“Man muss kein Genie sein, um ein Streckenlayout zu entwerfen”
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Formel-1-Fahrer Oliver Bearman hat wenig Verständnis für das Streckenlayout des neuen Madring in Madrid und schließt sich der Kritik seiner Kollegen an. Bearman sagte: “Von Kurve 5 bis Kurve 17 gab es ziemlich viel Gestaltungsspielraum. Ich glaube nicht, dass man diese Freiheiten bestmöglich genutzt hat. Das ist schon ein bisschen schade und enttäuschend.” circuitpics.de Fotomontage: Oliver Bearman im Haas VF-26 beim Formel-1-Rennen in Madrid 2026
Andernorts hätten es Streckendesigner weitaus besser gelöst, erklärte Bearman und nannte als Beispiele die Stadtkurse in Baku und Singapur. Die dortigen Streckenführungen seien nachvollziehbar, “weil es schlicht keine anderen Möglichkeiten gibt”. Denn die umliegenden Gebäude hätten wesentlich mehr Einschränkungen für das jeweilige Kurslayout bedeutet. Das Layout in Madrid dagegen sei vor allem mit Blick auf die Action im Rennen unzureichend. Um das zu erkennen, “braucht man nicht unbedingt einen Fahrer”, sagte Bearman. “Man muss kein Genie sein, um ein Streckenlayout zu entwerfen, das Überholmanöver begünstigt.” Neue Formel-1-Strecken seit 2000
Ein Blick auf die Streckenskizze in Madrid reiche aus, um zu erkennen, “dass die Strecke schlechtes Racing bieten wird”, erklärte Bearman. “Es gibt nicht nur viele langgezogene Kurvenausgänge, bei denen man gleichzeitig lenken und beschleunigen muss und deshalb nur sehr schwer die Leistung auf die Straße bekommt, sondern auch viele kombinierte Kurveneingänge.”
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“Dadurch ist es sehr einfach, seine Position etwas gefährlich zu verteidigen, und entsprechend schwierig, einen Überholversuch zu starten. Aber das haben wir der FIA bereits [in der Fahrerbesprechung] am Freitag [in Madrid] gesagt.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Jetzt müsse es darum gehen, “wie wir die Strecke interessanter machen können”, so Bearman. Im Qualifying mache der Madring zwar “definitiv Spaß”, aber zum Rennfahren sei die Strecke “sehr schlecht”. Deshalb ziehen die örtlichen Veranstalter für die Formel-1-Saison 2027 bereits Änderungen am Streckenverlauf in Betracht. Die Kritik von Bearman und Co. verhallt also offenbar nicht ungehört.
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