Lando Norris: “Ohne Strafversetzung hätte ich gewinnen können!”

Lando Norris: “Ohne Strafversetzung hätte ich gewinnen können!”

 

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Platz sieben spiegelt aus Sicht von Lando Norris keineswegs das wahre Potenzial von McLaren beim Großen Preis von Belgien wider. Nach seiner Aufholjagd zeigte sich der Brite überzeugt, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Die Strafversetzung, zwei unglücklich getimte Virtual-Safety-Car-Phasen und ein langsamer Boxenstopp hätten ein mögliches Top-Ergebnis zunichtegemacht.  circuitpics.de Hätte Lando Norris den Großen Preis von Belgien gewinnen können?

Bereits Teamchef Andrea Stella machte nach dem Rennen deutlich, dass McLaren das Wochenende wesentlich konkurrenzfähiger eingeschätzt habe, als es das Endergebnis vermuten lässt. “Landos eigentliche Startposition wäre Platz drei gewesen”, erklärt Stella. “Die Strafversetzung wegen der Power-Unit-Komponenten hat uns zurückgeworfen.” Stella: Das Auto war gut genug für das Podium Aus Sicht des Italieners hätte Norris ohne die Strafversetzung direkt um die Spitzenplätze kämpfen können. “Ich denke, von der reinen Pace her war das Auto gut genug für Platz zwei.” Stella verweist dabei auch auf Max Verstappens Qualifyingrunde.
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“Verstappen hat im letzten Sektor durch den Windschatten von Isack Hadjar fast drei Zehntelsekunden gewonnen.” Dadurch sei McLaren in der Startaufstellung schlechter dagestanden, als es der tatsächlichen Leistungsfähigkeit entsprach. “Das Auto hatte im Qualifying das Tempo.” Video wird geladen…  

Auch im Rennen habe sich dieser Eindruck bestätigt. “Nach dem, was wir heute gesehen haben, hatte das Auto die Pace, um um Podestplätze zu kämpfen.” Gleichzeitig mahnt Stella jedoch zur Vorsicht. Spa passe dem Auto besser als andere Strecken. “Das bedeutet nicht automatisch, dass wir in Silverstone ebenfalls um das Podium kämpfen können.” Noch sei McLaren stark von den jeweiligen Streckenbedingungen abhängig. “Im Moment reagieren wir noch sehr sensibel auf Streckencharakteristik und Gripniveau.” Genau daran müsse das Team arbeiten. “Unser Ziel ist es, unabhängig von diesen Faktoren auf jeder Strecke um Podestplätze kämpfen zu können.” Norris: “Die Pace war unglaublich” Auch Norris selbst konnte dem Rennen trotz Rang sieben einiges Positives abgewinnen. “Die Pace war ehrlich gesagt unglaublich.” Der McLaren-Pilot glaubt, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. “Ich denke, wir hatten heute locker das Tempo für das Podium.” Durch die Startposition auf Rang 13 sei das Rennen jedoch von Beginn an kompliziert gewesen. “Natürlich wurde alles schwieriger, weil ich von Platz 13 gestartet bin.” Hinzu kamen zwei weitere Rückschläge. “Die Virtual Safety-Cars kamen für uns genau zum falschen Zeitpunkt.” Video wird geladen…  

Während Fahrer auf einer alternativen Strategie profitierten, verlor Norris wertvolle Zeit. “Ich glaube, dadurch haben wir ungefähr zehn Sekunden verloren.” Noch gravierender sei jedoch der Boxenstopp gewesen. “Der Boxenstopp hat uns etwa fünf Sekunden gekostet.”
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Insgesamt summieren sich die verlorenen Sekunden erheblich. “Das sind ungefähr 16 Sekunden, die einfach zu meiner Rennzeit dazugekommen sind.” Unter diesen Umständen sei es nahezu unmöglich gewesen, noch weiter nach vorne zu kommen. “Ich glaube nicht, dass wir uns das Rennen heute noch schwerer hätten machen können.” “Ich glaube, wir hätten gewinnen können” Besonders bemerkenswert fiel Norris’ Einschätzung zur tatsächlichen Konkurrenzfähigkeit des McLaren aus. “Ich glaube ehrlich gesagt, wir hatten heute die Pace, um das Rennen zu gewinnen.” Vor allem die reine Geschwindigkeit habe ihn beeindruckt. “Es war wahrscheinlich die beste Rennpace, die wir in dieser Saison bislang hatten.” Dennoch kann sich der Brite den plötzlichen Leistungssprung nicht vollständig erklären. “Wir haben seit dem vergangenen Wochenende eigentlich nichts Grundlegendes verändert.” Natürlich habe das Team das Auto weiter optimiert. “Aber wenn wir jetzt nach Silverstone zurückkehren würden, wären wir wahrscheinlich wieder deutlich weiter hinten.”
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Deshalb müsse McLaren verstehen, warum das Auto gerade in Spa so konkurrenzfähig gewesen sei. “Wir müssen herausfinden, warum diese Strecke besser zu uns gepasst hat und hoffen, dass der Rest der Saison ähnlich verläuft.” Die Daten sprechen eher für das Podium So optimistisch Norris seine Siegchancen auch einschätzt, die verfügbaren Renndaten zeichnen ein etwas differenzierteres Bild. Berechnet man die strategiebereinigte Rennpace, lag Norris im Durchschnitt rund 0,33 Sekunden pro Runde hinter Rennsieger Andrea Kimi Antonelli im Mercedes. Zwar verbrachte der McLaren-Pilot nach seinem Start aus dem Mittelfeld deutlich mehr Zeit im Verkehr als die Spitze, wodurch seine Durchschnittszeiten zusätzlich beeinträchtigt wurden. Dennoch erscheint es eher unwahrscheinlich, dass McLaren den Mercedes aus eigener Kraft dauerhaft hätte unter Druck setzen können.
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Realistischer wirkt dagegen die Einschätzung hinsichtlich des Podiums. Sowohl Teamchef Andrea Stella als auch Norris selbst dürften mit ihrer Analyse richtig liegen, dass McLaren ohne die Strafversetzung, der unglücklichen Strategie und den langsamen Boxenstopp im Kampf mit Charles Leclerc und Max Verstappen um die Top 3 eine entscheidende Rolle hätte spielen können.

 
Formel1.de 

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