Mexiko-Höhenluft: Hamilton widerspricht Gerüchten über Ferrari-Vorteil

Mexiko-Höhenluft: Hamilton widerspricht Gerüchten über Ferrari-Vorteil

 

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Das Fahrerlager spekuliert im Vorfeld des Formel-1-Rennens in Mexiko-Stadt über einen potenziellen Trumpf der Scuderia. Als Grund gilt der vergleichsweise kompakte Turbolader, den die Italiener verbaut haben: Er soll in der dünnen Höhenluft einen messbaren Performance-Vorteil generieren. Ferrari-Pilot Lewis Hamilton verweist diese Annahme allerdings ins Reich der Fabeln.  LAT Images Lewis Hamilton in Mexiko: Vom Turbo-Vorteil will er nichts wissen

“Ich weiß nicht so recht”, sagt der Brite. “Dieser Sache mit dem Turbo stimme ich nicht wirklich zu. Wenn man sich die Geschwindigkeiten von Mercedes und Red Bull ansieht: Die sind am Ende der Geraden immer noch massiv schneller, genau wie bei jedem anderen Rennen auch.” “Der Turbo macht da keinen Unterschied”, stellt der siebenmalige Weltmeister klar. “Sie ziehen am Ende der Geraden immer noch deutlich besser durch. Ich glaube, wir verlieren da immer noch gut zwei oder drei Zehntel. Aber das Auto verhält sich gut. Unser Auto funktioniert ziemlich ordentlich.” Red Bull sieht Ferrari woanders vorne Pierre Wache, Technischer Direktor von Red Bull, sieht die Stärken der Roten an anderer Stelle: “Ich denke, in den langsamen Kurven sind sie seit Jahresbeginn ganz klar das Maß aller Dinge. Und sie haben ganz offensichtlich jede Menge Abtrieb für niedrige Geschwindigkeiten. Mal sehen, was wir herausholen können. Ich denke, wir sind nicht weit weg, und ich hoffe, dass wir sie herausfordern können.” Fahrer-Top-10: Die meisten Saisons in Folge mit einem Sieg

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur wiederum verweist auf das Potenzial der Konkurrenten: “Jeder wird sich noch steigern, jeder wird das Paket an die Höhenlage anpassen. Es stimmt, dass die Bedingungen extrem sind im Vergleich zu dem, was wir sonst vorfinden. Auch die Tatsache, dass die Fahrer hier in Mexiko mit diesem Abtriebsniveau fahren müssen, ist eine echte Herausforderung.”
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“Sie waren es gewohnt, den größten Flügel der Saison zu haben. Ich denke, das Delta im Vergleich zum letzten Jahr ist in Monza viel geringer als in Monaco oder Mexiko, und das macht es für sie zu einer noch größeren Herausforderung.” Mit der Vorstellung seiner Piloten am Freitag zeigte sich der Teamchef dennoch zufrieden und sprach von einem soliden Fundament. Vasseur blickt optimistisch auf Mexiko “Die Pace war von Anfang an in Ordnung, sowohl auf dem Longrun als auch auf einer schnellen Runde”, resümiert Vasseur über Charles Leclerc. “Charles ist am Nachmittag vielleicht etwas ans Limit gegangen, aber jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt und Ort dafür. Mal sehen, was morgen passiert. Wir wissen, dass das Qualifying eine Herausforderung ist – und unter diesen Bedingungen mit wenig Abtrieb ist es wahrscheinlich eine noch größere.” Während Leclerc ein produktives Programm abspulte, wurde Hamilton von technischen Problemen gebremst, die das Team noch genauer analysieren muss. Der Brite hadert: “Ich habe mich im Auto richtig gut gefühlt. Das ist einfach typisch mein Glück. Ja, ich denke, wir haben einen wirklich guten Job gemacht, um das Set-up besser hinzubekommen. Es ist einfach extrem unglücklich.” “Ich glaube, wir sind dieses Wochenende als Team sehr konkurrenzfähig, und dann konnte ich den Longrun nicht fahren”, führt er weiter aus. “Ich habe keine Ahnung wie, aber ich weiß, dass Überholen hier extrem schwierig ist – man hat ja draußen ein paar Leute gesehen. Sie untersuchen noch, woran es lag, und ich bete einfach, dass alles in Ordnung ist.” Hamilton hadert mit Technikproblemen “Ich habe im ersten Freien Training etwas Zeit verloren, weil wir mit den Messgittern gefahren sind”, so Hamilton weiter. “Normalerweise hätte ich auf dieser Strecke einen der jungen Nachwuchsfahrer das erste Training bestreiten lassen, so wie die meisten es getan haben. Ich habe mich aber dafür entschieden, das woanders zu machen.” Von Ferrari bis Cadillac: So alt sind die Formel-1-Teams

“Unterm Strich hatte ich also eigentlich nur eine richtige Session, weil ich davon wiederum mindestens die Hälfte verpasst habe. Ich weiß also nicht wirklich, wo wir stehen. Ich glaube nicht, dass wir großartig etwas am Set-up ändern müssen. Ich lasse es wahrscheinlich so, denn wir waren sehr schnell.”
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“Ich glaube, ich hatte schon früher auf der Runde einen Leistungsverlust und wir waren trotzdem schnell. Also ja, ich werde morgen alles geben und einfach versuchen, das Beste aus dem herauszuholen, was ich zur Verfügung habe.” Trotz Probleme: Das Auto ist gut Zu den Ursachen des vorzeitigen Trainingsabbruchs sagt Hamilton: “Man hat mir gesagt, ich soll anhalten. Ich habe irgendein Problem bemerkt. Bis dahin hat es sich wirklich gut angefühlt. Das Auto lief großartig. Ich denke, wir haben gute Arbeit geleistet, gute Set-up-Änderungen. Das Auto war in einem guten Arbeitsfenster. Mein Mittelsektor war stark.”
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“Selbst auf meiner Runde haben wir an ein paar Stellen Leistung verloren – ich glaube, ich hatte vorher schon drei Zehntel verloren, im letzten Sektor dann noch einmal sechs Zehntel. Ich möchte unterstreichen, dass wir dieses Wochenende ein gutes Auto haben. Es ist einfach schade, dass wir die Session verloren haben.”

 
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