Mike Krack desillusioniert: “Wir müssen überall besser werden”

Mike Krack desillusioniert: “Wir müssen überall besser werden”

 

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Die Formel-1-Wochenenden in Monaco und Barcelona haben Aston Martin schonungslos das Potential des AMR26 aufgezeigt. Obwohl sich die beiden Streckencharakteristika deutlich unterscheiden, kämpfte das Team an beiden Strecken mit denselben Problemen. Für Mike Krack ist das ein klares Zeichen dafür, dass die Defizite nicht auf einen einzelnen Bereich zurückzuführen sind.  LAT Images Mike Krack spricht über die schwierige Situation bei Aston Martin

“Die Streckeneigenschaften könnten unterschiedlicher kaum sein als in Monaco”, erklärt Krack nach dem Barcelona-Grand-Prix. “Hier gibt es viele schnelle und mittelschnelle Kurven und nur sehr wenige langsame Kurven. In Monaco ist es genau umgekehrt. In Monaco kämpft man damit, die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Hier versucht man, die Reifen zu kühlen. Es ist wirklich sehr unterschiedlich. Aber die Tatsache, dass wir auf beiden Strecken hinterherfahren, zeigt, dass wir in allen Bereichen arbeiten müssen.” Hoffnung auf Monaco erfüllt sich nicht Vor dem Monaco-Wochenende hatte Aston Martin noch auf eine bessere Vorstellung gehofft, weil auf dem Stadtkurs die Motorleistung traditionell eine geringere Rolle spielt. Doch die Realität fiel ernüchternd aus. Beide Fahrer qualifizierten sich am Ende des Feldes und lagen sogar hinter Cadillac.
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Fernando Alonso holte zwar einen Punkt, profitierte dabei aber von mehreren Ausfällen sowie Problemen bei Konkurrenten: Sergio Perez überquerte für Cadillac zwar als Zehnter die Ziellinie, wurde nach einer Zeitstrafe jedoch auf Rang 15 zurückversetzt. Den Punkt “erbte” Alonso. Barcelona bringt noch deutlichere Ernüchterung In Barcelona fiel die Bilanz sogar noch schlechter aus. Lance Stroll und Alonso belegten erneut die letzte Startreihe. Der Rückstand auf die Ferrari-betriebenen Cadillac betrug im Qualifying rund eine Sekunde. Nach der Qualifikation fand Alonso deutliche Worte. Der Spanier sprach vom “schlechtesten Auto” und vom “schlechtesten Motor” im Feld. Im Rennen schieden anschließend beide Aston Martin mit technischen Problemen aus. Für Krack gibt es keinen einzelnen Faktor, der die Schwierigkeiten erklärt. Auf die Frage nach den Ursachen für den großen Rückstand antwortet er: “Ich denke, es ist alles. Wir müssen uns verbessern. Wenn es nur eine Sache wäre, wäre es ziemlich einfach.” Aston Martin setzt auf großes Upgrade-Paket Derzeit verzichtet Aston Martin im Gegensatz zu vielen Konkurrenten auf eine aggressive Weiterentwicklung des Autos. Stattdessen konzentriert sich das Team auf ein umfangreiches Paket an Upgrades, das Mitte Juli beim Großen Preis von Belgien debütieren soll. Bis dahin dürfte sich an der Hierarchie wenig ändern. “Es belastet jeden”, räumt Krack ein. “Man spürt es. Man spürt es in der Garage und besonders bei den Fahrern. Wir haben schon darüber gesprochen. Es ist eine sehr schwierige Situation.” Alle Formel-1-Teamchefs von Aston Martin

Gleichzeitig verweist er auf Technikchef Adrian Newey und die langfristige Strategie des Teams: “Wir haben einen starken Anführer. Die Entscheidung wurde getroffen, das Auto zu diesem Zeitpunkt zu verbessern. Wir müssen uns alle zu dieser Entscheidung bekennen, auch wenn es schwierig ist.” Krack betont, dass die Mannschaft die Zeit bis zu den neuen Teilen sinnvoll nutzen müsse: “Es wäre einfach zu sagen, dass wir uns nur im Kreis drehen und auf die Upgrades warten. Einige Probleme werden weiterhin da sein. Wir müssen die Möglichkeiten nutzen, um sie zu lösen oder zumindest besser zu werden.” Krack sieht trotz Rückstand noch Lernpotenzial Auch aus sportlich schwierigen Situationen lasse sich noch eine Erkenntnis ziehen: “Man lernt immer neue Dinge, so verrückt das auch klingen mag. Wenn man drei oder vier Sekunden zurückliegt, denkt man, man fährt in einer anderen Kategorie.”
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“Trotzdem lernen wir sehr viel. Barcelona ist im Hinblick auf das Energiemanagement eine sehr anspruchsvolle Strecke. Ich denke, wir haben eine Menge gelernt und wissen besser, wie wir unsere Prozesse anpassen müssen, um das Maximum herauszuholen.” Nach den positiven Aspekten gefragt, fiel Krack die Antwort schwer. “Es ist schwierig, welche zu sehen”, sagt er. “Unser einziger Stopp beim Barcelona-Grand-Prix war meiner Meinung nach sehr gut. In allen anderen Bereichen müssen wir weiterarbeiten und versuchen, uns zu verbessern.” Schwächster Saisonstart seit dem Neustart 2021 Der schwierige Saisonstart ist für Aston Martin der schwächste seit dem Wiedereinstieg des Teams unter Lawrence Stroll im Jahr 2021. Nach umfangreichen Investitionen, prominenten Verpflichtungen und dem Ausbau der Infrastruktur waren die Erwartungen an die erste unter der Leitung von Adrian Newey entwickelte Fahrzeuggeneration deutlich höher ausgefallen.
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Die Ergebnisse der vergangenen Wochen haben jedoch gezeigt, dass bis zu einer Trendwende noch ein weiter Weg vor dem Team liegt.

 
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