Lewis Hamilton verrät: So bewahrte er Isack Hadjar vor einer Strafe
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Lewis Hamilton sprach am Medien-Donnerstag in Sao Paulo lang und breit darüber, dass der Ferrari-interne Zoff mit Charles Leclerc nach dem Grand Prix von Mexiko noch nicht abgehakt ist, und dass er sich vom Management des Teams weiterhin klarere “Rules of Engagement” wünscht. Eher beiläufig verriet der siebenmalige Weltmeister dabei auch eine kleine, aber recht interessante Geschichte über Isack Hadjar. LAT Images Lewis Hamilton und Isack Hadjar verbindet eine besondere Beziehung
Hamilton hatte in Mexiko am Boxenfunk seinen eigenen Teamkollegen nach dessen harter Attacke in Kurve 4 angepatzt und zum Ausdruck gebracht, dass er die verhängte Fünfsekundenstrafe als zu gering für Leclercs Vergehen einschätzt. Ein Verhalten am Boxenfunk, das er auch im Nachhinein betrachtet als legitim empfindet – weil die Fahrer seiner Aussage nach sogar ausdrücklich dazu angehalten sind, auf diese Weise indirekt mit den FIA-Rennkommissaren zu kommunizieren. “Die Kommissare haben uns immer darum gebeten, etwas zu sagen, wenn wir mit irgendwas auf der Strecke ein Problem haben. Wenn du aufgehalten wirst, wenn du das Gefühl hast, du wurdest behindert, bitten sie dich ausdrücklich darum, das zu äußern”, erzählt Hamilton. Warum der Boxenfunk so wichtig ist Die Logik dahinter erscheint nachvollziehbar: 22 Autos, die einander Runde für Runde begegnen, können jede Menge Zwischenfälle verursachen, und es ist für vier Rennkommissare und die Rennleitung unmöglich, alles live im Blick zu haben. Der Boxenfunk aber wird inzwischen von KI-Tools live transkribiert, und wenn ein Fahrer da einen Zwischenfall erwähnt, können die Offiziellen gezielt nach dem entsprechenden Zwischenfall suchen.
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Hamilton weiter: “Ein Beispiel ist Mexiko. In einem der Trainings ging Hadjar in Kurve 1 rein vom Gas. Auf der Ideallinie. Sie haben sich das nicht einmal angeschaut, weil ich nichts gesagt habe. Wenn ich etwas gesagt hätte, hätten sie das sicher untersucht, und dann hätte er eine Strafe bekommen, weil ich von ihm behindert wurde. Deswegen ist es wichtig, dass man sowas am Funk auch sagt.” Hamilton und Hadjar: So hat alles angefangen Hamilton und Hadjar, das ist durchaus eine freundschaftliche Story. Rückblende, Grand Prix von Australien 2025: Hadjar steht vor seinem Formel-1-Debüt, doch dann ist sein erstes Rennen auch schon vorbei, bevor es überhaupt begonnen hat. In der Einführungsrunde verliert der damals 20-jährige Rookie bei schwierigen Streckenverhältnissen in Kurve 2 die Kontrolle über seinen Racing-Bulls-Boliden und kracht in die Streckenbegrenzung. Hadjar ist am Boden zerstört, kämpft mit den Tränen und stapft mit gesenktem Kopf zurück ins Fahrerlager. Formel-1-Quiz
Wie viele Rennen bestritt Lewis Hamilton für das Mercedes-Team?
240 242 235 246 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Dort wartet ausgerechnet Anthony Hamilton auf ihn, der Vater seines großen Idols. Der nimmt den völlig aufgelösten Franzosen in den Arm, legt ihm beim gemeinsamen Gang durchs Fahrerlager tröstend den Arm um die Schulter und macht ihm Mut. Er solle den Kopf hochhalten, schließlich habe er schon bewiesen, dass er einen Platz in der Formel 1 verdient, erzählt Anthony Hamilton später. Und auch Lewis Hamilton meldet sich noch am selben Tag persönlich bei Hadjar, schickt ihm eine aufmunternde Nachricht. “Ein ganz besonderer Moment”, wird Hadjar später über die Begegnung mit Anthony sagen und Vater und Sohn Hamilton als “wirklich klasse Typen” bezeichnen. Eine Begegnung, die offenbar bis heute nachwirkt. Hadjar bestätigt Zwischenfall in Mexiko Die von Hamilton erwähnte Behinderung in Mexiko, die von der Rennleitung nicht bemerkt wurde, bestätigt übrigens auch Hadjar: “Ich weiß es zu schätzen, dass er es dabei belassen hat. Ich erinnere mich dran, dass ich mich bei ihm dafür entschuldigt habe. Es ist das erste Mal, dass ich ihn aufgehalten habe, ehrlich gesagt.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Gegen Hamilton Autorennen zu fahren, das empfindet Hadjar immer noch als “Traum. Lewis war neben Ayrton der Fahrer, zu dem ich als kleiner Junge aufgeschaut habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal gegen ihn fahren würde. Und jetzt fahre ich nicht nur im gleichen Feld, sondern wir kämpfen auch noch gegeneinander, mit konkurrenzfähigen Autos.”
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