Leclerc: Mercedes Favorit, sinkende Temperaturen ein Problem für Ferrari
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Charles Leclerc sieht Ferrari vor dem Formel-1-Wochenende in Mexiko nicht in der Favoritenrolle. Obwohl die Scuderia zuletzt in Singapur und Austin eine gute Form gezeigt hat, rechnet der Monegasse weiterhin mit Mercedes als stärkstem Gegner. LAT Images Charles Leclerc im Fahrerlager von Mexiko
Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Qualifying: Sinkende Streckentemperaturen können Ferrari aus dem optimalen Arbeitsfenster bringen – eine Schwäche, die das Team bislang nicht vollständig in den Griff bekommen hat. “Ich denke, Mercedes bleibt überall, wo wir hinkommen, der Favorit”, erklärt Leclerc in der Pressekonferenz vor dem Grand Prix von Mexiko. Auch Red Bull sei zuletzt “sehr, sehr stark” gewesen. Ferrari habe zwar eine gute Dynamik entwickelt und in den vergangenen Rennen das Potenzial des eigenen Pakets weitgehend ausgeschöpft. Entscheidend werde aber sein, am Samstag alles zusammenzubringen.
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“Die Optimierung unseres Pakets wird letztlich den größten Unterschied machen”, betont der Ferrari-Pilot. Es sei schwierig, das Auto für das Qualifying exakt in das richtige Arbeitsfenster zu bringen. Gelinge das, habe Ferrari eine Chance auf ein starkes Wochenende. Dafür müsse allerdings alles perfekt laufen. Sinkende Temperaturen bringen Ferrari aus dem Fenster Besonders im Qualifying hat Ferrari zuletzt nicht immer das abrufen können, was das Auto über weite Strecken eines Rennwochenendes verspricht. In Austin war die Pace in vielen Sessions überzeugend, doch ausgerechnet in Q3 fehlte im entscheidenden Moment die Performance. Leclerc sieht dafür einen technischen Grund: “Wir haben ein starkes Auto, aber eines, das sehr empfindlich reagiert, sobald wir das optimale Arbeitsfenster verlassen.” Vor allem dann, wenn die Streckentemperaturen sinken, habe Ferrari größere Schwierigkeiten als die Konkurrenz, alle Komponenten im richtigen Bereich zu halten. Vom WM-Favoriten zum Sorgenfall: Was ist mit George Russell los? Video wird geladen…
Genau das sei in Austin in der entscheidenden Runde passiert. “Leider ist uns das in Austin in der Runde passiert, die am Freitag und Samstag am meisten zählte. Dadurch haben wir eine Startreihe in der ersten Reihe verloren”, sagt Leclerc. Die Einschränkung sei dem Team bekannt und stehe bereits im Fokus der Entwicklungsarbeit. Ob es kurzfristig eine Lösung gebe, könne er allerdings nicht sagen. Ferrari werde zumindest versuchen, die Abstimmung für das Qualifying in Mexiko so gut wie möglich zu treffen. Perfekte Ausführung kann die Schwäche nicht beseitigen Auch eine noch bessere Vorbereitung und Ausführung könne das Problem nach Einschätzung Leclercs nur teilweise abfedern. Ferrari müsse besonders sorgfältig arbeiten, um das Auto im optimalen Fenster zu halten. Eine vollständige Neutralisierung der Schwäche sei dadurch aber nicht möglich.
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“Selbst wenn wir alles perfekt umsetzen, sind wir möglicherweise etwas anfälliger dafür, auf die andere Seite des Arbeitsfensters zu geraten und dafür den Preis zu bezahlen”, erklärt der Monegasse. Bei einem weniger gutmütigen Auto bleibe dieses Risiko bestehen. Damit wird das Qualifying in Mexiko zu einer besonders wichtigen Herausforderung. Ferrari muss nicht nur die eigene Pace auf den Punkt bringen, sondern auch verhindern, dass die Abstimmung bei veränderten Bedingungen kippt. Gerade angesichts der starken Konkurrenz könnte schon eine kleine Abweichung entscheidend sein. Leclerc jagt lieber Siege als WM-Platz zwei Neben dem Kräfteverhältnis in Mexiko wurde Leclerc auch auf den Kampf um Platz zwei in der Fahrer-Weltmeisterschaft angesprochen. Zwischen seiner Position auf Rang fünf und George Russell auf Platz zwei liegen nur neun Punkte. Eine bestimmte Endplatzierung sei für ihn jedoch nicht das vorrangige Ziel.
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“Natürlich ist Platz zwei besser als Platz drei und Platz drei besser als Platz vier”, räumt Leclerc ein. Er wolle aber vor allem jedes Rennen bestmöglich nutzen und bis zum Saisonende noch Siege einfahren. Wenn Ferrari das gelinge, könne Platz zwei in der Gesamtwertung eine natürliche Folge davon sein. “Ich bin nicht davon besessen, die Fahrer-Weltmeisterschaft auf Platz zwei zu beenden”, stellt er klar. Viel wichtiger sei es, Rennen für Rennen das Maximum herauszuholen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Auch mit Blick auf die Vorbereitung auf 2027 möchte Ferrari die Saison möglichst stark abschließen. Siege seien weiterhin das Ziel, auch wenn Leclerc einräumt, dass die Konkurrenz derzeit sehr stark sei und Ferrari nicht an jedem Wochenende das Tempo für einen Grand-Prix-Erfolg habe. Die gute Entwicklung der vergangenen Rennen soll nun möglichst auch in Mexiko bestätigt werden.
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