McLaren auch in Baku siegfähig? “Würde im Moment nein sagen”
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Seit dem Großen Preis von Ungarn läuft es für McLaren und Formel-1-Weltmeister Lando Norris. Der Brite holte seitdem drei von vier möglichen Polepositions und gewann zudem zwei Rennen – und hätte ohne eine große Portion Pech mit dem virtuellen Safety-Car auch beim vergangenen Grand Prix in Madrid triumphiert. LAT Images Lando Norris holte zuletzt mehr Poles als jeder andere Formel-1-Pilot
Vor dem anstehenden Großen Preis von Aserbaidschan ist Norris trotzdem nicht übermäßig optimistisch. Auf die Frage, ob McLaren dort gewinnen könne, antwortet Norris bei Sky: “Ehrlich gesagt, würde ich in Baku im Moment nein sagen. Ich denke nicht, dass wir dazu in der Lage sein werden.” Über den engen Straßenkurs sagt er: “Es sind alles langsame Kurven, es gibt keine Hochgeschwindigkeitsabschnitte. Daher gibt es keine Stelle, an der wir uns von den anderen abheben können.” Denn die Stärken des MCL40 liegen eigentlich in den schnellen Streckenabschnitten.
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Zumindest sagte man das bei McLaren lange selbst über das eigene Auto. Allerdings siegte Norris in diesem Jahr schon auf dem langsamen Kurs in Budapest, und auch auf dem Stadtkurs in Madrid war der Weltmeister konkurrenzfähig, was laut eigener Aussage eine “schöne Überraschung” war. McLaren-Technikchef Rob Marshall ist daher etwas optimistischer und erklärt: “Wir gehen davon aus, dass jedes der vier Topteams in Baku gewinnen kann, wobei auch die Verfolger immer näher rücken. Und wir hoffen, fest im Kampf an der Spitze mitmischen zu können.” Baku ein “weiterer wertvoller Test” für McLaren “Wir lernen bei jedem Rennen noch immer Neues über diese Autos, und in dieser Saison haben wir bei verschiedenen Rennen unsere Erwartungen manchmal übertroffen, sind aber auch teilweise hinter ihnen zurückgeblieben”, so Marshall. Heißt: McLaren war 2026 bereits auf einigen Strecken schnell, auf denen man das eigentlich nicht vermutet hatte. Könnte auch Aserbaidschan in diese Kategorie fallen? “Baku ist eine Rennstrecke der Extreme, die die längste Gerade der Formel 1 mit einigen der langsamsten Kurven verbindet, sodass erhebliche Kompromisse eingegangen werden müssen”, erklärt Marshall. “Der Straight-Mode gibt jedem Team mehr Spielraum, auf den Geraden ein Auto mit geringem Luftwiderstand einzusetzen und gleichzeitig in den Kurven den Abtrieb beizubehalten. Doch die Herausforderung bleibt dieselbe: die besten Entscheidungen in Bezug auf Design und Set-up zu treffen und diese dann auf der Strecke fehlerfrei umzusetzen.” Madrid: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Marshall betont: “Baku wird einen weiteren wertvollen Test für den MCL40 unter ganz anderen Bedingungen bieten. Das Energiemanagement und der Einsatz der Energie werden besonders wichtig sein, ebenso wie das Reifen- und Bremsenmanagement, da die Autos nach der langen Geraden relativ kalt in Kurve 1 einfahren.”
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Mit einem weiteren guten Ergebnis am Wochenende könnte Norris in der Weltmeisterschaft theoretisch von Rang vier bis auf Platz zwei nach oben klettern. Er liegt aktuell 25 Punkte hinter George Russell und nach dessen Ausfall in Madrid nur noch fünf Zähler hinter Lewis Hamilton. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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WM-Leader Kimi Antonelli ist dagegen bereits 106 Zähler weg und wird in diesem Jahr im Normalfall nicht mehr einzuholen sein – selbst mit einem Spitzenresultat in Aserbaidschan.
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