Norris, Piastri, Russell: Wie Red Bull drei Formula 1-Stars durch die Lappen gingen

Norris, Piastri, Russell: Wie Red Bull drei Formula 1-Stars durch die Lappen gingen

 

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Der frühere Formel-1-Teamchef Christian Horner hat im Podcast High Performance enthüllt, dass Lando Norris, Oscar Piastri und George Russell bei Red Bull im Simulator getestet haben – bevor sie in der Formel 1 zu Superstars wurden.   Oscar Piastri, Lando Norris und George Russell auf dem Formel-1-Podium

Horner sagte: “Ich erinnere mich daran, dass George Russell dafür bezahlt hat, unseren Simulator zu nutzen. Das Gleiche galt für Lando Norris und Oscar Piastri. Ihre Väter stellten Schecks aus, damit sie in unserem Fahrersimulator fahren konnten.” Laut Russell hatte das einen bestimmten Grund. Er erklärte vor dem Grand Prix der USA 2026 in Austin (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!): “Damals, 2013, waren Simulatoren noch kein großes Thema. Keines der Nachwuchsteams hatte einen Simulator. Es gab aber die Möglichkeit, [bei Red Bull im] Simulator mit einem Formel-Renault-Auto zu fahren.” Warum Russell und Norris bei Red Bull testeten Als Nachwuchsfahrer habe er eine solche Gelegenheit gerne wahrgenommen. “Dabei ging es vor allem darum, sich auf die Testfahrten und die Rennen in der Serie vorzubereiten, in der wir damals angetreten sind. Denn wie gesagt: Kein Team hatte so etwas”, sagte Russell.
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Weder Russell noch Norris oder Piastri gehörten zu diesem Zeitpunkt dem Fahrerkader eines Formel-1-Teams an und konnten daher bei Red Bull testen. “Ich wäre doch nicht im Simulator eines anderen Teams gefahren, wenn ich schon bei McLaren gewesen wäre”, sagte Norris. “Das war lange vor meiner McLaren-Zeit. Ich war ungefähr 13.” Er selbst habe damals mit “vielen verschiedenen Teams zusammengearbeitet”. Namen nannte Norris nicht, erklärte jedoch: “Ich wollte Erfahrungen sammeln und von unterschiedlichen Leuten lernen. In diesem Alter ist es besonders wertvoll, so viel wie möglich auszuprobieren. Deshalb bin ich in verschiedenen Simulatoren unterschiedlicher Teams gefahren. Das war eine gute Sache.” Wieso Norris, Piastri und Russell nicht bei Red Bull blieben Warum aber wurde nicht mehr daraus? Denn laut Horner überzeugten Norris, Piastri und Russell bei ihren Simulatorfahrten: “Der Mann, der sich darum kümmerte, kam zu mir und sagte: ‘Christian, diese Jungs sind besser als die Junioren, die wir derzeit haben.'” Er habe das anschließend mit dem damaligen Red-Bull-Sportchef Helmut Marko besprochen, doch zu einer Verpflichtung von Norris, Piastri und Russell für das Red-Bull-Nachwuchsprojekt kam es nicht. (Fotostrecke: Die Nachwuchstitel der Formel-1-Fahrer 2026) Die Nachwuchstitel der Formel-1-Piloten 2026

Warum eigentlich nicht? Russell gab an, er habe die Angelegenheit mit Red Bull schlicht “nicht weiterverfolgt”. Norris sagte: “Ich weiß nicht, was danach daraus geworden ist. Es ging mir dabei vor allem darum, selbst etwas zu lernen, und um nichts anderes.” Verpasste Chance von Red Bull? Tatsache ist: Alle drei Fahrer blieben nach ihren Red-Bull-Tests zunächst ohne feste Bindung an ein Formel-1-Team: Norris wurde 2017 in das McLaren-Nachwuchsprogramm aufgenommen, Russell im selben Jahr in das Nachwuchsprogramm von Mercedes. Piastri schloss sich 2019 dem Renault-Fahrerkader an. Alle drei schafften schließlich den Sprung in die Formel 1 und gewannen dort Rennen, Norris 2025 sogar die Weltmeisterschaft.
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Horner blickt deshalb mit einem gewissen Bedauern auf die verpassten Chancen zurück. Er sagte: “Schaut mal, für wen das am Ende gut gelaufen ist.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Doch Red Bull hatte mit seinem eigenen Juniorprogramm ebenfalls Erfolg: Max Verstappen gewann von 2021 bis 2024 viermal in Folge den WM-Titel in der Formel 1.

 
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