Klare Nürburgring-Ansage von Verstappen: “Will das Ding gewinnen!”
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Die Pause zwischen Miami und Montreal hat Max Verstappen gut genutzt und sich bei den 24 Stunden am Nürburgring auf einer völlig neuen Spielwiese ausgetobt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister bestimmte auf der Nordschleife die Schlagzeilen und hätte das Rennen sogar gewinnen können, wenn nicht ein technischer Defekt dazwischengekommen wäre. LAT Images Max Verstappen hatte am Nürburgring eine Menge Spaß
Doch was nicht ist, das kann ja noch werden. Denn für Verstappen soll es nicht der einzige Ausflug in die Grüne Hölle und den GT-Sport gewesen sein: “Ich will das Ding gewinnen, also will ich wieder hin”, stellt er vor dem Formel-1-Rennen in Kanada klar. “Ich habe das Gefühl, dass ich noch eine Rechnung offen habe.” Wird Verstappen jetzt in jedem Jahr an dem 24-Stunden-Rennen teilnehmen? “Der Kalender muss es natürlich zulassen. Aber ja, es ist definitiv ein Rennen, das ich öfter fahren möchte”, sagt er.
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Denn der Niederländer hatte – anders als es in der Formel 1 derzeit häufig wirkt – eine Menge Spaß: “Es war einfach eine großartige Woche”, meint er. “Ich denke, wir haben es sehr gut umgesetzt. Leider ist es am Ende des Tages immer noch ein mechanischer Sport. Wir hatten diesen Defekt, der uns natürlich den Sieg gekostet hat, weil wir bis zu diesem Zeitpunkt alles unter Kontrolle hatten.” “Aber die ganze Erfahrung, auch im Nassen zu fahren, die wechselnden Bedingungen, das Ganze mit meinen Teamkollegen zu teilen – das war etwas, das mir wirklich Spaß gemacht hat.” Kollegen auch nachts mit dabei Alleine die Anwesenheit des viermaligen Weltmeisters hat auf das Rennen eine ganz andere Aufmerksamkeit gelegt als ohnehin schon. Auch viele seiner Formel-1-Kollegen haben extra wegen Verstappen den Fernseher angeschaltet. “Ich hatte seine Onboard-Kamera auf meinem Fernseher laufen. Ich bin, glaube ich, gegen 2 Uhr morgens eingeschlafen und dann mit der Nachricht aufgewacht, dass er das Auto abstellen musste”, sagt sein Teamkollege Isack Hadjar. “Wenn man in sehr engen Hochgeschwindigkeits-Passagen steckt und sich durch winzige Lücken quetschen muss, während hinter dir ein Auto die Lichthupe gibt – das ist schon verrückt”, so der Franzose. Auch Audi-Pilot Gabriel Bortoleto fieberte regelrecht mit: “Ich habe ehrlich gesagt fast mein ganzes Wochenende damit verbracht, das zu schauen. Ich habe ihn angefeuert, selbst wenn er gerade nicht gefahren ist. Es zeigt einfach das Niveau, auf dem er und seine Teamkollegen sind”, meint er. Maximal unglücklich: Verstappen scheidet aus, AMG jubelt trotzdem I Recap 24 Stunden Nürburgring Video wird geladen…
Oliver Bearman, der die Strecke nach eigenen Angaben nur virtuell im Simulator und “für eine Runde mit meinem Dad im SUV” kennt, schaltete ebenfalls immer wieder ein: “Er hat bewiesen, dass sie das Zeug zum Sieg hatten. Richtig cool, das zu sehen”, so der Haas-Pilot.
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“Es war schwer, es nicht zu verfolgen. Es gab ein paar tolle Highlights überall auf Social Media”, gibt Pierre Gasly zu. “Ich habe Respekt vor der Leistung und der Hingabe. Es hat mich nicht überrascht, ihn in dieser Kategorie so konkurrenzfähig zu sehen.” Lance Stroll, der selbst gerne in seiner Freizeit GT3-Boliden bei Trackdays ans Limit pusht, zeigte sich ähnlich beeindruckt: “Hut ab. Er ist so talentiert, so schnell und so mutig. Ich habe gesehen, wie er mitten in der Nacht verrückte Manöver gemacht hat.” Keine Überraschung bei der Konkurrenz Andere Kollegen verfolgten das Rennen zwar nicht aktiv, zeigten sich ob der starken Performance des Niederländers jedoch keineswegs verwundert. Carlos Sainz kommentiert trocken: “Ich konnte das Rennen nicht schauen, aber ich habe gehört, Max war ziemlich gut unterwegs – aber das habe ich auch erwartet.”
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Für Lacher sorgte Nico Hülkenberg. Auf die Frage, ob er zugeschaut habe, verneint der Haas-Pilot strikt. Er habe aber gehört, dass Max es mal wieder “gekillt” (im Sinne von dominiert) habe. Auf den scherzhaften Hinweis eines Reporters, dass eher das Auto “gekillt” wurde, kontert Hülkenberg schmunzelnd: “Nein, das glaube ich nicht. Wenig überraschend hat er sich ziemlich gut geschlagen.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Einer, der genau weiß, wie es ist, als aktiver Formel-1-Pilot in andere Rennkategorien einzutauchen, ist Fernando Alonso. Der Spanier, der zweimal die 24 Stunden von Le Mans gewann, bricht eine Lanze für den Langstreckensport: “Langstreckenrennen haben eine gewisse Magie”, sagt er.
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“Man braucht diese unglaubliche Fähigkeit im Umgang mit dem Verkehr, man muss sich das Auto und das Set-up mit den anderen Fahrern teilen, man muss als Team funktionieren. Und obendrein braucht man Glück, und genau das hat Max letztes Mal gefehlt. 24-Stunden-Rennen gewinnt man nicht einfach so, man braucht ein paar Anläufe.” Dass Fahrer wie Verstappen sich nach “purem Racing” abseits der Formel 1 sehnen, sieht der Altmeister nicht als Kritik an der Königsklasse, sondern als Chance für den Motorsport. “Die Formel 1 ist nur ein Prozent des gesamten Motorsport-Umfelds. Wenn Top-Fahrer aus der Formel 1 den Fans die Augen für eine neue Serie öffnen, ist das super. Die Formel 1 ist die Königsklasse und wunderbar, aber die anderen Serien sind in gewissem Sinne genauso magisch.” Russell bringt sich in Stellung: Gemeinsames Team mit Verstappen? Der Ausflug von Verstappen hat im Fahrerlager definitiv Begehrlichkeiten geweckt. Nicht wenige Fahrer äußerten den Wunsch, auch einmal den ein oder anderen Gaststart zu machen. WM-Leader Kimi Antonelli wollte sich in diesem Jahr auch die Lizenz für den Nürburgring erfahren – nur um eine Absage seines Arbeitgebers zu erhalten.
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“Er kann es nach vier Weltmeisterschaften ja mal versuchen”, meinte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord bei Nitro. “Er soll sich vorerst voll auf die Formel 1 konzentrieren.” Antonellis Teamkollege George Russell weiß, dass Verstappen diesbezüglich in einer anderen Position ist als die anderen Fahrer. “Wir jagen einer Weltmeisterschaft hinterher, aber er ist natürlich in der luxuriösen Position, das tun zu können, was ihm Spaß macht”, sagt der Brite. Video wird geladen…
Angesprochen auf die Idee, das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring eines Tages nicht nur selbst zu fahren, sondern sich das Cockpit eines Mercedes explizit gemeinsam mit Max Verstappen zu teilen, grinst er: “Niemals nie sagen. Wer weiß?”
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“Max ist offensichtlich einer der Besten. Wie jeder Fahrer möchte man sich immer mit den Besten messen – so ging es mir mit Lewis als Teamkollege, und so denke ich auch über Max.” Darauf angesprochen, weiß auch Verstappen selbst, dass er eine Luxusposition inne hat: “Ich habe Titel in der Formel 1 und bin natürlich mit meinem ganzen GT3-Projekt beschäftigt. Ich denke also, wir sind da in einer etwas anderen Lage.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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“Ich glaube, bei ihm liegt der Fokus im Moment voll und ganz auf der Formel 1. Aber es ist cool, weißt du, viele Fahrer haben mir geschrieben und es mitverfolgt. Das ist immer schön zu sehen.”
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