Leclerc akzeptiert Schuld für Monza mit Hamilton: “Bin zu weit gegangen”
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Charles Leclerc hat die Verantwortung für den Zwischenfall mit Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton in Kurve 2 von Monza auf sich genommen, gleichzeitig aber die Medien kritisiert, dass sie teaminterne Streitigkeiten im Vergleich zu anderen Teams immer größer machen würden, als sie sind. circuitpics.de Lewis Hamilton ging neben Charles Leclerc schlicht der Platz aus
Zwischen beiden Ferrari-Piloten war es am Start zum Formel-1-Rennen eng geworden. Schon in Kurve 1 hatte Leclerc Hamilton innen wenig Platz gelassen, in Kurve 2 wollte der Engländer dann auf der Außenbahn fahren, wurde aber von Leclerc leicht ins Kiesbett gedrängt, weil ihm der Platz ausgegangen war, weswegen Hamilton einige Plätze verlor. “Es ist völlig klar, dass wir niemals ein Auto desselben Teams im Kiesbett sehen wollen”, sagt Leclerc und räumt einen Fehler ein: “Mir ist absolut bewusst, dass ich in Kurve 2 zu weit gegangen bin, und das habe ich Lewis auch genau so gesagt”, so der Monegasse. “Ich denke, es ist völlig klar, was wir künftig tun und lassen sollten. Weiter ins Detail gehen möchte ich bei unserem Gespräch aber nicht.”
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Der Ferrari-Pilot betont, dass der Vorfall das gute Verhältnis zwischen ihm und Hamilton “definitiv nicht belastet” und sich auch in Zukunft nichts daran ändern werde. “Das ist für mich wirklich das Wichtigste”, sagt er. “Natürlich weiß ich: Wir fahren für Ferrari – und wenn es ein Rennen gibt, wo so etwas nicht passieren darf, dann ist es Monza.” Leclerc: Über andere Teams wird nicht so geredet! Nach dem harten Manöver zuvor in Kurve 1 gefragt, winkt Leclerc dann aber ab und möchte lieber nichts sagen. “Das fühlt sich sonst wieder so an – und ich weiß, dass das von euch keine böse Absicht ist -, als würden wir in der Berichterstattung wieder nur Giftpfeile mit Lewis hin und her schicken, was schlicht nicht der Fall ist”, stellt er klar. “Das Wichtigste ist, dass wir die Situation geklärt haben. Wir haben geredet, ich habe Lewis meine Sicht geschildert, er mir seine. Und ich denke, im Nachhinein – wenn man ohne die Emotionen des Rennens spricht – stimmen wir in unseren Ansichten vollkommen überein.” Leclerc ist der Meinung, dass so etwas im Rennsport nun einmal passiert und auch wieder passieren wird: “Es ist sicherlich nicht das letzte Mal, einfach weil solche Dinge im Rennsport vorkommen – erst recht, wenn man so oft so nah beieinander startet”, sagt er. “Aber es ist definitiv eine Situation, in der wir uns nicht noch einmal wiederfinden wollen. Das ist für Lewis genauso klar wie für mich.” Die 15 dramatischsten Teamduelle um den Titel
Gleichzeitig findet der Monegasse aber, dass so ein Thema bei Ferrari deutlich höher gehangen wird als bei anderen Teams. Auch in anderen Rennställen wie Mercedes und McLaren war es in Monza zu teaminternen Reibereien gekommen, die Schlagzeilen bestimmte aber laut ihm Ferrari. “Gesprochen wird am Ende nur über Lewis und mich”, sagt er. “Das finde ich nicht ganz fair.” “Ich möchte den Verlauf natürlich keineswegs herunterspielen. Wie gesagt: Es ist inakzeptabel, wenn Lewis im Kies landet. Aber faktisch wird das Ganze bei uns auf ein viel größeres Podest gehoben im Vergleich zu den zwei anderen Teams”, hadert er.
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“Ich habe zwar nicht das ganze Rennen verfolgt, aber bei zwei anderen Teams an der Spitze gab es auch Duelle, und da gab es nicht annähernd so viel Lärm drumherum. Wenn man für Ferrari fährt, schlägt so etwas einfach viel höhere Wellen – erst recht in Monza. Aber wie gesagt, das soll nichts verharmlosen, und so etwas darf sich schlicht nicht wiederholen.” Positiver Austausch zwischen Hamilton und Leclerc Lewis Hamilton will die teaminternen Reibereien mit Leclerc ebenfalls nicht überbewerten: “Schau dir einfach die Geschichte des Sports an. Das gab es früher schon, das ist keine große Sache”, verweist er auf andere medienwirksame “Feindschaften” in großen Teams der Formel 1. Ihm ist wichtig, dass es am Montag nach dem Rennen einen offenen Austausch mit Leclerc und Teamchef Frederic Vasseur gab, der “sehr positiv” gewesen sein soll. “Naturgemäß hat man auch mal unterschiedliche Meinungen, aber am Ende des Tages setzen wir uns zusammen und finden einen Weg nach vorne”, sagt er. Historische Aufholjagd: Wie Antonelli Russell gedemütigt hat I Rennen F1 Monza 2026 Video wird geladen…
“Das zeigt genau die positive Entwicklung, die wir in den letzten etwa 15 Monaten gemacht haben. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die interne Kommunikation extrem gut funktioniert – und das gilt genauso für mich und Charles.”
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Auch finde der siebenmalige Weltmeister “großartig”, dass sich niemand der Aussprache entzogen hat. “Wir haben uns von Angesicht zu Angesicht zusammengesetzt – nur er und ich – und Tacheles gesprochen. Wir waren beide völlig offen und ehrlich und haben das Thema abgehakt. Wir können das hinter uns lassen”, betont er. Für ihn zeige das vor allem auch Leclercs Reife und die gesunde Beziehung, die beide bei der Scuderia pflegen. “Natürlich wird es Frustrationen geben und ich bin sicher, es wird noch öfter eng werden, weil wir vom Speed her extrem nah beieinander liegen. Wir beide wollen genauso unbedingt gewinnen und beide wollen das Beste für das Team herausholen. Aber ich sehe das durchweg positiv.” Auch weiterhin keine echten Spielregeln Am Sonntag kurz nach dem Rennen hatte Hamilton hingegen noch kritisiert, dass es “kein Wir” gegeben habe und dass bei Ferrari gewisse Spielregeln im Zweikampf fehlen, die bei Mercedes sogar schriftlich festgehalten waren. Monza: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Daran wird sich auch erst einmal nichts ändern, denn eine Einigung auf sogenannte “Rules of Engagement” habe es in den Gesprächen mit Teamchef Vasseur nicht gegeben. Darauf drängen werde Hamilton aber auch nicht: “Im Moment konzentriere ich mich einfach darauf, dieses Wochenende ein besseres Rennen zu haben”, sagt er.
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“Ich bin sicher, dass wir irgendwann darüber sprechen werden, wie wir uns verbessern können, aber wir hatten jetzt nicht viel Zeit für den Wechsel zum nächsten Rennen. In zwei Tagen verändert man so etwas nicht.”
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