“Oldschool-Fahrstil”: Profitiert Lewis Hamilton von den neuen Formula 1-Regeln?

“Oldschool-Fahrstil”: Profitiert Lewis Hamilton von den neuen Formula 1-Regeln?

 

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Viele Experten hatten Lewis Hamilton eigentlich schon abgeschrieben. Nachdem der Formel-1-Rekordweltmeister seine erste Ferrari-Saison 2025 ohne Podestplatz und nur auf WM-Rang sechs beendet hatte, trauten ihm viele den Durchbruch bei der Scuderia nicht mehr zu.  circuitpics.de Lewis Hamilton gewann in Barcelona erstmals seit 2024 wieder einen Grand Prix

Doch Hamilton zeigte es seinen Kritikern, wurde 2026 bei den Rennen in Kanada und Monaco zunächst jeweils Zweiter und holte am vergangenen Wochenende in Barcelona nun auch seinen ersten Sieg für Ferrari. In der Weltmeisterschaft liegt er aktuell an Position zwei hinter Kimi Antonelli. “Lewis verdient auch große Anerkennung dafür, wie er die Situation vom vergangenen Jahr zum diesjährigen Jahr so zum Positiven gewendet hat”, lobt ausgerechnet Carlos Sainz, den Hamilton zur Saison 2025 bei Ferrari ersetzte. Diese Entscheidung wurde lange von vielen kritisch gesehen.
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Doch inzwischen stimmen Hamiltons Ergebnisse mit der Scuderia und Sainz erklärt: “Ich glaube, wir alle verfügen über ein sehr hohes Maß an Talent, aber mit unterschiedlichen Fahreigenschaften. Manche Autos liegen uns, andere nicht.” “Die wahre Stärke eines Fahrers besteht darin, sich anpassen zu können und jeden Formel-1-Wagen, den man bekommt, bis an seine Grenzen zu fahren”, betont er und verrät: “Etwas Ähnliches ist mir 2022 passiert. Zu Beginn des Jahres hatte ich einen Ferrari, den ich wirklich nicht mochte.” Sainz: “Kann deine gesamte Karriere bestimmen” “Dann gelang es mir, mich anzupassen, und 2023 und 2024 bin ich meiner Meinung nach auf sehr hohem Niveau gefahren”, so Sainz, der zu Beginn der Ground-Effect-Ära 2022 Probleme hatte und die Saison lediglich auf WM-Rang fünf beendete, während Teamkollege Charles Leclerc lange um den Titel mitkämpfte. “Das kann deine gesamte Karriere bestimmen”, betont Sainz und erklärt: “Plötzlich kommst du zu einem Team mit einem Auto, das nicht zu dir passt, und du verbringst drei Jahre damit, dich nicht anpassen zu können – oder das Auto passt sich nie an dich an -, und du kannst völlig nutzlos aussehen.” Barcelona: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Dann wechselst du zu einem Team, bei dem das Auto perfekt zu deinem Fahrstil passt, und plötzlich wirkst du wie ein Gott. Dieser Sport ist viel komplizierter, als die Leute denken”, so Sainz, der erklärt, dass es Lewis Hamilton 2025 ganz ähnlich gegangen sei. 2026 habe Hamilton dann unter anderem “von der Regeländerung profitiert”, vermutet Sainz, “denn hätte er noch drei weitere Jahre mit dem Auto aus dem vergangenen Jahr fahren müssen, würden wir vielleicht nicht den Lewis sehen, den wir in dieser Saison erleben.”
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Tatsächlich hat Hamilton nie einen Hehl daraus gemacht, kein Fan der Ground-Effect-Autos zwischen 2022 und 2025 gewesen zu sein. Bereits bei Mercedes hatte er immer wieder Probleme, und nach seinem Wechsel zu Ferrari verschlimmerte sich die Situation noch mehr. Schumacher: Deswegen liegen Hamilton die neuen Autos Auch Ralf Schumacher teilt daher die Einschätzung, dass das neue Reglement Hamilton wieder mehr entgegenkommt. “Die Autos sind wieder ein Stück weit zurück zu dem, was Lewis Hamilton aus seiner Vergangenheit kennt”, erklärt er im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. “Er ist ja noch zu meiner Zeit mitgefahren”, sagt er über Hamilton, “und da hatten wir auch diese Art Aerodynamik. Das heißt, der Unterboden ist nicht mehr ganz so wichtig”, erklärt er und erinnert daran, dass Hamilton “ein extremer Spätbremser” sei. Lewis Hamilton hätte auch ohne VSC gewonnen! Video wird geladen… Nach dem Großen Preis von Barcelona-Catalunya analysiert Datenexperte Kevin Hermann die wichtigsten Zahlen des Rennwochenendes.

Und die neuen Autos in diesem Jahr seien “nicht mehr ganz so empfindlich, wenn man nochmal später einlenkt, bremst, über den Kerb fährt, weil dann eben die Aerodynamik am Unterboden nicht so beeinflusst wird”, erklärt Schumacher.
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“Dieser Oldschool-Fahrstil geht natürlich viel besser in so einem Auto”, betont der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, der 2025 ebenfalls zu den Experten gehörte, die Hamilton eigentlich schon abgeschrieben und einen Rücktritt ans Herz gelegt hatten. “Aus meiner Sicht gehört Lewis leider nicht mehr in den Ferrari im nächsten Jahr”, sagte Schumacher damals, schränkte jedoch ein: “Es kann natürlich passieren, dass dieses neue Konzept aus irgendeinem Grund super zu Lewis Hamilton passt.”
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Genau das scheint nun tatsächlich passiert zu sein.

 
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