Montreal, und nach der Sommerpause ist nun wieder eine beträchtliche Menge an Performance in der Produktion, die sich ihren Weg bahnt, um dann ab den Rennen nach dem Shutdown ans Auto zu kommen”, verspricht er weitere zeitnahe Verbesserungen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Doch er weiß auch: “Man kann letztlich nur die Performance bringen, die man im Windkanal findet.” Mercedes-Fans können diesbezüglich aber beruhigt sein: “Wir verzeichnen nach wie vor eine sehr steile Fortschrittskurve.”
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