McLaren MCL40 ist zickig, aber: Andrea Stella nimmt auch Fahrer in die Pflicht
| . | . | . |
Das Qualifying zum Großen Preis von Mexiko war für McLaren und Oscar Piastri eine große Enttäuschung: Der Australier schaffte es zum ersten Mal seit zwei Jahren nicht in den finalen Teil der Qualifikation und wird am Sonntag nur vom 13. Startplatz aus in das Rennen (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) gehen. LAT Images McLaren erlebt in Mexiko bislang kein gutes Wochenende
“In Q1 hatten wir eigentlich ein sehr gutes Tempo, daher dachte ich, dass es machbar sein sollte”, sagt Piastri nach dem Qualifying bei Sky und nennt auch die Gründe für sein frühes Aus in Q2. “Das Problem war, dass ich mich mit den neuen Reifen kaum verbessern konnte – das war der entscheidende Punkt.” “Unter normalen Umständen hätten wir eigentlich problemlos weiterkommen müssen”, betont der McLaren-Pilot, der angesichts des Ergebnisses völlig ratlos ist. “Ich weiß nicht, was bei diesem neuen Reifensatz anders war, aber ich hatte schlichtweg überhaupt keinen Grip.”
//jseAo3c(“Rect”);
Es ist kein Geheimnis, dass der MCL40 in diesem Jahr besonders schwierig zu fahren ist und sowohl Piastri als auch Teamkollege Lando Norris ihre Probleme damit haben. Doch McLaren-Teamchef Andrea Stella lässt die Ausreden für die enttäuschende Qualifying-Leistung in Mexiko nur bedingt gelten. Stella kritisiert: McLaren ist “eigentlich konkurrenzfähiger” “Es gibt zwei Aspekte, die wir in diesem Zusammenhang betrachten sollten”, meint der Italiener. “Der erste Punkt ist etwas, für das das Team definitiv die Verantwortung übernehmen muss: Das Auto ist schlichtweg schwierig am Limit zu fahren.” Ein 13. Startplatz sei dennoch nicht das Ergebnis, das Stella sehen wolle. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Wenn unsere Fahrer etwa 99 Prozent des Potenzials abrufen, zeigt das Auto eine ordentliche Rundenzeit”, übt er leichte Kritik am Qualifying-Ergebnis von Piastri. “Das haben wir im dritten freien Training gesehen, und auch in Q1 – die Rundenzeiten kamen dort gewissermaßen mühelos zustande.” Hinzu kommt, dass Norris in Q2 sogar die Bestzeit gefahren war, was das Ausscheiden seines Teamkollegen besonders bitter macht. Wie es dazu kommt? “Sobald der Fahrer versucht, auch noch das letzte Prozent herauszuholen – also noch ein bisschen mehr zu erreichen -, entgleitet ihm plötzlich die Rundenzeit”, erklärt Stella. “Und das geschieht auf eine ziemlich unerbittliche Weise”, gibt der Teamchef zu. “Gleichzeitig gibt es einen zweiten Aspekt: Das ist nun einmal das Material, das uns zur Verfügung steht. Und dieses Material ist eigentlich konkurrenzfähiger, als die Plätze 6 und 13 im Qualifying vermuten lassen.” Warum Oscar Piastri nur auf Startplatz 13 steht Kurzum: Es sei zwar schwierig, die vollen 100 Prozent abzurufen, “aber wir, sowohl das Team als auch die Fahrer, stehen in der Verantwortung, das Beste aus dem herauszuholen, was wir haben”, so Stella. Genau das sei am Samstag in Mexiko allerdings nicht gelungen. Video wird geladen…
Gleichzeitig nennt der erfahrene Ingenieur die Gründe für das schwache Qualifying-Ergebnis des Australiers, das sich nicht etwa auf einen Fahrfehler zurückführen lässt. Vielmehr seien die Reifen beim zweiten Versuch schlicht zu heiß gewesen. “[Piastri] konnte sie während der anderthalb Runden, die er zur Abkühlung nutzte, nicht ausreichend herunterkühlen – was schon etwas seltsam ist”, sagt Stella. “Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass anderthalb Runden ausreichen würden, um die Reifen in einen optimalen Zustand für den Beginn der schnellen Runde zu bringen.” “Es ging also nicht primär darum, die Reifen überhaupt zum Funktionieren zu bringen. Ich glaube, das Problem liegt eher in den Eigenschaften des Autos als bei den Reifen. Es wäre zu einfach, die Reifen als Ausrede zu benutzen, aber damit würden wir uns selbst etwas vormachen.” “Nicht zwingend auf die Fahrbarkeit konzentriert” Der McLaren-Teamchef räumt sogar ein, dass sein Team bei der Entwicklung einen Fehler gemacht hat. “Wir haben in dieser Saison versucht, so viel Rundenzeit wie möglich zu gewinnen”, so Stella. “Dabei haben wir uns nicht zwingend auf die Fahrbarkeit konzentriert, weil wir der Ansicht waren, dass wir durch mehr Abtrieb ein höheres Wettbewerbsniveau erreichen können.” Alle McLaren-Weltmeister in der Formel 1
Diese Strategie habe sich zwar ausgezahlt, da das Auto “heute deutlich konkurrenzfähiger ist als zu Saisonbeginn”. Allerdings habe McLaren inzwischen “einen Punkt erreicht, an dem wir beides anstreben müssen: einerseits den Abtrieb und andererseits die Fahrbarkeit”, ergänzt der Teamchef.
//jseAo3c(“Rect”);
“Ich muss allerdings sagen, dass es bei dieser Fahrzeuggeneration und unter dem aktuellen Reglement etwas schwieriger ist, die aerodynamischen Eigenschaften so zu beeinflussen, dass das Auto leicht zu fahren ist.” Norris schimpft: McLaren “ist einfach zu langsam” Lando Norris wird das Rennen am Sonntag vom sechsten Startplatz aus in Angriff nehmen, nachdem er in Q2 noch die Bestzeit gefahren war. “Ich glaube nicht, dass mir etwas entglitten ist”, meint der Weltmeister dennoch. “Die Runde, die ich gefahren bin, war angesichts unseres Autos ziemlich phänomenal.” Formel-1-Quiz
Bei wie vielen GP ist Lando Norris der Sieg gelungen?
17 13 6 22 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Das zeigt sich auch daran, wo Oscar gelandet ist und mit welchen Schwierigkeiten wir zu kämpfen haben”, spielt auch Norris auf die schwierige Fahrbarkeit des MCL40 an. “Es ist extrem schwierig, in diesem Auto überhaupt eine saubere Runde hinzubekommen, daher bin ich mit Platz 6 ehrlich gesagt ziemlich zufrieden.”
//jseAo3c(“Rect”);
Man wisse nie, was einen erwarte, so Norris. “Und nachdem ich in Q2 eine gute Runde gefahren war, wusste ich, dass ich in Q3 aufgeschmissen bin. Denn die Chance, eine solche Runde zu wiederholen … das ist unmöglich. Letztendlich sind wir einfach zu langsam.”
//jseAo3c(“Rect”);
Die “magische Runde” mit der Bestzeit in Q2 sei deshalb “eigentlich gar nicht gut” gewesen, meint der McLaren-Pilot, weil sie “bei allen Hoffnungen weckt” und letztlich nur zu Enttäuschungen führe. “Denn dann werden wir in Q3 wieder mit der Realität konfrontiert”, sagt der Brite. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
Unsichere Lage im Nahen Osten: Yamaha boykottiert Katar-Rennen
Formel 1
Kommentar: Warum Isack Hadjar eine Medaille statt einer Verwarnung verdient
Motorrad
MotoGP-Liveticker Sepang: Marc Marquez dominiert, Bezzecchi nur Sechster
Motorrad
MotoGP Sepang 2026: Marquez siegt und hat ersten Matchball zum WM-Titel
“Es ist wie das ganze Jahr über. Wir sind einfach nicht schnell genug; das Auto ist zu schwierig zu fahren”, stellt Norris klar. “Vielleicht gelingt mir in einem von 50 Fällen eine gute Runde, und alle sagen: ‘Oh, du hast ja ein gutes Auto!’ Aber das stimmt eben nicht.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





