Mental-Coach erklärt: Darum wird Verstappen Red Bull Druck machen

Mental-Coach erklärt: Darum wird Verstappen Red Bull Druck machen

 

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Mit welcher Einstellung reist Max Verstappen nach Spa-Francorchamps – auf die Strecke, die er am meisten liebt und die gleichzeitig sein Heimkurs ist? Der Niederländer verarbeitet zwei schwere Unfälle, die jeweils durch mechanisches Versagen verursacht wurden. Sowohl im Qualifying in Österreich als auch in der Schlussphase des Rennens in Silverstone flog der viermalige Weltmeister ab, weil sich das DRS-System nicht schloss.  LAT Images Max Verstappen: Wie langer macht er die schwierige Red-Bull-Phase noch mit

Kann ein Pilot einen eigenen Fahrfehler oder einen technischen Defekt leichter aus dem Gedächtnis löschen? Das erklärt Riccardo Ceccarelli; Mental-Coach und Inhaber von Formula Medicine. “Es handelt sich um zwei unschöne Vorfälle, aber ich glaube nicht, dass Max mit diesen Gedanken in Spa-Francorchamps auf die Strecke gehen wird”, beruhigt Ceccarelli. “Er wird von Red Bull Garantien verlangt haben, dass sich diese Vorfälle nicht wiederholen, sodass er in Belgien den Kopf frei haben wird.” Verstappen kämpft um nichts Dennoch ist die Situation für den Champion ungewohnt. “Natürlich, wenn wir genau darüber nachdenken, ist dies abgesehen von der Anfangsphase bei Toro Rosso das erste Jahr, in dem der Niederländer nicht die geringste Chance hat, einen Grand Prix mit Red Bull zu gewinnen”, gibt Ceccarelli zu bedenken. Die letzten 15 Ausfälle von Max Verstappen in der Formel 1

Der Unterschied zum Vorjahr ist laut dem Experten mental spürbar: Vergangenes Jahr gab es die Aufholjagd in der Weltmeisterschaft, die dann mit nur zwei Punkten Vorsprung von Lando Norris gewonnen wurde. Und obwohl es wie eine unmögliche Aufholjagd schien, hat Verstappen es versucht und extra Motivation gefunden, um vorne dabei zu sein. Wir haben ihn sogar lächeln sehen, wenn er verloren hat, aber für Max ist es frustrierend, kein Protagonist zu sein.”
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Für Ceccarelli sind die jüngsten DRS-Defekte daher nur die Spitze des Eisbergs: “Abgesehen von den Aspekten der mechanischen Zuverlässigkeit schwindet meiner Meinung nach gerade das Vertrauen. Wenn es keinen Aufwärtstrend, keine Verbesserung gibt, wird es einen Glaubwürdigkeitsverlust im Team geben.” Red Bull muss reagieren Die Konsequenz liegt für den Mental-Coach auf der Hand. Verstappen fordere intern radikale Lösungen ein, um die Zuverlässigkeit zu garantieren: “Max wird Garantien gewollt haben, selbst um den Preis, zu einem traditionelleren Flügel zurückzukehren. Aber jemand wie er, der gewinnen will, wird sich umschauen. Vielleicht ist er bereit, auf eine Reaktion des Teams zu warten, aber wenn diese ausbleibt, wird er seine Entscheidungen treffen.” Der Unfall von Max Verstappen im Formel-1-Qualifying von Australien 2026

Dabei scheint der Fahrermarkt an der Spitze eigentlich dicht zu sein. Die Tür bei Mercedes gilt als endgültig geschlossen, da George Russell in Brackley bleibt. Auch Mark Webber, Manager von Oscar Piastri, stellte unlängst klar, dass der Australier weiterhin bei McLaren fahren wird. “Es ist möglich, dass Verstappen eine interne Guerilla bei Red Bull führt, um eine Reaktion zu provozieren”, vermutet Ceccarelli dennoch. “Auf dem Papier scheint der Markt geschlossen, aber ich glaube nicht, dass einer der großen Protagonisten der Weltmeisterschaft zu lange außerhalb des relevanten Geschehens bleiben kann. Entweder kommt der Aufschwung in Milton Keynes, oder wir werden wichtige Veränderungen sehen, ungeachtet vertraglicher Bindungen.” Nur noch Platz vier In der Formel 1 habe es schließlich schon immer starke Impulse und Spannungen gegeben, auch mit Blick auf Medieninteressen und Sponsoren: “Und oft finden sich Lösungen, die am Ende alle zufriedenstellen.” Kostete dieser Strategiefehler Verstappen den ersten Saisonsieg? Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Österreich analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.

Fakt ist: Red Bull ist aktuell nur noch das vierte Top-Team. Dieser Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit folgt auf eine Zerschlagung der wichtigsten Figuren des Teams. Nach den prominenten Abgängen von Adrian Newey, Christian Horner und Helmut Marko steht laut Berichten der nächste Abgang bevor: Paul Monaghan, der langjährige Chef der Renningenieure, gefolgt von Giampiero Lambiase.
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“Wir werden Gerüchte sehen, um Druck zu erzeugen, denn sein Umfeld wird nicht tatenlos zusehen”, ist sich Ceccarelli sicher. “Ich glaube nicht, dass Verstappen zwei Jahre Anonymität akzeptiert, während er auf das Vertragsende wartet. Red Bull hat uns trotz des Aderlasses an Kräften an schnelle Reaktionen gewöhnt.” Personelle Änderungen verschärfen das Problem Dennoch wiege der drohende Verlust von Lambiase schwer: “Max wird den Verlust von Lambiase spüren: Die beiden haben ein enges Verhältnis. Lambiase ist eine sehr ruhige und besonnene Person, kann Max aber auch Paroli bieten. Und für einen Fahrer mit einer starken Persönlichkeit wie der des Niederländers ist es sehr wichtig, einen Ingenieur zu haben, der dich zu führen weiß.”
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Offen bleibt, ob Verstappen im Hintergrund auch aktiv an einem personellen oder strukturellen Wechsel im Team arbeitet. Es verdichten sich die Anzeichen, dass Mark Mateschitz jr. eine entscheidendere Rolle einnehmen möchte. “Freue mich, nach Hause zu fahren”: Verstappen wütet nach Horror-Samstag I F1 Silverstone 2026 Video wird geladen…  

“Es ist für jeden offensichtlich, dass das Team nach dem Tod von Dietrich Mateschitz in ständiger Umstrukturierung ist”, analysiert Ceccarelli. “Es gibt kontinuierliche tektonische Erschütterungen aus technischer, aber auch aus managerieller Sicht. Wir wissen, dass Instabilität einkehrt, wenn es in einem Team viele Veränderungen gibt. Und in dieser Übergangsphase bleiben große Ergebnisse in der Regel aus.” Red Bull unter Druck Ein schneller Neuaufbau sei in der Königsklasse kaum machbar: “Wenn man ein Team in der Formel 1 neu aufbaut, muss man von einem Dreijahresprogramm sprechen. In Milton Keynes war man gut darin, sich bereits beim Debüt mit einem wettbewerbsfähigen Motor auszustatten und die Fähigkeit zu zeigen, neue Herausforderungen anzunehmen, aber das Gefühl ist, dass die jüngsten positiven Leistungen eher die Frucht von Max’ Talent sind als das Potenzial des Teams.”
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Wie es mit dem Champion weitergeht, bleibt abzuwarten. Ceccarelli legt sich fest: “Es wird interessant sein zu verstehen, was Verstappen tun will: Ich sehe ihn nicht allzu lange im Parkmodus.”

 
Formel1.de 

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